Masterarbeit, 2017
67 Seiten, Note: 1,8
1 Rhythmisch-musikalische Bewegungserziehung
1.1 Aspekte der Verbindung von Bewegung und Musik
1.2 Rhythmische Bewegungsqualität und rhythmisches Bewegungsverhalten
1.3 Praktische Umsetzung
1.4 Körpersprachliches Bewegungsverhalten
2 Aktionsforschung
2.1 Motive
2.2 Ausgangspunkt für die Forschung
2.3 Videoaufzeichnung
2.4 Beobachtung
3 Falldarstellung
3.1 Beschreibung des Unterrichtsvorhabens
3.2 Fragestellung
3.3 Beobachtungsbogen
3.4 Eigene Vorgehensweise
4 Qualitative Analyse der Unterrichtsstunden
4.1 Stunde 1: Aufwärmspiel – Stopptanz
4.1.1 Beschreibung Szene 1
4.1.2 Analyse Szene 1
4.1.3 Beschreibung Szene 2
4.1.4 Analyse Szene 2
4.1.5 Beschreibung Szene 3
4.1.6 Analyse Szene 3
4.1.7 Ergebniszusammenstellung Stopp-Tanz
4.2 Stunde 1: Rhythmisches Ballprellen
4.2.1 Beschreibung Szene 1
4.2.2 Analyse Szene 1
4.2.3 Beschreibung Szene 2
4.2.4 Analyse Szene 2
4.2.5 Ergebniszusammenstellung Rhythmisches Ballprellen
4.3 Stunde 2: Aufwärmspiel und Gruppenarbeit
4.3.1 Beschreibung Szene 1
4.3.2 Analyse Szene 1
4.3.3 Beschreibung Szene 2
4.3.4 Analyse Szene 2
4.3.5 Beschreibung Szene 3
4.3.6 Analyse Szene 3
4.3.7 Ergebniszusammenstellung Gruppenarbeit und Präsentationsphase
4.4 Stunde 3: Klassentanz und Präsentationsphase
4.4.1 Beschreibung Szene 1
4.4.2 Analyse Szene 1
4.4.3 Beschreibung Szene 2
4.4.4 Analyse Szene 2
4.4.5 Ergebniszusammenstellung Klassentanz und Präsentationsphase
5 Kategorienbildung
5.1 Kategorie 1: Reproduktives Bewegen
5.2 Kategorie 2: Intuitiv-autonomes Bewegen
5.3 Kategorie 3: Emotional-deskriptives Bewegen
5.4 Kategorie 4: Bewegungsgeschichte
5.5 Kategorie 5: Vermeidung
5.6 Kategorie 6: Kreativ-reproduktives Bewegen
5.7 Kategorie 7: Darbietendes Bewegen
6 Evaluation der praktischen Umsetzung
Diese Masterarbeit untersucht das rhythmische Bewegungsverhalten von Grundschulkindern einer vierten Klasse im Sportunterricht. Das Hauptziel ist die qualitative Analyse, wie Schülerinnen und Schüler auf rhythmische Bewegungsaufgaben zur Musik reagieren, welches Bewegungsverhalten sie zeigen und wie sich ihre Bewegungsqualität in Abhängigkeit von Musik, Aufgabenstellungen und Materialien darstellt, wobei insbesondere auch die Rolle der Lehrkraft beleuchtet wird.
4.1.2 Analyse Szene 1
Die fünf SuS, die quer durch die Halle laufen, spielen offensichtlich „Fangen“. Da die Lehrkraft noch Zeit für die Vorbereitung des ersten Spiels benötigt, nutzen sie die Zeit, um sich noch etwas zu bewegen. Da es sich um Grundschülerinnen und Grundschüler handelt, sollte nicht davon ausgegangen werden, dass sie sich hier stark bewegen, weil sie befürchten, dass sie im nachfolgenden Spiel keine Möglichkeit mehr dazu haben, sondern weil sie einfach ihren Bewegungsdrang ausleben möchten.
Einige weitere SuS bewegen sich allerdings bereits tänzerisch. Das ist in sofern interessant, als dass sie sich noch nicht zwingend so verhalten müssten. Viele SuS demonstrieren hier bereits erlernte tänzerische Bewegungen, die sie ihren Mit-SuS zeigen möchten. Einige Bewegungen tauchen mehrfach auf, wie zum Beispiel der weit verbreitete Macarena-Tanz. Die Bereitschaft, sich tänzerisch zu bewegen, scheint bei einigen SuS also durchaus vorhanden, selbst, wenn es noch nicht gefordert ist. Des weiteren ist hier auffällig, dass sich kleine Gruppen von zwei bis drei SuS bilden, diese jedoch strikt nach Geschlecht getrennt sind. Sollte man von der Annahme ausgehen, dass das jeweilige Geschlecht sich womöglich schämt, sich tänzerisch vor dem anderen Geschlecht zu bewegen, kann man hier jedoch bereits festhalten, dass sich einige SuS jedenfalls nicht schämen, sich vor dem eigenen Geschlecht tänzerisch zu bewegen. Wie sich dieses Verhältnis der Geschlechter weiterhin verhält, wird interessant zu beobachten sein.
