Diplomarbeit, 2010
169 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theorie und Methode
2.1 Grundlagen zur qualitativer Sozialforschung und die besondere Rolle eines Interviewers im qualitativen Interview
2.1.1 Qualitative Sozialforschung
2.1.2 Das qualitative Interview
2.1.3 Das problemzentrierte Interview als geeignete Methode der Untersuchung
2.1.4 Der Zusammenhang zwischen Kompetenz, Erfahrung und Einfluss eines Interviewers
2.2 Ansprüche an einen Interviewer zur Durchführung eines qualitativen Interview
2.2.1 Kontaktaufnahme, Begegnung mit dem Befragten; Begrüßung
2.2.2 Die Hinführung zum Interview
2.2.3 Der Verlauf des Interviews
2.2.3.1 Erzählgenerierende Einstiegsfrage
2.2.3.2 Zur Gestaltung von Fragen
2.2.3.3 Aktives Zuhören
2.2.3.4 Fragen zur Maximierung der Reichweite, Spezifizität, Tiefe und personaler Kontext von Fragen
2.2.3.5 Anforderungen, die eine Frage erfüllen muss
2.2.3.6 Typen und Wirkung von Fragen
2.2.4 Sonstige Ansprüche an ein Interview
2.2.5 Abschluss eines Interviews
2.3 Das Forschungsdesign der Untersuchung
2.3.1 Erstes Interview – Befragung zum Thema Versorgungsmöglichkeiten im Alter
2.3.2 Zweites Interview – Nachbefragung
2.3.3 Die Interviewer
2.3.4 Das Sample der Untersuchung
2.3.5 Durchführung der Interviews
3. Auswertung
3.1 Gespräch - Gedanken zum Interview als Gespräch
3.1.1 Einbringen des Wortes „Gespräch“ in die Nachbefragung
3.1.2 Definition eines Gesprächs durch die Befragten
3.1.2.1 Gespräch in Abgrenzung zu typischem Interview
3.1.2.2 Gespräch durch das Aufgreifen von Gesagtem
3.1.2.3 Kriterien eines Gesprächs bezogen auf die Entwicklung des Gesprächs
3.1.3 Befragung als Gespräch gestaltet - Überprüfung
3.1.3.1 Gespräch in Abgrenzung zu typischem Interview - Überprüfung
3.1.3.2 Gespräch durch das Aufgreifen von Gesagtem - Überprüfung
3.1.3.3 Kriterien eines Gesprächs bezogen auf die Entwicklung des Gesprächs - Überprüfung
3.2 Weitere für die Befragten relevante Themen in der Beurteilung des Interviews
3.2.1 Erfahrung und bisherige Gedanken zum Thema, sowie die Möglichkeit diese im Interview zu entwickeln
3.2.1.1 Erfahrung zu dem Thema aus Sicht der Befragten
3.2.1.2 Erfahrung zu dem Thema – Überprüfung
3.2.1.3 Bisherige Gedanken zum Thema
3.2.1.4 Bisherige Gedanken zum Thema – Überprüfung
3.2.1.5 Entwicklung der Gedanken im Interview
3.2.1.6 Entwicklung der Gedanken im Interview - Überprüfung
3.2.2 Hilfe durch Input seitens der Interviewerin
3.2.2.1 Hilfe durch Input seitens der Interviewerin aus Sicht der Befragten
3.2.2.2 Hilfe durch Input seitens der Interviewerin - Überprüfung
3.2.3 Persönliches Thema
3.2.3.1 Persönliches Thema aus Sicht der Befragten
3.2.3.2 Persönliches Thema - Überprüfung
3.2.4 Pausen nach Antworten
3.2.4.1 Pausen nach Antworten aus Sicht der Befragten
3.2.4.2 Pausen nach Antworten - Überprüfung
3.2.5 Situation vor dem Interview, Einstieg in das Interview, Erwartungen an die Befragten
3.2.5.1 Situation vor dem Interview, Einstieg in das Interview, Erwartungen an die Befragten aus Sicht der Befragten
3.2.5.2 Situation vor dem Interview, Einstieg in das Interview, Erwartungen an die Befragten - Überprüfung
3.2.6 Wahrnehmung der Interviewerin, optimaler Interviewer
3.2.6.1 Wahrnehmung der Interviewerin, optimaler Interviewer aus Sicht der Befragten
3.2.6.2 Wahrnehmung der Interviewerin, optimaler Interviewer - Überprüfung
4. Fazit
Diese Arbeit untersucht den Einfluss des Interviewers auf die Qualität qualitativer Interviews. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit die Erfahrung und Kompetenz eines Interviewers die Interviewführung sowie die Wahrnehmung und Beurteilung durch den Befragten beeinflussen. Es soll geklärt werden, welche Anforderungen an einen Interviewer wesentlich sind, damit sich Befragte wohlfühlen und fundierte Daten erzeugt werden.
