Magisterarbeit, 2003
148 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Vorgehensweise
3. Die Textsorte Interview
3.1 Merkmale des Interviews
3.1.1 Veröffentlichung
3.1.2 Dialogische Struktur
3.1.3 Rangunterschied
3.2 Merkmale des Interviews aus linguistischer Sicht
3.3 Abgrenzung des Interviews vom Gespräch
3.4 Interviewarten und ihre Funktionen
3.5 Authentizität des Interviews
4. Die Struktur des Interviews
4.1 Gesprächsstrukturen
4.2 Begriffsbestimmung „Frage“
4.2.1 Die Funktion der Frage
4.2.2 Die Bedeutung der Frage in der Sprechakttheorie
4.3 Fragearten
4.4 Begriffsbestimmung „Antwort“
5. Definitionen
5.1 Zeitschrift
5.2 Nachrichtenmagazin
6. Der Spiegel – Das deutsche Nachrichten-Magazin
6.1 Geschichte des Spiegel
6.2 Sprache des Spiegel
6.3 Merkmale des Spiegel-Interviews
7. Focus – Das moderne Nachrichtenmagazin
7.1 Geschichte des Focus
7.2 Sprache des Focus
7.3 Merkmale des Focus-Interviews
8. Vergleich der Eckdaten von Spiegel und Focus
8.1 Format
8.2 Zielgruppe
8.3 Sparteneinteilung
8.4 Wirtschaftlichkeit
9. Analyse von Interviews aus Spiegel und Focus
9.1 Methode
9.1.1 Textkorpus: Interviews aus Spiegel und Focus
9.2 Analyse der strukturellen Merkmale
9.2.1 Anzahl der Interviews
9.2.2 Umfang der Interviews
9.2.3 Zugehörigkeit nach Sparte
9.3 Analyse der Gestaltungsmerkmale
9.3.1 Überschrift
9.3.2 Gestalterische Elemente: Fotos, Zitate und Grafiken
9.3.3 Zusatztexte: Vorspann, Biografie bzw. Informationskasten
9.4 Zusammenfassung
10. Analyseschwerpunkt: Interviewführung
10.1 Methode
10.1.1 Das ausgewählte Korpus
10.2 Eröffnungssequenz
10.3 Gesprächsstrukturen
10.4 Fragetechniken
10.4.1 Fragearten
10.4.2 Sonderformen
10.5 Antworten
10.6 Zusammenfassung der Ergebnisse
11. Fazit
Die vorliegende Magisterarbeit setzt sich zum Ziel, die grundlegenden Unterschiede in der Darstellung und Führung der Textsorte "Interview" bei den beiden Nachrichtenmagazinen DER SPIEGEL und FOCUS herauszuarbeiten und zu analysieren. Dabei wird untersucht, inwiefern sich theoretische Ansätze journalistischer Interviewtechniken in der redaktionellen Praxis widerspiegeln und ob sich die Magazine durch spezifische Strategien der Interviewgestaltung voneinander differenzieren.
3.1 Merkmale des Interviews
Zunächst soll der Terminus Interview definiert werden. Der Ausdruck Interview kommt ursprünglich von dem französischen Verb „entrevoir“, welches mit „einander (kurz) sehen, sich begegnen, treffen“ übersetzt werden kann. Daraus entstand das Hauptwort „entreview“, das in seiner direkten Übersetzung „verabredete Zusammenkunft“ bedeutet. Mitte des vorigen Jahrhunderts übernahmen englische und später amerikanische Journalisten das Substantiv „Interview“.
In der wissenschaftlichen und journalistischen Fachliteratur ist eine konkrete Festlegung des Begriffs Interview jedoch umstritten. So sehen einige Autoren im Interview „nicht nur eine Darstellungsform, sondern auch eine Methode des Recherchierens.“ (Hervorhebung im Original) Andere Autoren gebrauchen den Terminus noch umfassender:
„Das Interview ist der wichtigste und umfassendste Bereich der journalistischen Tätigkeit. Ob der Journalist als Reporter oder als Auslandskorrespondent tätig ist, ob er Nachrichten sammelt oder einen Kommentar schreiben will – die Grundlage für all diese Tätigkeiten ist immer das Gespräch mit anderen Menschen, die Frage, das Interview.“
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Bedeutung des Interviews als journalistische Darstellungsform und die Relevanz des Vergleichs zwischen SPIEGEL und FOCUS.