Es gibt allerdings auch SuS, die in dieser Phase etwas unbeteiligt in der Halle stehen, sich kaum bewegen, umherschauen und etwas ratlos wirken. Teilweise scheint es so, als würden sie sich hilflos fühlen. Eine Schülerin (graues T-Shirt, schwarze Hose) steht abseits von den anderen SuS und lässt die Arme nach unten hängen. Über diesen visuellen Kanal wird bereits deutlich, dass sie Probleme hat, sich auf die folgende Bewegungsaufgabe gänzlich einzulassen. Möglicherweise beschreibt ihre Position in der Halle in Verbindung mit ihrer Körpersprache allerdings auch ihre Position in der Klasse: abseits von den anderen SuS. Weitere SuS, die sich kaum bewegen und mehr oder weniger an einem Fleck verharren, greifen sich außerdem mit dem linken Arm an den rechten Arm. Dieses teilweise Verschränken der Arme vor dem Körper deutet auf eine Schutzhaltung hin, die auf Unbehagen deutet (s. Proxemik, 1.4).
1 Rhythmisch-musikalische Bewegungserziehung: Dieses Kapitel erläutert den ganzheitlichen Ansatz der rhythmisch-musikalischen Bewegungserziehung im Sportunterricht und definiert zentrale Lernziele sowie die Bedeutung der Verbindung von Bewegung und Musik.
2 Aktionsforschung: Hier werden die methodischen Grundlagen der Aktionsforschung dargelegt, wobei besonderes Augenmerk auf die Methoden der Videoaufzeichnung und Beobachtung zur Analyse von Unterrichtsprozessen gelegt wird.
3 Falldarstellung: Dieses Kapitel beschreibt das praktische Unterrichtsvorhaben mit einer vierten Klasse, stellt die Forschungsfragen auf und erläutert den verwendeten Beobachtungsbogen sowie die Vorgehensweise.
4 Qualitative Analyse der Unterrichtsstunden: Der Hauptteil der Arbeit analysiert drei ausgewählte Unterrichtsstunden durch detaillierte Szenenbeschreibungen und anschließende qualitative Auswertungen des rhythmischen Bewegungsverhaltens.
5 Kategorienbildung: Auf Basis der Analyse werden sieben Kategorien des Bewegungsverhaltens (z.B. reproduktives Bewegen, Vermeidung, darbietendes Bewegen) entwickelt und definiert, um die Reaktionen der Kinder systematisch zu erfassen.
6 Evaluation der praktischen Umsetzung: Das abschließende Kapitel vergleicht die theoretischen Ansätze mit der tatsächlichen Umsetzung im Unterricht und evaluiert die Wirksamkeit der gewählten Methoden und Aufgabenstellungen.
Sportunterricht, Grundschule, Rhythmik, Musik, Bewegungserziehung, Bewegungsqualität, Bewegungsverhalten, Aktionsforschung, Videografie, BallKoRobics, Bewegungsanalyse, Unterrichtsvorhaben, Körpersprache, Bewegungskopplung, Kreativität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem rhythmischen Bewegungsverhalten von Grundschülern einer vierten Klasse im Sportunterricht unter Einsatz von Musik und Bällen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der rhythmisch-musikalischen Bewegungserziehung, die praktische Erprobung von Bewegungsaufgaben sowie die qualitative Analyse der Schülerreaktionen.
Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Kinder auf rhythmische Bewegungsaufgaben reagieren, in welche Kategorien sich ihr Verhalten einordnen lässt und welchen Einfluss die Aufgabenstellung der Lehrkraft darauf hat.
Es wird die Methode der Aktionsforschung angewandt, wobei die Datenerhebung primär durch Videoaufzeichnungen und die systematische Beobachtung anhand eines Kriterienkatalogs erfolgt.
Der Hauptteil beinhaltet die Falldarstellung des Unterrichtsvorhabens sowie die detaillierte qualitative Analyse von drei spezifischen Unterrichtsstunden inklusive der anschließenden Kategorienbildung.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Rhythmik, Bewegungserziehung, Bewegungsqualität, Bewegungsverhalten, Aktionsforschung, Videografie und die Einordnung in verschiedene Bewegungskategorien.
Das körpersprachliche Verhalten liefert wichtige Hinweise auf das Befinden der SuS, insbesondere bei Verweigerungsreaktionen oder bei der Beobachtung von Unsicherheit, wenn die Kinder sich nicht verbal äußern.
Die Aufgabenstellung ist hochrelevant; klare, handlungsleitende Vorgaben (z.B. "wie ein Clown bewegen") helfen SuS, die sich zuvor schwer taten, ihre Hemmungen zu überwinden und sich kreativer auf die Musik einzulassen.
In Präsentationsphasen steigt die Konzentration der Kinder deutlich an; sie zeigen ein standardisierteres Bewegungsverhalten und achten verstärkt auf Synchronität, oft unterstützt durch Zählhilfen oder Hilfsmittel.
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