Studienarbeit, 2018
86 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Forschungslücke
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Werbung
2.1 Werbung im Kontext der Marketinginstrumente
2.2 Grundlagen der Werbung als Kommunikationsinstrument
2.2.1 Definitorische Abgrenzung
2.2.2 Ziele und Funktionen von Werbemaßnahmen
2.2.2.1 Betrachtungsweise der Werbenden
2.2.2.2 Betrachtungsweise der Konsumenten
2.2.3 Markeneinstellung, Markenimage und Kaufabsicht als Zielgrößen
2.2.4 Werbewirkungsmodelle
2.2.4.1 Klassische Hierarchiemodelle
2.2.4.2 Erweiterte Wirkungsmodelle
2.2.5 Klassifikation von Werbeträgern und Werbemitteln
2.3 Entwicklung zum Content Marketing
3 Storytelling
3.1 Grundlagen des Storytellings
3.1.1 Abgrenzung der Begrifflichkeiten
3.1.2 Theoretische Ansätze der Narratologie
3.2 Merkmale von Geschichten
3.2.1 Konstitutive Merkmale der Handlung
3.2.2 Konstitutive Merkmale der Darstellung
3.2.3 Emotionalität und Realität als intermediäre Merkmale
3.3 Psychologische Wirkungsweisen von Storys
4 Storytelling als Marketinginstrument
4.1 Stand der empirischen Forschung
4.2 Entwicklung der Hypothesen
5 Empirische Untersuchung
5.1 Forschungsdesign
5.2 Methodik der Untersuchung
5.2.1 Konstruktion der Experimentalszenarien
5.2.2 Aufbau des Fragebogens
5.2.3 Pretest
5.3 Durchführung der empirischen Untersuchung
5.4 Auswertung der Ergebnisse
5.4.1 Validität und Reliabilität
5.4.2 Markeneinstellung
5.4.3 Markenimage
5.4.4 Kaufabsicht
5.5 Überprüfung der Hypothesen
6 Schlussbetrachtung
6.1 Zusammenfassung und Implikationen für die Praxis
6.2 Limitationen der Arbeit
6.3 Künftiger Forschungsbedarf
Diese Arbeit untersucht die Wirksamkeit von Storytelling als Marketinginstrument, insbesondere in Hinblick auf die Stärkung der Markeneinstellung, des Markenimages und der Kaufabsicht bei Konsumenten in gesättigten Märkten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie sich der Grad an Emotionalität und Realität in narrativen Werbebotschaften auf die Wahrnehmung der Konsumenten auswirkt.
3.1 Grundlagen des Storytellings
Das Erzählen von Geschichten gibt es vermutlich so lange wie die Menschheit. Bereits vor Jahrtausenden gab es Geschichten in Form von Höhlenmalereien, Wandbildern und Erzählungen am Lagerfeuer (Herbst 2011, S. 14). Später entstanden altgriechische Mythologien, mittelalterliche Dichtungen, Märchen sowie Sagen und in der Gegenwart können Geschichten auch durch den Einsatz moderner Medien in Form von Texten, Bildern oder Videos erzählt werden. Geschichten stellen Botschaften und Informationen anschaulich dar, können Zuversicht geben, Moral und Ethik vermitteln oder der Unterhaltung dienen (Dietrich, Schmidt-Bleeker 2013, S. 11). In sämtlichen Kulturen und Gesellschaften ist das Erzählen von Geschichten ein Bestandteil der zwischenmenschlichen Kommunikation, mit dem Ereignisse, Erlebnisse und Erfahrungen beschrieben, verarbeitet und weitergegeben werden. Informationen, Fakten und Eindrücke werden dadurch gedanklich organisiert und in einen Zusammenhang gebracht.
Da das Erzählen von Geschichten unmittelbar mit der Entwicklung der Menschheit verbunden ist und noch heute ein Grundbedürfnis unabhängig vom kulturellen, historischen oder sozialen Umfeld darstellt, wird der Mensch in diesem Zusammenhang auch als „homo narrens“ bezeichnet (Fisher 1984, S. 1). Daher kann es als eine der ältesten Methoden zum Wissenstransfer angesehen werden. In unterschiedlichen Kulturen geben Generationen von Menschen ihre Erfahrungen sowie moralische Werte und Normen an Nachkommen weiter, um Gefahren zu vermeiden und positive Erlebnisse zu erfahren (Herbst 2011, S. 14). In der Kommunikation des Alltags erzählen sich Menschen von Erfolgen, Hoffnungen, Ängsten, Ideen oder Visionen aus der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft (Kleine Wieskamp 2016, S. 3). Das gesamte menschliche Leben ist durch Geschichten gekennzeichnet, die einzelne Lebensabschnitte beschreiben und den Werdegang veranschaulichen.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Herausforderungen in gesättigten Märkten und führt in die Problematik der Informationsflut ein, die den Einsatz von Storytelling als Lösungsansatz rechtfertigt.
2 Werbung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Werbung als Marketinginstrument sowie verschiedene Werbewirkungsmodelle und deren Klassifizierung.
3 Storytelling: Hier werden die Grundlagen, narratologische Ansätze sowie konstitutive und intermediäre Merkmale von Geschichten detailliert dargestellt.
4 Storytelling als Marketinginstrument: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit dem Marketingkontext und beleuchtet den aktuellen Stand der Forschung.
5 Empirische Untersuchung: Dieser Teil beschreibt das experimentelle Design, die Konstruktion der Werbeszenarien, die Durchführung sowie die Analyse der gewonnenen Studiendaten.
6 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Untersuchung und leitet Implikationen für die Praxis ab.
Storytelling, Werbung, Marketing, Markeneinstellung, Markenimage, Kaufabsicht, Emotionalität, Realität, Kommunikationsinstrument, Narratologie, empirische Untersuchung, Werbewirkung, Konsumentenverhalten, Content Marketing, Markenführung.
Die Arbeit analysiert Storytelling als Methode der werblichen Kommunikation und deren Fähigkeit, Marken in einem von Informationsflut und Skepsis geprägten Umfeld positiv zu differenzieren.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Werbung, die narratologischen Prinzipien des Storytellings sowie die Messung psychologischer Wirkungen wie Markeneinstellung und Kaufabsicht.
Das Ziel ist die Untersuchung des Effekts, den der Grad an Emotionalität und Realität in Geschichten auf die Wahrnehmung der Konsumenten gegenüber einer Marke hat.
Die Arbeit nutzt ein experimentelles Forschungsdesign mit vier manipulierten Werbeszenarien, die mittels einer Online-Umfrage unter 150 Probanden getestet und statistisch mittels Varianzanalysen ausgewertet wurden.
Der Hauptteil beleuchtet zunächst die theoretischen Werbungs- und Storytelling-Grundlagen, um anschließend das experimentelle Studiendesign und die Auswertung der empirischen Ergebnisse darzulegen.
Wesentliche Begriffe sind Storytelling, Markenimage, Kaufabsicht, Emotionalität, Realität, Werbewirkung und Konsumentenverhalten.
Die Realität dient als authentifizierendes Merkmal, welches die Glaubwürdigkeit der erzählten Markengeschichte erhöht und somit die positive Wirkung auf das Markenimage unterstützt.
Für die Praxis zeigt die Untersuchung, dass eine Kombination aus hoher Emotionalität und hoher Realität in Markengeschichten am effektivsten ist, um sowohl die Einstellung als auch die Kaufabsicht der Konsumenten positiv zu beeinflussen.
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