Diplomarbeit, 2006
125 Seiten, Note: 1,0
1. EINFÜHRUNG
2. DIE BEVÖLKERUNG IN DEUTSCHLAND
2.1 DER DEMOGRAFISCHE WANDEL
2.1.1 Die gegenwärtige Alters- und Bevölkerungsstruktur
2.1.1.1 Fertilität – gestern, heute und morgen
2.1.1.2 Migration – gestern, heute und morgen
2.1.1.3 Lebenserwartung – gestern, heute und morgen
2.1.2 Die zukünftige Alters- und Bevölkerungsstruktur
2.2 DIE REGIONALE DIFFERENZIERTHEIT DER DEMOGRAFISCHEN ENTWICKLUNG
2.3 ZUSAMMENFASSUNG
3. ALTERUNG UND SCHRUMPFUNG DER BEVÖLKERUNG ALS (KOMMUNAL-)POLITISCHE HERAUSFORDERUNG
3.1 AUSWIRKUNGEN DES BEVÖLKERUNGSWANDELS AUF KOMMUNALE INFRASTRUKTUR UND KOMMUNALFINANZEN
3.2 BEVÖLKERUNGSWANDEL, WOHNUNGSMARKT UND WOHNUNGSPOLITIK
3.2.1 Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Wohnungsmarkt
3.2.2 Wohnungspolitik im demografischen Wandel
3.3 ZUSAMMENFASSUNG
4. LEBEN IM ALTER
4.1 WANN IST MAN ALT?
4.2 GESUNDHEIT IM ALTER
4.2.1 Länger alt und krank?
4.2.2 Demenz
4.2.3 Pflegebedarf der Zukunft
4.3 DIE MATERIELLE LAGE IM ALTER
4.4 DAS WOHNEN IM ALTER
4.4.1 Die Bedeutung des Wohnens im Alter
4.4.2 Theoretische Modelle
4.4.2.1 Das Anforderungs-Kompetenz-Modell von Lawton
4.4.2.2 Kahanas Kongruenz-Modell
4.4.2.3 Das Komplementaritäts-Ähnlichkeits-Modell von Carp & Carp
4.4.3 Wohnzufriedenheit und Wohnbedürfnisse Älterer
4.4.3.1 Wohnzufriedenheit Älterer
4.4.3.2 Wohnbedürfnisse Älterer
4.5 ZUSAMMENFASSUNG
5. WOHNFORMEN UND WOHNKONZEPTE FÜR ÄLTERE
5.1 ETABLIERTE WOHNFORMEN
5.1.1 Die normale Wohnung
5.1.2 Das Altersheim
5.2 PROBLEME DES WOHNENS IM ALTER
5.3 WOHNEN MIT PROFESSIONELLER UNTERSTÜTZUNG
5.3.1 Betreutes Wohnen
5.3.1.1 Wesentliche Merkmale
5.3.1.2 Nutzerstruktur
5.3.1.3 Angebotsentwicklung
5.3.1.4 Geeignete Wohnform für Ältere?
5.4 WOHNEN MIT TECHNISCHER UNTERSTÜTZUNG
5.4.1 Barrierefreie/Angepasste Wohnung
5.4.1.1 Wesentliche Merkmale
5.4.1.2 Nutzerstruktur
5.4.1.3 Angebotsentwicklung
5.4.1.4 Geeignete Wohnform für Ältere?
5.4.2 Intelligentes Wohnen
5.4.2.1 Wesentliche Merkmale
5.4.2.2 Nutzerstruktur
5.4.2.3 Angebotsentwicklung
5.4.2.4 Geeignete Wohnform für Ältere?
5.5 WOHNEN IN GEMEINSCHAFT
5.5.1 Sun City
5.5.1.1 Wesentliche Merkmale
5.5.1.2 Nutzerstruktur
5.5.1.3 Angebotsentwicklung
5.5.1.4 Geeignete Wohnform für Ältere?
5.5.2 Wohn- und Hausgemeinschaften für Ältere
5.5.2.1 Wesentliche Merkmale
5.5.2.2 Nutzerstruktur
5.5.2.3 Angebotsentwicklung
5.5.2.4 Geeignete Wohnform für Ältere?
5.5.3 Mehrgenerationenwohnen
5.5.3.1 Wesentliche Merkmale
5.5.3.2 Nutzerstruktur
5.5.3.3 Angebotsentwicklung
5.5.3.4 Geeignete Wohnform für Ältere?
5.6 ZUSAMMENFASSUNG
6. FALLBEISPIELE
6.1 HAUS WABE
6.1.1 Entstehungshintergrund
6.1.2 Angebot
6.1.3 Bewohner
6.2 HAMELNER WOPRO
6.2.1 Entstehungshintergrund
6.2.2 Angebot
6.2.3 Bewohner
6.3 ZUSAMMENFASSUNG
7. SCHLUSSBEWERTUNG UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht unter der Forschungsfrage „Welche Wohnformen und Wohnkonzepte sind für eine alternde Bevölkerung geeignet?“, wie die soziodemografische Situation der Senioren in Deutschland aussieht, welche Wohnmodelle existieren und inwiefern diese den besonderen Lebensumständen älterer Menschen gerecht werden.
