Bachelorarbeit, 2016
77 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Human-Robot-Interaction
2.1.1 Soziale Robotik
2.1.2 Akzeptanz von Robotern
2.2 Ultimatum-Spiel
3 Untersuchungsgegenstand und Hypothesen
3.1 Informationen zum Untersuchungsgegenstand
3.2 Hypothesen
4 Experimentdesign
4.1 Allgemeine Informationen
4.2 Versuchsaufbau
4.2.1 Treatment Roboter als Vermittler (R)
4.2.2 Treatment Face-to-Face (F)
4.2.3 Treatment Anonym (A)
4.3 Technische Implementierung
4.3.1 NAO-Roboter
4.3.2 Programmierung
4.4 Durchführung
4.4.1 Auswahl der Teilnehmer
4.4.2 Experimentablauf
4.4.3 Auszahlung
5 Vergleich und Auswertung der Ergebnisse
5.1 Stichprobenbeschreibung
5.2 Entscheidungsverhalten der Spieler
5.2.1 Forderungsverhalten Spieler A
5.2.2 Annahmeverhalten Spieler B
5.3 Vergleich der Treatments
5.3.1 Durchschnittliche Forderung Spieler A
5.3.2 Annahmequote Spieler B
5.4 Auswertung der Hypothesen
5.4.1 Allgemeine Information
5.4.2 Auswertung Spieler A
5.4.3 Auswertung Spieler B
5.5 Auswertung und Beobachtung der Mensch-Roboter-Interaktion
5.5.1 Auswertung der offenen Fragen
5.5.2 Beobachtung der Probanden
5.6 Vergleich mit bisherigen Studien
6 Schluss
6.1 Kritische Würdigung der Arbeit
6.2 Zusammenfassung
6.3 Fazit
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht experimentell, ob und wie die Einbindung eines humanoiden Roboters als Intermediär in einem Ultimatum-Spiel das Entscheidungsverhalten menschlicher Probanden beeinflusst. Hierzu wurde das klassische Spielkonzept durch ein Roboter-Treatment sowie zwei Kontroll-Treatments (Anonym und Face-to-Face) erweitert und mittels statistischer T-Tests und Zweistichprobentests ausgewertet.
2.1.1 Soziale Robotik
Im vorherigen Abschnitt wurde erläutert, dass Roboter heutzutage in diversen Gebieten eingesetzt werden. Der folgende Teil der Arbeit konzentriert sich auf soziale Robotik die in das menschliche Umfeld eingesetzt und integriert werden soll. Bartneck und Forlizzi definieren den Begriff wie folgt:
„A social robot is an autonomous or semi-autonomous robot that interacts and communicates with humans by following the behavioral norms expected by the people with whom the robot is intended to interact.“ (Bartneck & Forlizzi, 2004, S. 592)
Diese Definition besagt indirekt, dass ein social robot eine physische Verkörperung besitzt und eigenständig ist. Im Falle eines teilautonomen Roboters, kann dieser als sozial definiert werden, wenn er ein akzeptables Maß von gesellschaftlichen Normen für die Kommunikation beherrscht. Zudem ist von enormer Wichtigkeit, dass Roboter mit Menschen interagieren und kommunizieren, damit sie nach dieser Definition als social robots akzeptiert werden (Bartneck & Forlizzi, 2004, S. 592). Dautenhahn geht einen Schritt weiter und definiert, welche grundlegende Funktionen ein social robot mit sich bringen sollte:
Lernfähigkeit, Emotionen zeigen und erkennen, soziale Kontakte aufbauen und aufrecht halten, verbale und nonverbale Kommunikation beherrschen und erkennen, eine/n ausgeprägte/n Persönlichkeit und Charakter vorweisen und soziale Kompetenzen erlernen und selbständig weiterentwickeln (Dautenhahn, 2007, S. 684).
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die technologische Entwicklung von Robotern ein und formuliert die Forschungsfrage zum Einfluss eines robotischen Intermediärs auf menschliche Entscheidungen im Ultimatum-Spiel.
2 Theoretische Grundlagen: Es werden die Forschungsfelder der Mensch-Roboter-Interaktion sowie die spieltheoretischen Grundlagen und Regeln des Ultimatum-Spiels ausführlich erläutert.
3 Untersuchungsgegenstand und Hypothesen: Basierend auf bisherigen Studien zum Verhalten gegenüber Robotern werden Forschungsfragen definiert und Hypothesen zum Verhalten von Proposern und Respondern in drei unterschiedlichen Test-Settings aufgestellt.
4 Experimentdesign: Dieser Teil beschreibt detailliert den Versuchsaufbau der drei Treatments (Roboter, Face-to-Face, Anonym), die technische Realisierung des NAO-Roboters und die Durchführung der empirischen Untersuchung.
5 Vergleich und Auswertung der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden deskriptiv und statistisch analysiert, um Unterschiede im Entscheidungsverhalten der Probanden in den verschiedenen Szenarien zu prüfen.
6 Schluss: Die Arbeit endet mit einer kritischen Würdigung der Methodik, einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Fazit über den tatsächlichen Einfluss des Roboters auf die menschliche Entscheidungsgewalt.
Ultimatum-Spiel, Roboter, Spieltheorie, Mensch-Roboter-Interaktion, Soziale Robotik, Uncanny Valley, Experimentelle Untersuchung, NAO, Entscheidungsverhalten, Akzeptanz, Intermediär, Statistik, T-Test, Proposer, Responder
Die Arbeit untersucht, ob ein humanoider Roboter, der als Vermittler in einem Ultimatum-Spiel auftritt, das Entscheidungsverhalten von Menschen beeinflusst.
Die Schwerpunkte liegen auf den Gebieten der Mensch-Roboter-Interaktion, der Spieltheorie und der empirischen Verhaltensforschung.
Das Ziel ist es zu analysieren, ob sich die Annahme- und Forderungsraten in einem Ultimatum-Spiel signifikant unterscheiden, wenn ein Roboter die Verhandlung vermittelt, anstatt sie anonym oder direkt (Face-to-Face) zu führen.
Es wurde eine experimentelle Untersuchung mit 90 Spielpaaren durchgeführt, wobei die quantitativen Daten mittels T-Tests und Zweistichprobentests statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die Beschreibung des experimentellen Aufbaus (inkl. Technik und Durchführung), die statistische Auswertung der Ergebnisse sowie einen Vergleich mit existierenden Studien.
Zentrale Begriffe sind das Ultimatum-Spiel, Mensch-Roboter-Interaktion, Uncanny Valley und der Einsatz von humanoiden Robotern als Vermittler.
Die statistische Auswertung ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Test-Gruppen, was darauf hindeutet, dass der Roboter die eigentliche ökonomische Entscheidung der Probanden nicht maßgeblich beeinflusst hat.
Ein Großteil der Teilnehmer äußerte sich positiv („süß“, „faszinierend“), fühlte sich jedoch mehr durch den Roboter unterhalten oder beobachtet, als dass sie dessen Anwesenheit als ausschlaggebend für ihre finanzielle Entscheidung ansahen.
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