Examensarbeit, 2005
136 Seiten, Note: 1,7
1. Theoretischer Aufriss
2. Stand der Forschung
3. Fragestellung der Studie
4. Methodisches Design
4.1 Planung
4.1.1 Stichprobe
4.1.2 Leitfadeninterview
4.1.3 Leitfaden
4.2 Auswertung
5. Durchführung der Studie
6. Darstellung der Ergebnisse
6.1 Einzelfalldarstellungen
6.1.1 Interview 1
6.1.1.1 Kurzbiographie der interviewten Person
6.1.1.2 Analyse des Interviews 1
6.1.1.3 Fazit
6.1.2 Interview 2
6.1.2.1 Kurzbiographie der interviewten Person
6.1.2.2 Analyse des Interviews 2
6.1.2.3 Fazit
6.1.3 Interview 3
6.1.3.1 Kurzbiographie der interviewten Person
6.1.3.2 Analyse des Interviews 3
6.1.3.3 Fazit
6.1.4 Interview 4
6.1.4.1 Kurzbiographie der interviewten Person
6.1.4.2 Analyse des Interviews 4
6.1.4.3 Fazit
6.2 Vergleichende Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Anforderungen des Lehrerberufs aus der Sicht von Lehrkräften unterschiedlicher Schulformzugehörigkeit, um Gemeinsamkeiten und schulformspezifische Belastungsfaktoren zu identifizieren. Im Fokus steht dabei, wie Lehrer die Belastungen durch Schüler, Eltern und organisatorische Rahmenbedingungen wahrnehmen.
1. Theoretischer Aufriss
Schon seit den 80er Jahren werden die Anforderungen diskutiert, im Folgenden werden dazu die Standpunkte von Gudjons (Gudjons 2000: 33 ff.) zusammengefasst.
Eine grundlegende Eigenschaft von Belastungen ist es, dass sie nicht objektiv erlebt und betrachtet werden können, das heißt jede Person erfährt äußere Beanspruchung subjektiv. Dies bedeutet, dass das Individuum tatsächlich belastet ist, sobald es das Gefühl der Belastung empfindet. Die Umstände und das Ausmaß der Belastung, die vom Einzelnen erlebt werden, hängen von dessen Persönlichkeit und somit auch von Alter, Geschlecht, Wertorientierung, Qualifizierung und weiteren charakterlichen Eigenschaften ab. (Gudjons 2000: 35 f.)
Der Lehrerberuf ist ein pädagogischer Beruf, worin eine grundlegende Problematik im Bezug auf Belastungen besteht. Pädagogisches Handeln ist schwer messbar, es gibt keinen sichtbaren oder eindeutig feststellbaren Erfolg. Das pädagogische Handeln des Lehrers beginnt immer wieder von vorne, muss sich spontan Situationen anpassen und findet kein Ende. Die pädagogische Arbeit ist nicht ritualisierbar; zwar können sich gewisse Handlungsschemata in Situationen bewähren, jedoch können keine generellen Regeln verallgemeinert werden. Zudem treten nur ähnliche Situationen und nicht identische Situationen, so dass das gewonnene Erfahrungswissen nur bedingt anwendbar ist.
1. Theoretischer Aufriss: Bietet einen Überblick über die wissenschaftliche Diskussion zu Belastungen im Lehrerberuf und die Komplexität pädagogischen Handelns.
2. Stand der Forschung: Analysiert bisherige Studien zu Belastungsfaktoren, wobei insbesondere zwischen verschiedenen Schularten wie Grundschule und Gymnasium unterschieden wird.
3. Fragestellung der Studie: Definiert das Ziel der Untersuchung, Belastungen aus Sicht der Lehrkräfte verschiedener Schulformen zu erfassen und zu vergleichen.
4. Methodisches Design: Beschreibt das qualitative Vorgehen mittels Leitfadeninterviews und die Methode der Inhaltsanalyse nach Mayring und Schmidt.
5. Durchführung der Studie: Erläutert den Ablauf der Befragung an der Grundschule und dem Gymnasium im Frühjahr 2005.
6. Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert die einzelnen Lehrerinterviews sowie eine abschließende vergleichende Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse.
Lehrerberuf, Belastung, Schulform, Grundschule, Gymnasium, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Elternarbeit, pädagogisches Handeln, qualitative Inhaltsanalyse, Leitfadeninterview, Schulorganisation, Lehrerbelastung, Berufsidentität, Arbeitsbelastung, Schülerschaft.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Anforderungen und Belastungen, denen Lehrkräfte in ihrem Berufsalltag ausgesetzt sind, und wie diese subjektiv wahrgenommen werden.
Die Schwerpunkte liegen auf den Belastungen durch Schülerverhalten, Elternerwartungen, organisatorische Anforderungen sowie dem pädagogischen Anspruch an den Lehrer.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Belastungswahrnehmung zwischen Lehrkräften an der Grundschule und am Gymnasium zu untersuchen.
Die Autorin nutzt eine qualitative Forschungsstrategie, konkret das Leitfadeninterview, und wertet die Ergebnisse mittels qualitativer Inhaltsanalyse aus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die methodische Herleitung und die detaillierte Darstellung der durchgeführten Experteninterviews mit Lehrkräften.
Zentrale Begriffe sind u.a. Lehrerberuf, Belastung, Grundschule, Gymnasium, Lehrer-Schüler-Verhältnis und pädagogisches Handeln.
Grundschullehrkräfte fühlen sich oft durch die notwendige individuelle Förderung und die Aufsichtspflicht belastet, während am Gymnasium der Druck durch Anforderungen der Oberstufe und die Arbeit mit einem größeren Kollegium im Vordergrund steht.
Eltern werden sowohl als Unterstützer als auch als Quelle für Druck wahrgenommen, insbesondere wenn hohe schulische Erwartungen auf eine mangelnde Mitwirkung im Schulalltag treffen.
Lehrkräfte berichten von einer zunehmenden „Papierflut“, die als ineffektiv wahrgenommen wird und wertvolle Zeit für die eigentliche pädagogische Arbeit raubt.
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