Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 88 %
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
Kapitel 1 – Einleitung
Kapitel 2 – Grundlagen
2.1 Aufgabe des Journalismus und gesetzlicher Hintergrund
2.2 Constructive News
2.3 Ausgangslage – Problemstellung
2.4 Wie sieht ein konstruktiver Artikel aus?
Kapitel 3 – Methodik
3.1 Recherchearbeit
3.2 Begründung der Datenerhebungsmethode und Herangehensweise
3.3 Redaktionelles Konzept
3.4 Websites im Vergleich
Kapitel 4 – Durchführung
4.1 Beschreibung der Befragten
4.2 Aufbau der Untersuchungen
4.3 Ziele der Untersuchungen
4.4 Auswertungsgrundlagen
4.5 Fehleranalyse
Kapitel 5 – Ergebnisse
5.1 Auswertung des Fragebogens
5.2 Besonderheiten Fragebogen
5.3 Auswertung Telefoninterview
5.4 Besonderheiten Telefoninterview
Kapitel 6 – Zusammenfassung und Fazit
6.1 Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht, ob eine Nachrichten-Website, die nach den Prinzipien des "Constructive News"-Journalismus gestaltet ist, eine höhere Nutzungsbereitschaft bei der Zielgruppe der 20- bis 30-Jährigen erzielt als klassische Nachrichten-Websites. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob ein positiver Einfluss auf die Stimmung der Rezipienten durch konstruktive Berichterstattung einen Anreiz für häufigere Nutzung bietet.
2.2 Constructive News
Um Constructive News und ihre Ziele zu verstehen, muss zunächst definiert werden was mit dem Begriff überhaupt gemeint ist. Eine allgemeingültige Definition wurde so allerdings noch nicht formuliert. Demnach wird im Folgenden eine eigene Definition hergeleitet.
Nach dem Buch „Constructive News“ von Ulrik Haagerup sind Constructive News erst einmal nicht grundsätzlich immer einfach nur positive naive Nachrichten. Es geht viel mehr darum die Welt nicht nur mit einem Auge zu sehen. Weiterhin soll der Leser einen Mehrwert erhalten. Ulrik Haagerup arbeitet seit 2007 als Chef des dänischen Rundfunks und war davor als Chefredakteur mehrerer dänischer Tageszeitungen aktiv. Er und Cathrine Glydensted (ebenfalls eine skandinavische Autorin) formten und prägten den Begriff Constructive News.
Um Constructive News zu schreiben braucht es mehr – und vor allem ausreichend Zeit für Recherchen. Die Journalisten arbeiten mit Wissenschaftlern zusammen, dieses soll sicherstellen, dass die Beiträge präzise und best-möglichst recherchiert sind. Constructive News versuchen auf empirische Fakten zurückzugreifen, so kann der Leser jeder Zeit die Verlässlichkeit der Artikel selbst überprüfen. Die Journalisten müssen sich mit positiver Psychologie auskennen und diese bei dem Verfassen ihrer Artikel berücksichtigen und anwenden können (Haagerup, 2015, S. 94 ff.).
Probleme werden aufgezeigt und gleichzeitig wird dem Leser der Zusammenhang erklärt, ihm Verständnis für die Situation nahegelegt und ein möglichst lesernaher Lösungsansatz aufgezeigt. Constructive News lassen den Leser nicht alleine und keine Fragen offen. In einem bisher klassischen Nachrichtenbeitrag ist es normal die schrecklichen Neuigkeiten des Tages zu berichten, zum Abschluss des Beitrags die Wetterprognosen zu verkünden und dann abzuschalten, der Leser, beziehungsweise Zuschauer, und seine Gedanken und Gefühle werden hier komplett außer Acht gelassen.
Kapitel 1 – Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Problematik des aktuell negativ geprägten Journalismus und führt in das Konzept der "Constructive News" als Gegenbewegung ein, um die Forschungsfrage zur Nutzungsbereitschaft zu begründen.
Kapitel 2 – Grundlagen: Hier werden die Aufgaben des Journalismus, der gesetzliche Hintergrund sowie der Begriff "Constructive News" fundiert definiert und eine Anleitung für konstruktives Schreiben gegeben.
Kapitel 3 – Methodik: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen, welches auf einer qualitativen Forschung mittels Fragebögen und Telefoninterviews basiert, um die These empirisch zu untersuchen.
Kapitel 4 – Durchführung: Die Durchführung beschreibt das Studiendesign, die Auswahl der 16 Probanden, das redaktionelle Konzept zur Erstellung der zwei unterschiedlichen Nachrichten-Websites sowie die Fehleranalyse.
Kapitel 5 – Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden hier tabellarisch und grafisch ausgewertet, interpretiert und hinsichtlich der Stimmung und Nutzungsbereitschaft der Probanden analysiert.
Kapitel 6 – Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, bestätigt die aufgestellte These zur höheren Nutzungsbereitschaft bei konstruktiven Inhalten und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Constructive News, Konstruktiver Journalismus, Nutzungsbereitschaft, Nachrichten-Websites, Qualitative Forschung, Mediennutzung, Positive Psychologie, Journalistische Standards, Rezipienten, Nachrichten-Verweigerer, Medienwirksamkeit, Online-Berichterstattung, 20-30 Jährige, Medienethik, Journalismuswandel.
Die Arbeit untersucht, ob Nachrichtenformate, die auf "Constructive News" basieren, von Rezipienten der Altersgruppe 20 bis 30 Jahre bevorzugt werden und eine höhere Nutzungsbereitschaft auslösen als klassische Nachrichten.
Die Themenfelder umfassen die Rolle des Journalismus in der Gesellschaft, die psychologische Wirkung negativer versus konstruktiver Nachrichten, Methoden der qualitativen Sozialforschung sowie die praktische Umsetzung eines redaktionellen Konzepts für Web-Nachrichten.
Das Hauptziel ist es zu beweisen, dass die Nutzungsbereitschaft bei "Constructive News"-Websites höher ist als bei inhaltsgleichen, aber klassisch-negativ formulierten Nachrichtenportalen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der eine Kombination aus einem strukturierten Online-Fragebogen über sechs Tage und anschließenden problemzentrierten Telefoninterviews zur Vertiefung der Ergebnisse umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Journalismus, die methodische Herleitung des Studiendesigns, die Durchführung des Experiments mit zwei Test-Websites sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Constructive News, konstruktiver Journalismus, Nutzungsbereitschaft, Mediennutzung und die Analyse von emotionalen Auswirkungen von Nachrichten auf das tägliche Befinden der Leser.
Ja, die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die konstruktive Website von den Probanden durchgehend positiver bewertet wurde und die Bereitschaft zur weiteren Nutzung in dieser Gruppe signifikant höher war.
Der vierte Tag, an dem ein Terroranschlag thematisiert wurde, zeigte, dass negative Ereignisse bei beiden Gruppen zu schlechten Bewertungen führten, was darauf hindeutet, dass die Art der Übermittlung bei extremen Negativnachrichten an Grenzen stößt.
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