Bachelorarbeit, 2017
29 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Das Konzept der Freiheit in der spanischen Romantik
3 Analyse der canciones
3.1 “La canción del pirata”
3.2 “El mendigo”
3.3 “El verdugo”
3.4 “El reo de muerte”
3.5 “El canto del cosaco”
4 Vergleich der canciones
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Freiheitskonzept in den fünf canciones von José de Espronceda. Ziel ist der Nachweis, dass die Ablehnung gesellschaftlicher Normen und Gesetze durch die Protagonisten als Ausdruck einer fundamentalen Auflehnung gegen die bestehende Sozialordnung des 19. Jahrhunderts zu verstehen ist.
3.1 “La canción del pirata”
Das Gedicht handelt von einem Piraten, der fern von der Gesellschaft auf dem Meer lebt und das Gefühl seiner Freiheit besingt. In den beiden einleitenden Strophen werden zunächst das Schiff und sein Piratenkapitän vorgestellt und deren Umfeld (das Meer) genau beschrieben (V. 1-16). Danach beginnt das eigentliche Lied (canción) des Piraten, in dem er zunächst sein Schiff auffordert, fortzusegeln, während er dabei von seinen siegreichen Kämpfen gegen andere Länder erzählt (V. 17-30). Die fünfte Strophe wird mehrmals wiederholt und verkündet die Lebensphilosophie des Piraten: sein Schiff ist sein Schatz, sein Gott ist die Freiheit, sein Gesetz sind Kraft und Wind, sein einziges Vaterland, das Meer (V. 31-34). Es folgt eine Fortsetzung der Beschreibung des Lebens auf dem Meer in Strophe sechs, welches im Vergleich zum Leben auf dem Festland frei von Gesetzen ist (V. 35-40). Der Pirat berichtet im Anschluss von seiner Macht, die er auf dem Meer innehat: aus der neunten Strophe geht hervor, dass der Pirat von allen Schiffsführern gefürchtet wird und somit als König des Meeres gilt (V. 53-58). Er teilt seine Beute immer gerecht mit allen Kumpanen, denn er ist frei von Gewinnsucht (V. 59-66). In der zwölften Strophe wird offenbart, dass der Pirat weder den Tod, noch seinen Richter fürchtet, denn das Leben bedeutet ihm nichts, wenn er wie ein Sklave, beraubt von seiner Freiheit leben soll (V. 71-84).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den historischen Kontext der spanischen Romantik ein und formuliert die These, dass die Protagonisten von Espronceda als Rebellen gegen die soziale Ordnung fungieren.
2 Das Konzept der Freiheit in der spanischen Romantik: Das Kapitel erläutert den Begriff der Freiheit im Kontext des Liberalismus und der Aufklärung sowie dessen spezifische Umsetzung in der spanischen Literatur des 19. Jahrhunderts.
3 Analyse der canciones: Hier werden die fünf Gedichte einzeln hinsichtlich ihres Inhalts, ihrer formalen Gestaltung und ihrer sprachlichen Besonderheiten detailliert untersucht.
3.1 “La canción del pirata”: Die Analyse beschreibt den Piraten als Inbegriff des freien Menschen, der außerhalb der Gesellschaft eigene Gesetze auf dem Meer etabliert.
3.2 “El mendigo”: Dieser Abschnitt zeigt den Bettler als eine Figur, die durch bewusste Armut und Parasitismus die bürgerlichen Werte und das soziale Gefüge karikiert.
3.3 “El verdugo”: Die Untersuchung fokussiert auf den Henker als unfreiwilliges Werkzeug der Unterdrückung, das durch den Mord am König gegen die Ordnung protestiert.
3.4 “El reo de muerte”: Dieses Kapitel analysiert das Schicksal des Verurteilten als Symbol für die allgemeine Gefangenheit des Menschen durch gesellschaftliche Institutionen.
3.5 “El canto del cosaco”: Die Analyse behandelt den globalen revolutionären Anspruch der Kosaken, die den europäischen Materialismus und die Monarchie zerstören wollen.
4 Vergleich der canciones: Die Kapitel stellen die Gedichte gegenüber, um Gemeinsamkeiten in der Darstellung des Freiheitsideals und der Konfrontation mit der Gesellschaft herauszuarbeiten.
5 Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung bündelt die Ergebnisse und bestätigt die These, dass Espronceda durch seine marginalisierten Figuren ein demokratisches, freiheitsliebendes Weltbild vermittelt.
José de Espronceda, Spanische Romantik, Freiheitskonzept, Canciones, Individuum, Gesellschaftskritik, Liberalismus, Außenseiter, Rebell, Antiheld, Soziale Ordnung, Unterdrückung, Literaturanalyse, Polymetrie, Autonomie.
Die Arbeit untersucht das Konzept der Freiheit in den fünf Liedern (canciones) des spanischen Romantikers José de Espronceda und analysiert, wie diese Texte die soziale Ordnung kritisieren.
Im Zentrum stehen der romantische Freiheitsbegriff, die Rolle des Individuums gegenüber kollektiven Normen sowie die Darstellung von Außenseitern wie Piraten, Bettlern oder Henkern.
Ziel ist der Nachweis, dass die Protagonisten der Gedichte durch ihr Verhalten und ihre Ablehnung etablierter Regeln bewusst als Rebellen gegen die bestehende Sozialordnung inszeniert werden.
Die Arbeit kombiniert eine historische Einordnung mit einer detaillierten formalen, metrischen und inhaltlichen Textanalyse sowie einem vergleichenden methodischen Ansatz der untersuchten Gedichte.
Der Hauptteil gliedert sich in die individuelle Analyse der fünf Gedichte (Piratenlied, Bettlerlied, Henkerlied, das Lied des Todeskandidaten und das Lied des Kosaken) sowie einen abschließenden Vergleich.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Spanische Romantik, Freiheitsideal, soziale Marginalisierung, liberale Ideen, Rebellen und Esproncedas Menschenbild.
Das Meer dient für den Piraten als räumlicher Gegenentwurf zum Festland; es ist ein grenzenloser Ort, an dem er sich von staatlichen Gesetzen befreit fühlt und eigene Regeln aufstellt.
Der Henker verkörpert die paradoxe Rolle eines "Werkzeugs der Gesellschaft", das einerseits für die Vollstreckung von Gesetzen genutzt, andererseits aber vom Volk als verachtetes Raubtier gebrandmarkt wird.
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