Examensarbeit, 2017
147 Seiten
1. Problemstellung / Einleitung
2. Sachanalyse
2.1. Der Wert der biologischen Vielfalt
2.1.1. Die Welt-Zoo-Naturschutzstrategie
2.2. Naturschutz
2.3. Tierschutz
2.4. Artenschutz und Erhaltungszuchtprogramme
2.4.1. Artgerechte Haltung in zoologischen Gärten
2.4.2. Der Unterschied zwischen Tierschutz und Artenschutz
2.5. Die Ursachen für die Bedrohung und das Aussterben vieler Tierarten
2.5.1. Die Einteilung der Gefährdungsstufen durch die IUCN
2.6. Die Geschichte der zoologischen Gärten in Deutschland
2.6.1. Die vier Hauptaufgaben der zoologischen Gärten
2.7. Zootierhaltung
2.7.1. Das Problem der Wildtierhaltung im Dienste der Arterhaltung
2.7.2. Kriterien für eine erfolgreiche Zucht in zoologischen Gärten
2.7.3. Die Bedeutung der fehlenden natürlichen Selektion in zoologischen Gärten
2.8. Die Evolution und Kultur des Tierschutzes
2.8.1. Die frühgeschichtliche Entwicklung des Tierschutzes
2.8.2. Die Vielfalt des Tierschutzes
2.8.3. Die wichtigsten Tierschutzgesetze mit Tierschutzbegründungen
2.9. Das Erkennen tierischer Schmerzen, Leiden oder Schäden
2.9.1. Die Stellungnahme der deutschen zoologischen Gesellschaft zum Tierschutzgesetz
2.10. Die Ursprünge der Tierethik und das Problem des moralischen Wertes
2.11. Der anthropozentrische Standpunkt der Tierethik
2.11.1. Der pathozentrische Standpunkt
2.11.2. Der biozentrische Standpunkt
2.11.3. Der holistische Standpunkt
2.12. Utilitarismus nach Peter Singer
2.13. Zusammenfassung der unterschiedlichen Standpunkte
2.14. Zookritik
2.15. Tierversuche in der Forschung
2.16. Zusammenfassung/ Ausblick
3. Evaluation
3.1. Entwicklung des Fragebogens
3.2. Durchführung des Fragebogens
3.3. Ergebnisse der Umfrage
3.3.1. Demographische und persönliche Daten
3.3.2. Die allgemeinen Ergebnisse der 39 Fragen
3.3.3. Kategorisierung der Ergebnisse
3.4. Ziele der Ergebnisinterpretation
3.4.1. Ergebnisinterpretation der kategorisierten Ergebnisse
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von zoologischen Gärten im Spannungsfeld zwischen Arten- und Tierschutz. Ziel der Studie ist es, auf Basis einer theoretischen Analyse sowie einer quantitativen Umfrage unter Studenten der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main, die kontroversen Meinungen zu den Aufgaben und der Daseinsberechtigung von Zoos zu erforschen und Einblicke in die studentischen Einstellungen zu relevanten Themenbereichen des Natur- und Tierschutzes zu gewinnen.
2.1. Der Wert der biologischen Vielfalt
Lebewesen und Pflanzen bilden die Grundlage der menschlichen Existenz. Sie existieren seit Milliarden Jahren auf unserem Planeten und haben sich stets weiterentwickelt oder sind ausgestorben. Die ernsthafte Bedrohung der Vielfalt, der rapide Rückgang ganzer Tierarten, sowie der vom modernen Menschen verursachte Massentod vieler Tiere, nehmen ein ernstzunehmendes Ausmaß der Zerstörung an. Dies kann zu einer globalen Katastrophe und einer unmittelbaren Zerstörung der Lebensräume führen, weil die Populationen der Tiere und Pflanzen keine evolutive Erholung, geschweige denn Regeneration genießen können. So sind bis heute mehr als 50 Prozent des Regenwaldes abgeholzt, da unter anderem der Mensch auch nicht nachhaltig aufforstet.
