Masterarbeit, 2018
80 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Zielstellung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Historische Entwicklung der Fachdidaktik
2.2 Fachdidaktische Konzepte im Sport
2.3 Eine Klassifizierung nach Balz
2.3.1 Das konservative Konzept
2.3.2 Das alternative Konzept
2.3.3 Das intermediäre Konzept
3. Tischtennis im intermediären Konzept
3.1 Tischtennis und das intermediäre Konzept im Kernlehrplan
3.2 Die pädagogischen Perspektiven im Sportspiel „Tischtennis“
3.2.1 Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern
3.2.2 Sich körperlich ausdrücken, Bewegung gestalten
3.2.3 Etwas wagen und verantworten
3.2.4 Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen
3.2.5 Kooperieren, wettkämpfen und sich verständigen
3.2.6 Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln
4. Fazit
4.1 Kritik und Ausblick
4.2 Chancen und Risiken des intermediären Konzeptes
4.3 Diskussion
Die Arbeit untersucht, wie ein mehrperspektivischer Sportunterricht am Beispiel der Sportart Tischtennis in einer zwölfteiligen Unterrichtsreihe umgesetzt werden kann, um den Anforderungen des Kernlehrplans NRW sowie dem Konzept nach Eckart Balz gerecht zu werden.
3.2.1 Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrungen erweitern
Die zentralen Punkte dieser pädagogischen Perspektiven lauten zweifelsohne erstens Wahrnehmungsfähigkeit und zweitens Bewegungserfahrung, wobei jeweils beides optimiert werden soll. Die Wahrnehmungsfähigkeit eines Menschen kann an den Aufgaben weiterentwickelt werden, die er an seine Sinne richtet (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, 2014). In dem heutigen, vor allem für die SuS typischen Leben beschränkt sich die Wahrnehmung hauptsächlich auf Formen des Sehens und Hörens. Die meisten anderen Sinne werden vernachlässigt, was es zu einer Herausforderung für die Schule macht, dem entgegenzuwirken und auch die übrigen Sinne zu fördern. Die Ansprache aller Sinne solle das Lernen und die allgemeine Lernfähigkeit fördern, was für alle Schulfächer- und Stufen gelte, so die Rahmenvorgaben (vgl. ebd.). Durch gezielt gestellte Bewegungsaufgaben im Sport lassen sich vielfältige Anforderungen an die Wahrnehmungsfähigkeit der SuS stellen.
Dies kann auf vestibulärer, kinästhetischer oder taktiler Art erfolgen. Aufgaben, welche zum Beispiel die Anforderung an Gleichgewichts- und Spannungsregulierung, Auge-Hand-Koordination und räumliches Sehen stellen, sind aufgrund der Tatsache, dass sie das Bewegungskönnen und die Wahrnehmungsfähigkeit im Kindes- und Jugendalter besonders schulen, für den Schulsport unverzichtbar (vgl. Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, 2014). Da Bewegung in der Wissenschaft als der fundamentale Zugang zur Erfahrung des Selbst und der Welt gesehen wird, sollte der spielerische und erforschende Umgang mit der materialen Umgebung und die Körpererfahrung durch Bewegungsaufgaben nicht weniger intensiv thematisiert werden, als Technikschulungen im Sport (vgl. ebd.).
1. Einleitung: Vorstellung der Ausgangssituation, der Zielsetzung sowie des Aufbaus der Arbeit im Kontext des mehrperspektivischen Sportunterrichts.
2. Theoretischer Hintergrund: Erläuterung der Didaktik und Fachdidaktik, ihrer historischen Entwicklung und Klassifizierung verschiedener Konzepte nach Balz.
3. Tischtennis im intermediären Konzept: Übertragung des intermediären Konzepts und der sechs pädagogischen Perspektiven auf das Sportspiel Tischtennis anhand von Stundenverlaufsplänen.
4. Fazit: Resümee der Arbeit, kritische Reflexion des methodischen Vorgehens sowie Diskussion der Chancen und Risiken des intermediären Konzepts.
Sportunterricht, mehrperspektivischer Unterricht, Tischtennis, Fachdidaktik, intermediäres Konzept, Schulsport, pädagogische Perspektiven, Kernlehrplan, Handlungsfähigkeit, Bewegungserfahrung, Körpererfahrung, Bewegungsgestaltung, Kooperation, Gesundheitsförderung
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Umsetzung eines mehrperspektivischen Sportunterrichts am Beispiel der Sportart Tischtennis für die siebte Jahrgangsstufe.
Im Zentrum stehen die Fachdidaktik des Sports, das intermediäre Konzept nach Eckart Balz sowie die Integration der sechs pädagogischen Perspektiven nach Dietrich Kurz.
Es soll untersucht werden, ob und wie eine Unterrichtsreihe zum Thema Tischtennis gestaltet werden kann, die alle sechs pädagogischen Perspektiven gleichermaßen berücksichtigt.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung bestehender Fachdidaktik-Konzepte und entwickelt darauf basierend fiktive Stundenverlaufspläne als methodische Umsetzungsvorschläge.
Der Hauptteil widmet sich der systematischen Anwendung des intermediären Konzepts auf das Sportspiel Tischtennis, unterteilt in die sechs spezifischen pädagogischen Perspektiven.
Wichtige Begriffe sind mehrperspektivischer Sportunterricht, Fachdidaktik, intermediäres Konzept, pädagogische Perspektiven und Schulsport.
Als Partnerspiel ohne Körperkontakt bietet Tischtennis vielfältige Möglichkeiten, die verschiedenen Sinnperspektiven wie Leistung, Kooperation oder Gesundheitsförderung durch Regel- und Spielvariationen abzubilden.
Sie dienen der Veranschaulichung, wie das Akzentuieren einzelner pädagogischer Perspektiven in der Praxis aussehen kann, und machen Stärken sowie Umsetzungsschwierigkeiten sichtbar.
Reflexionsphasen werden als essenzielles Prinzip erziehenden Sportunterrichts hervorgehoben, um Schülern die Sinngebungen des Sports transparent zu machen.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die konsequente Integration aller sechs Perspektiven in Tischtennis zwar möglich, aber didaktisch anspruchsvoll ist und stark von der Lerngruppe abhängt.
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