Bachelorarbeit, 2017
78 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Volkswirtschaftliche Funktionen und Tätigkeiten von Banken
3 Finanzkrise von 2007/2008
4 Einführung in die Bankenrefinanzierung
5 Refinanzierungsquellen europäischer Banken
5.1 Kurzfristige Refinanzierung über den Geldmarkt
5.1.1 Eurosystem
5.1.2 Handelsgeldmarkt
5.2 Eigenfinanzierung
5.3 Einlagenfinanzierung
5.4 Kapitalmarktbasierte Refinanzierung
5.4.1 Asset Backed Securities
5.4.2 Covered Bonds/ Pfandbriefe
5.4.3 Unbesicherte Bankschuldverschreibungen
6 Auswirkungen der Finanzkrise auf die Refinanzierung
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der globalen Finanzkrise von 2007/2008 auf die Refinanzierung europäischer Banken, um zu belegen, dass die Krise die Refinanzierungsstrukturen nachhaltig verändert hat und moderne Banken vor neue strategische Herausforderungen stellt.
Die Entstehung der Finanzkrise
Die Ursachen der globalen Finanzkrise von 2007/2008 sind sehr vielfältig und bereits auf die Jahre vor 2007 zu datieren. Eine Ursache sehen viele Experten in den Zinssenkungen des Federal Reserve System (FED) ab dem Jahr 2001. Um nach dem Zusammenbruch der „New Economy“ und den Terroranschlägen vom 11. September 2001 Investitionen zu unterstützen und das Wirtschaftswachstum zu fördern, senkte die US-amerikanische Notenbank ihren Leitzins zwischen dem 03.01.2001 und dem 11.12.2001 von 6 % auf 1,75 % und weiter bis zum 25.06.2003 auf 1 %. Durch den niedrigen Leitzins konnten sich in den USA zunehmend Privatpersonen günstige Darlehen zur Eigenheimfinanzierung leisten. Die ansteigende Häusernachfrage führte zeitgleich zu einem Immobilienboom, indem die Immobilienpreise stiegen und eine Spekulationsblase formten.
Da der amerikanische „Prime“- Kreditmarkt zum größten Teil gesättigt war, erschloss sich im „Subprime“- Segment eine neue Kundengruppe für Kreditgeber. Dieser Teil des US-Kreditmarkts beinhaltet, im Gegensatz zum „Prime“- Segment, die Schuldner mit schlechter Bonität, bei denen das Kreditausfallrisiko am höchsten ist. Bezeichnet wurden diese Darlehensnehmer später als Ninjas für „No Income, no Job, no Assets“, also Personen mit geringem oder keinem Einkommen. Die anfangs günstigen Hypothekenkredite wurden ihnen mit niedrigen, variablen Zinsen angeboten, um mögliche Immobilienkäufe zu finanzieren. Die Immobilienbesitzer profitierten von den niedrigen Darlehenszinsen und die Kreditgeber von den gestiegenen Wiederverkaufswerten der Immobilien bei Kreditausfall. Wie Abbildung 1 zeigt, verdoppelte sich die Anzahl der jährlichen Hypothekenkredite im „Subprime“-Segment zwischen 2003 und 2006 von circa 300 Mrd. US-Dollar auf knapp 600 Mrd. US-Dollar jährlich. Mit einem Höchstwert von 23,5 % fielen im Jahr 2006 fast ein Viertel aller Hypothekendarlehen auf den „Subprime“-Markt.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der globalen Finanzkrise, Formulierung der Forschungsfrage zur Veränderung der Bankenrefinanzierung sowie Vorstellung der Hypothese und Methodik.
2 Volkswirtschaftliche Funktionen und Tätigkeiten von Banken: Erläuterung der Bedeutung von Banken als Finanzintermediäre, ihrer Funktionen (Losgrößen-, Fristen- und Risikotransformation) sowie deren Bedeutung für die Stabilität des Wirtschaftskreislaufs.
3 Finanzkrise von 2007/2008: Analyse der Ursachen der Finanzkrise, beginnend bei der US-Subprime-Krise über die Rolle von SIVs und Verbriefungen bis hin zum Zusammenbruch des Interbankenmarktes.
4 Einführung in die Bankenrefinanzierung: Erörterung der Grundlagen der Bankenrefinanzierung, der Notwendigkeit einer Liquiditätspolitik und der Abgrenzung zu allgemeinen Unternehmensfinanzierungsprozessen.
5 Refinanzierungsquellen europäischer Banken: Detaillierte Darstellung der Refinanzierungsmöglichkeiten über den Geldmarkt (Eurosystem, Handelsgeldmarkt), Eigenfinanzierung und kapitalmarktbasierte Instrumente (ABS, Pfandbriefe, unbesicherte Anleihen).
6 Auswirkungen der Finanzkrise auf die Refinanzierung: Analyse der krisenbedingten Trends, des Rückgangs des Wholesale Fundings sowie der Auswirkungen neuer Regulierungen wie Basel III auf die Refinanzierungsstrategien europäischer Banken.
7 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, Bestätigung der Hypothese über die nachhaltige Veränderung der Refinanzierung und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bankensektor.
Finanzkrise 2007/2008, Bankenrefinanzierung, Eurosystem, Geldmarkt, Kapitalmarkt, Asset Backed Securities, Covered Bonds, Pfandbriefe, Basel III, Liquidität, Fristentransformation, Eigenkapital, Wholesale Funding, Einlagenfinanzierung, Risikotransformation.
Die Arbeit untersucht, wie sich die globale Finanzkrise von 2007/2008 auf die Refinanzierung europäischer Banken ausgewirkt hat und inwiefern diese Krise zu einem nachhaltigen Wandel der Finanzierungsstrukturen führte.
Die Schwerpunkte liegen auf den volkswirtschaftlichen Funktionen von Banken, der Analyse der Finanzkrise, den verschiedenen Refinanzierungsinstrumenten (Einlagen, Geldmarkt, Kapitalmarkt) sowie dem regulatorischen Umfeld unter Basel III.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Auswirkungen die Krise auf die Refinanzierung europäischer Banken hatte, um zu prüfen, ob sich diese Refinanzierung durch die Ereignisse seit 2007 nachhaltig verändert hat.
Der Autor führt eine literaturbasierte Analyse durch, die durch die Auswertung von Branchenanalysen, Berichten von Zentralbanken und aktuellen Fachpublikationen gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Bankenrefinanzierung, eine detaillierte Vorstellung der Refinanzierungsquellen im Euroraum und eine anschließende Analyse der krisenbedingten Verschiebungen in der Finanzierungsstruktur.
Wichtige Begriffe sind Finanzkrise, Bankenrefinanzierung, Eurosystem, Basel III, Asset Backed Securities (ABS) und Covered Bonds.
Aufgrund der Rolle von ABS als Mitauslöser der Finanzkrise sank das Vertrauen der Anleger in diese Produkte; zudem wurden die Emissionsvolumina durch die Krise drastisch reduziert und die Anforderungen an die Transparenz und Qualität der unterlegten Forderungen gestiegen.
Das Eurosystem fungiert als zentrale Instanz, die durch expansive Geldpolitik, niedrige Leitzinsen und spezielle Ankaufprogramme (APP) den Banken Liquidität bereitstellt und deren Refinanzierung unter schwierigen Marktbedingungen stützt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