4.4.1 Die Bedeutung des Wohnens im Alter
Im Alter wird der Alltag viel stärker als in anderen Lebensabschnitten durch das Wohnen geprägt. Die Mobilität nimmt ab und die Umweltabhängigkeit, im Sinne einer Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Umgebung, nimmt zu.
Ältere Menschen verbringen zwanzig bis einundzwanzig Stunden des Tages zu Hause. Dieser Rückzug in die eigene Wohnung ist aber nicht immer frei gewählt: Gesundheitliche Einschränkungen, wie schlechtere Motorik oder geringeres Seh- und Hörvermögen, sind Ursache dieses Verhaltens. Auch Mängel in der Erreichbarkeit verschiedener Freizeiteinrichtungen und Fehlplanungen im Verkehrssystem, wie zum Beispiel eine zu große Distanz zu Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs, können für einen stärkeren Rückzug ins Private verantwortlich gemacht werden.
Die Wohnung und der Wohnort erfahren also eine verstärkte Funktion als Lebensmittelpunkt und zugleich eine veränderte Bedeutung. An dieser Stelle soll aber zunächst auf die Bedeutung des Wohnens für den Menschen eingegangen werden.
1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die Auswirkungen des demografischen Wandels in Deutschland auf Politik, Medien und Gesellschaft sowie die Notwendigkeit, sich mit den Wohnbedürfnissen einer alternden Bevölkerung auseinanderzusetzen.
2. DIE BEVÖLKERUNG IN DEUTSCHLAND: Dieses Kapitel analysiert die demografische Entwicklung bis 2050, insbesondere die Faktoren Fertilität, Migration und Lebenserwartung sowie deren regionale Unterschiede.
3. ALTERUNG UND SCHRUMPFUNG DER BEVÖLKERUNG ALS (KOMMUNAL-)POLITISCHE HERAUSFORDERUNG: Die Arbeit erörtert, wie Kommunen und Länder auf den demografischen Druck reagieren müssen, und untersucht dabei Auswirkungen auf Infrastruktur sowie wohnungspolitische Steuerungsansätze.
4. LEBEN IM ALTER: Der Hauptteil beschreibt die Lebenssituation Älterer, von den Definitionen des Alters bis hin zu spezifischen Herausforderungen wie Demenz, Pflegebedarf und der materiellen Lage im Alter.
5. WOHNFORMEN UND WOHNKONZEPTE FÜR ÄLTERE: Dieses Kapitel vergleicht etablierte Wohnformen mit alternativen Konzepten wie Betreutem Wohnen, intelligentem Wohnen und verschiedenen Gemeinschaftswohnformen anhand eines festgelegten Kriteriensystems.
6. FALLBEISPIELE: Zwei konkrete Projekte – das „Haus Wabe“ in Stuttgart und das „Hamelner WOPRO“ – dienen dazu, die theoretischen Ansätze der Haus- und Wohngemeinschaften an der Realität zu überprüfen.
7. SCHLUSSBEWERTUNG UND AUSBLICK: Das Fazit resümiert die Ergebnisse der Arbeit, betont die Notwendigkeit eines interdisziplinären Forschungsansatzes und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und den weiteren Forschungsbedarf.
Demografischer Wandel, Altenquotient, Wohnen im Alter, Altersgerechte Wohnformen, Betreutes Wohnen, Barrierefreies Wohnen, Mehrgenerationenwohnen, Demenz, Pflegebedarf, Lebenszufriedenheit, Person-Umwelt-Interaktion, Kommunalpolitik, Wohnungsmarkt, Hausgemeinschaften, Wohnberatung
Die Diplomarbeit befasst sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Wohnsituation älterer Menschen in Deutschland und sucht nach geeigneten Wohnkonzepten für diese Altersgruppe.
Die Arbeit verknüpft demografische Analysen mit sozial- und kommunalpolitischen Herausforderungen und untersucht insbesondere psychologische sowie ökonomische Aspekte des Wohnens im Alter.
Das Ziel ist es, auf Basis der aktuellen soziodemografischen Situation zu klären, welche Wohnformen und Wohnkonzepte für Ältere geeignet sind, um ein selbstständiges und würdevolles Leben zu ermöglichen.
Der Autor stützt sich auf eine Literatur- und Datenanalyse (Statistisches Bundesamt, Studien zur Gerontologie) und ergänzt diese durch zwei qualitative Fallbeispiele, für die Interviews mit Projektverantwortlichen geführt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der demografischen Herausforderungen für Kommunen, eine detaillierte Beschreibung der Lebenssituation Älterer sowie eine systematische Bewertung verschiedener Wohnkonzepte nach fünf Kriterien.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie demografischer Wandel, Altern der Gesellschaft, barrierefreies Wohnen, Mehrgenerationenwohnen und die Person-Umwelt-Interaktion nach Lawton definiert.
Dieses theoretische Modell ist zentral, da es erklärt, wie die physische Wohnumgebung und die individuellen Kompetenzen des Älteren zusammenwirken, um Wohlbefinden oder negative Emotionen zu erzeugen.
Sie dienen als praktische Verifizierung, um zu zeigen, wie die theoretisch untersuchten Konzepte (Mehrgenerationenwohnen und Hausgemeinschaft) in der Realität umgesetzt werden und wo ihre Grenzen liegen.
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