2. Vorgehensweise: Darstellung der methodischen Vorgehensweise, gegliedert in einen theoretischen Teil und eine empirische Untersuchung der Interviews in den beiden Nachrichtenmagazinen.
3. Die Textsorte Interview: Definition des Begriffs Interview, Abgrenzung vom normalen Gespräch sowie linguistische und funktionale Einordnung.
4. Die Struktur des Interviews: Auseinandersetzung mit der Gesprächsstruktur, der Begriffsbestimmung von Frage und Antwort sowie verschiedenen Fragearten.
5. Definitionen: Begriffliche Einordnung und Abgrenzung der Konzepte „Zeitschrift“ und „Nachrichtenmagazin“.
6. Der Spiegel – Das deutsche Nachrichten-Magazin: Historischer Rückblick, sprachliche Analyse und Identifizierung spezifischer Merkmale der Spiegel-Interviews.
7. Focus – Das moderne Nachrichtenmagazin: Historische Entwicklung, sprachlicher Stil und die Besonderheiten des Interview-Formats beim Focus.
8. Vergleich der Eckdaten von Spiegel und Focus: Analyse der Rahmenbedingungen wie Format, Zielgruppe, Sparteneinteilung und wirtschaftliche Faktoren.
9. Analyse von Interviews aus Spiegel und Focus: Quantitative Auswertung und Untersuchung der strukturellen sowie formalen Gestaltungsmerkmale der Interviews.
10. Analyseschwerpunkt: Interviewführung: Qualitative Inhaltsanalyse der Gesprächsführung, Fragetechniken und Antwortmuster anhand ausgewählter Fallbeispiele.
11. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung der unterschiedlichen Strategien in den Gesamtkontext der journalistischen Praxis.
Journalismus, Interview, Nachrichtenmagazin, SPIEGEL, FOCUS, Fragetechnik, Inhaltsanalyse, Printmedien, Gesprächsführung, Interviewdesign, Medientheorie, Authentizität, Strukturvergleich, Sprachstil, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht das journalistische Interview als Darstellungsform in den Nachrichtenmagazinen DER SPIEGEL und FOCUS und vergleicht diese kritisch.
Im Zentrum stehen die strukturellen Unterschiede, die sprachliche Gestaltung sowie die praktischen Interviewtechniken und -taktiken der beiden Magazine.
Das Ziel ist es, aufzudecken, wie sich die theoretischen Anforderungen an journalistische Interviews in der redaktionellen Praxis der beiden Magazine unterscheiden und ob es signifikante Divergenzen in der Anwendung gibt.
Die Autorin nutzt sowohl eine quantitative Merkmalsauswertung zur strukturellen Analyse als auch eine qualitative Inhaltsanalyse (nach Mayring) zur tiefergehenden Untersuchung der Interviewführung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zur Textsorte "Interview", eine detaillierte Vorstellung und einen Eckdaten-Vergleich der Magazine sowie die konkrete Analyse von Interview-Korpora.
Wichtige Begriffe sind Medientransparenz, Rangunterschiede, Frage-Antwort-Strukturen, Mehrfachadressierung und die spezifischen redaktionellen Stile der Magazine.
Der SPIEGEL legt laut Analyse mehr Wert auf einen investigativen, ausführlichen Text und beharrt auf einer klaren Rangverteilung. Der FOCUS hingegen setzt verstärkt auf ein "Fernseh-Design" mit vielen visuellen Elementen, einer höheren Dynamik und kürzeren, unterhaltungsorientierteren Beiträgen.
Die Arbeit stellt fest, dass Interviews in Druckmedien oft ein "Kunstprodukt" sind, da Verschriftlichung, Glättung und Autorisierungsprozesse die ursprüngliche Gesprächssituation verändern.
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