Masterarbeit, 2018
115 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Grundlagen und Rahmenbedingungen im liberalisierten Strommarkt
2.1 Charakteristika und Besonderheiten des Produktes Strom
2.2 Historische Entwicklung und Liberalisierung des deutschen Strommarktes
2.3 Der Großhandelsstrommarkt
2.3.1 Börslicher und außerbörslicher Handel
2.3.2 Produkte im deutschen Spot- und Terminmarkt
2.3.3 Akteure und Risiken im Stromhandel
3 Theoretischer Bezugsrahmen und Forschungshypothesen
3.1 Strompreismodelle
3.1.1 Verlaufseigenschaften von Strompreisen
3.1.2 Bewertung von Strom-Terminpreisen
3.2 Einflussfaktoren und funktionale Beziehungen
3.2.1 Angebots- und Nachfragestruktur
3.2.2 Brennstoffpreise und Emissionskosten
3.2.3 Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Aspekte
3.3 Abgrenzung der Einflussfaktoren für den Terminmarkt und Hypothesen
4 Stand der bisherigen empirischen Forschung
5 Empirische Studie
5.1 Konzeption der empirischen Studie
5.2 Vorbehandlung und Operationalisierung der Modellvariablen
5.3 Ergebnisse der Studie und Interpretation der Ergebnisse
5.3.1 Deskriptive Statistik
5.3.2 Ergebnisse der empirischen Studie
5.3.3 Überprüfung der Forschungshypothesen und Interpretation
6 Fazit
6.1 Zielerreichung
6.2 Perspektiven
Die vorliegende Master-Thesis zielt darauf ab, die wesentlichen Determinanten des deutschen Strompreises am Terminmarkt zu identifizieren und deren Einfluss empirisch zu untersuchen. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse, welche Faktoren (wie Brennstoffpreise, CO2-Zertifikate oder Wechselkurse) die Preisbildung für Baseload- und Peakload-Produkte beeinflussen und inwiefern sich diese von Spotmarkt-Einflüssen unterscheiden.
2.1 Charakteristika und Besonderheiten des Produktes Strom
Das Produkt Strom als solches unterscheidet sich grundsätzlich in den Eigenschaften von anderen physisch erfüllbaren Produkten wie zum Beispiel Kohle oder Öl. Die Anwendungsbereiche Wärme, Licht und Kraft machen Strom dabei zu einem universellen Energieträger. Die verschiedenen Eigenschaften, worunter im Wesentlichen Homogenität, Leitungsgebundenheit und die mangelnde Speicherung von Strom zu verstehen sind, wirken sich dabei auf den Preis des Produkts Strom aus und sind damit elementar für diese Arbeit. Die Kenngrößen stellen dabei die Stromspannung in Volt und die Stromstärke in Ampere dar. Die Multiplikation dieser Größen ergibt die elektrische Leistung in Watt.
Lagerung: Strom ist im Wesentlichen nicht lagerfähig und muss nach der Produktion umgehend verbraucht werden. Pumpspeicher, Kondensatoren oder Blei- Lithium- und Nickelbatterien können zwar dem Mangel der fehlenden Speicherung entgegenwirken, bilden aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen jedoch keine wirtschaftliche Alternative. Die zum Teil fehlende Lagerung des Stroms hat zur Auswirkung, dass stets die Übertragungsnetzbetreiber, worunter Amprion, TransnetBW, TenneT und 50Hertz einzuordnen sind, die Aufgabe haben, Nachfrage und Angebot von Strom im Einklang zu halten und damit für ein Leistungsgleichgewicht zu sorgen. Ansonsten könnte dies zur Folge haben, dass die Nennfrequenz von 50 Hertz nicht eingehalten wird und damit die Frequenzabweichung letztlich zu einem Blackout führen könnte. Für Frequenzschwankungen können demnach sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite verantwortlich sein. Um die Schwankungen im Netz auszugleichen, wird sogenannte Regelleistung eingesetzt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Strom-Großhandelsmarktes ein und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der empirischen Analyse.
2 Grundlagen und Rahmenbedingungen im liberalisierten Strommarkt: Hier werden die physikalischen Besonderheiten von Strom, die Marktstruktur und die regulatorische Entwicklung des deutschen Strommarktes dargelegt.
3 Theoretischer Bezugsrahmen und Forschungshypothesen: Das Kapitel widmet sich den Preismodellen und leitet auf Basis ökonomischer Theorien die Forschungshypothesen zu den Einflussfaktoren ab.
4 Stand der bisherigen empirischen Forschung: Eine Literaturübersicht fasst bisherige empirische Erkenntnisse zu Risikoprämien und Einflussfaktoren im Strommarkt zusammen.
5 Empirische Studie: Dieses Hauptkapitel beschreibt die Konzeption der Regressionsanalyse, die Datenbereinigung und präsentiert die statistischen Ergebnisse inklusive Modellgüteprüfung.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Zielerreichung und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsperspektiven.
Strompreis, Terminmarkt, Baseload, Peakload, OLS-Regression, Energiehandel, Merit-Order, Brennstoffpreise, CO2-Zertifikate, Risikoprämie, Strommarkt, Marktpreisrisiko, Volatilität, Stromerzeugung, Regressionsanalyse.
Die Arbeit untersucht die Determinanten, welche die Preisbildung von Strom am deutschen Terminmarkt maßgeblich beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Charakteristika des Stromhandels, die Funktionsweise von Spot- und Terminmärkten sowie die empirische Identifikation von Preistreibern durch Regressionsmodelle.
Ziel ist es, die Einflussfaktoren des deutschen Strompreises im Terminmarkt theoretisch abzuleiten und empirisch zu quantifizieren, getrennt nach Baseload und Peakload.
Die Arbeit nutzt multiple lineare Regressionsanalysen (Ordinary Least Squares - OLS), um Zusammenhänge zwischen den Terminpreisen und fundamentalen Marktvariablen zu bestimmen.
Im Hauptteil werden theoretische Preismodelle (z.B. Cost-of-Carry), die Merit-Order-Struktur und die empirische Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Zeitreihendaten analysiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Strompreis, Terminmarkt, Merit-Order, OLS-Regression und Energiehandel definieren.
Da diese Energieträger die Grenzkosten in der Merit-Order maßgeblich bestimmen, sind sie zentrale Treiber der Strompreisbildung für Kohle- und Gaskraftwerke.
Die Analyse zeigt, dass im Baseload der Kohlepreis als Haupttreiber fungiert, während im Peakload der Gaspreis einen deutlich stärkeren Einfluss ausübt.
CO2-Zertifikate (EUA) erhöhen die Grenzkosten fossiler Kraftwerke, was in den Modellen einen signifikant positiven Einfluss auf den Strompreis im Terminmarkt bestätigt.
Da wichtige Brennstoffe wie Kohle und Öl in US-Dollar gehandelt werden, beeinflusst der Wechselkurs die Importkosten und wirkt sich damit indirekt auf die Preisgestaltung der Kraftwerksbetreiber aus.
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