Das Ergebnis dieses Prozesses sind eine stetige Abnahme der Biodiversität und die Vernichtung, sowie der Verlust vieler Tier- und Pflanzenarten. Die Existenz der biologischen Vielfalt ist akut bedroht, besonders in Gebieten, in denen sich der kommerzielle Abbau der biologischen Ressourcen enorm rentiert. Auf diese Weise werden in kurzer Zeit Lebensgemeinschaften und Regionen völlig zerstört, sodass nicht nur ihr ökologischer und ästhetischer Wert, sondern auch der Respekt und der Wert gegenüber diesen Lebensräumen verloren gehen. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Menschheit dieses globale Problem zu lösen, das allerdings durch die kapitalistische Denkweise der Industrieländer und den nicht nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen, erschwert wird. Der Mensch ist Bestandteil der Biosphäre und sollte mit ihr im Einklang stehen. Daher ist es notwendig zu der Erkenntnis zu kommen, dass der Mensch von der Natur abhängig ist und sie zum Überleben braucht, weil er sich sonst selbst vernichtet.
1. Problemstellung / Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den globalen Rückgang der biologischen Vielfalt und stellt die zentrale Problematik des Spannungsfelds zwischen Tierschutz, Artenschutz und den Aufgaben zoologischer Gärten dar.
2. Sachanalyse: Dieses umfangreiche Kapitel widmet sich den theoretischen Grundlagen der Biodiversität, der Geschichte der Zoos, verschiedenen tierethischen Standpunkten sowie der Tierschutzgesetzgebung und Zookritik.
3. Evaluation: Hier wird der methodische Aufbau der quantitativen Umfrage unter Studenten beschrieben, inklusive der Entwicklung des Fragebogens, der Durchführung und der detaillierten statistischen Auswertung der Ergebnisse.
4. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Ergebnisse der theoretischen und empirischen Analyse zusammen und resümiert die ethische sowie praktische Problematik der Zootierhaltung.
Artenschutz, Tierschutz, Biologische Vielfalt, Zoologische Gärten, Tierethik, Zootierhaltung, Arterhaltung, Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Tierversuche, Anthropozentrismus, Biodiversität, Umwelteinstellungen, Wildtierhaltung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle von zoologischen Gärten innerhalb des Konflikts zwischen Artenschutz (Erhalt von Populationen) und Tierschutz (Wohl des Individuums).
Zentrale Themen sind die Bedeutung der Biodiversität, die Geschichte und Hauptaufgaben von Zoos, tierethische Positionen, gesetzliche Grundlagen des Tierschutzes sowie Einstellungen zu Tierversuchen und nachhaltigem Verhalten.
Das Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Sachanalyse und einer Befragung von Studenten der Universität Frankfurt zu ergründen, wie das Spannungsfeld zwischen Arten- und Tierschutz im Kontext von Zoos bewertet wird.
Der Autor nutzt eine Kombination aus einer fundierten theoretischen Literaturanalyse sowie einem empirischen, quantitativen Forschungsansatz mittels einer Umfrage (Fragebogen) unter 400 Studierenden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfangreiche theoretische Analyse zu biologischen, rechtlichen und ethischen Aspekten sowie einen empirischen Teil, der die Einstellungen der Probanden in acht Kategorien statistisch auswertet.
Die wichtigsten Begriffe sind Tierschutz, Artenschutz, Zoologische Gärten, Tierethik, Biodiversität und die kritische Auseinandersetzung mit der Gehegehaltung von Wildtieren.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Artenschutzpopulationen erhalten möchte, während Tierschutz das Wohl des Individuums fokussiert, was in Zoos regelmäßig zu Zielkonflikten führt, etwa bei der Bestandsregulierung oder Euthanasie.
Die Umfrage ergab kein eindeutiges Stimmungsbild; viele Probanden befürworten zwar den Artenschutzauftrag, kritisieren jedoch gleichzeitig die häufig nicht artgerechten Haltungsbedingungen in Zoos.
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