2.1.3 Das problemzentrierte Interview als geeignete Methode der Untersuchung
Grundsätzlich wäre jeder Interviewform zur Bearbeitung der Forschungsfrage dieser Arbeit angemessen. Die Grundkompetenzen, die ein Interviewer zur Durchführung eines qualitativen Interviews benötigt, sind für alle Formen äquivalent. Überdies werden „die unterschiedlichen Varianten qualitativer Interviews in der Praxis der Sozialforschung vielfach kombiniert verwendet“ (Hopf 2005: 353) und zwischen ihnen nicht explizit unterschieden. Unabhängig von der verwendeten Form des qualitativen Interviews sind also die aus der Untersuchung gewonnenen Erfahrungen und Ergebnisse allgemein für die explorative Forschung interessant. (Vgl. Hopf 1978: 98) Bezogen auf den Forschungsaufbau und das Ziel der Interviewformen wäre auch ein fokussiertes oder halbstandardisiertes Interview geeignet. Das hierbei verfolgte Forschungsdesign ist für den begrenzten Zeitrahmen und Mitteln einer Diplomarbeit jedoch zu aufwendig. Unter diesem Gesichtspunkt ist zur Bearbeitung der Forschungsfrage dieser Arbeit das problemzentrierte Interview obligat. Diese Interviewart vereint im gleichen Maß die Offenheit und Standardisierung: es soll auf die für den Befragten relevanten Themen eingegangen und gleichzeitig vorgegebene Fragen erarbeitet werden.
Diese besondere Herausforderung für den Interviewer, den Ausgleich zwischen Offenheit und Standardisierung zu halten machte die Forschungsfrage umso interessanter. Durch die Kombination offener und standardisierter Elemente im problemzentrierten Interview, lassen sich Teile der Ergebnisse sowohl auf ein standardisiertere Interviews, wie das fokussierte, aber auch auf offenere, wie das narrative Interview, übertragen. Die Form des problemzentrierten Interviews ist zudem geeignet, da in der Untersuchung eine spezifische Fragestellung verfolgt wird, für die es einen theoretischen Hintergrund gibt. Ein Leitfaden kann auf dieser Grundlage entwickelt und mit Hilfe der darin festgehaltenen Leitfragen die Bedeutungsrelevanzen des Befragten erarbeitet werden.
1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Interviewereinflusses in der qualitativen Sozialforschung und stellt die Forschungsfrage zur Bedeutung von Erfahrung und Kompetenz.
2. Theorie und Methode: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der qualitativen Forschung, vergleicht verschiedene Interviewformen und begründet die Wahl des problemzentrierten Interviews für die Untersuchung.
3. Auswertung: Der Hauptteil analysiert detailliert, wie Befragte das Interview als Gespräch wahrnehmen, welche Rolle das Aufgreifen von Gesagtem spielt und wie die Interaktion zwischen erfahrenen und unerfahrenen Interviewern verläuft.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Unterschiede zwischen erfahrenen und unerfahrenen Interviewern zusammen und betont die Notwendigkeit, eine Balance zwischen Offenheit und Struktur zu halten.
Qualitative Sozialforschung, Problemzentriertes Interview, Interviewereinfluss, Interviewerfahrung, Kompetenz, Befragtenwahrnehmung, Interviewführung, Gesprächsführung, Datenqualität, Reflexion, Interviewerschulung, soziale Interaktion, Leitfadengestaltung, Forschungsdesign.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Erfahrung und Kompetenz eines Interviewers auf die Qualität qualitativer Interviews und die Wahrnehmung durch den Befragten auswirkt.
Zentrale Themen sind die Interviewführung, der Einfluss von Vorerfahrungen des Interviewers, der Ausgleich zwischen Leitfadenstruktur und Offenheit sowie die subjektive Bewertung der Interviewsituation durch die Befragten.
Das Ziel ist es, erste Hinweise darauf zu geben, welche Anforderungen an einen Interviewer abhängig von seiner Erfahrung erfüllt werden und welche Kompetenzen für eine hochwertige Datenproduktion gezielt geschult werden sollten.
Die Forschungsarbeit nutzt das problemzentrierte Interview. Die Auswertung der Daten erfolgt mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
Der Hauptteil analysiert die Interviews, vergleicht dabei die Interviewführung erfahrener und unerfahrener Interviewer und diskutiert Aspekte wie Gesprächsführung, Pausenverhalten und das Aufgreifen von Gesagtem.
Wichtige Begriffe sind Qualitative Sozialforschung, Interviewereinfluss, Interviewerfahrung, Kompetenz, Befragtenwahrnehmung und Datenqualität.
Erfahrene Interviewer agieren souveräner bei der Balance zwischen Leitfadenvorgaben und Offenheit, greifen Gesagtes gezielter auf und können ihre Fragen spontaner anpassen, um den Gedankenfluss des Befragten zu fördern.
Die Befragten empfinden das Aufgreifen von Gesagtem durch den Interviewer als Zeichen von Interesse und Aufmerksamkeit, was das Interview als "Gespräch" wahrnehmbar macht und die Motivation zur Beantwortung erhöht.
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