Fachbuch, 2018
59 Seiten
1 Einleitung
2 Theoretische Ansätze
2.1 Stigmatisierung
2.2 Stereotyp
2.3 Vorurteil
3 Der gesellschaftliche Einfluss der Medien
3.1 Funktionen der Medien
3.2 Techniken der Medien
4 Das Islambild in den Medien
4.1 Printmedien
4.2 TV
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie der Islam in deutschen Medien dargestellt wird und inwieweit diese mediale Berichterstattung die Stereotypisierung von Muslimen und die Bildung von Islamophobie in der Bevölkerung begünstigt.
3.2 Techniken der Medien
In der Medienberichterstattung wird von diversen Medientechniken Gebrauch gemacht (vgl. Schiffer 1996, S. 121). Vor diesem Hintergrund stellt die Kenntnis dieser eine wichtige Fähigkeit für die Medienrezipienten dar, um sich „ein souveränes Urteil bilden zu können, anstatt sich auf eine bestimmte Präsentation eines bestimmten Mediums [...] zu verlassen“ (Jäger 2005).
Die Thematisierung eines Sachverhaltes bzw. Gegenstandes steuert die Wahrnehmung der Medienkonsumenten auf dieses Zeichen (vgl. Schiffer 1996, S. 121 f.). „Die Wahl eines bestimmten Zeichens- Wort oder Bild- entscheidet darüber, auf welchen Wirkungsausschnitt die Aufmerksamkeit gelegt wird – und was ausgeblendet bleibt“ (Schiffer 2004a, S. 28). In diesem höchst selektiven Prozess bedeutet jede Entscheidung für ein Zeichen den Ausschluss eines anderen Zeichens. Dieser Verzicht inkorporiert die Ausblendung eines Sachverhaltes bzw. Gegenstandes, der ebenfalls im Zentrum stehen könnten. Am Beispiel einer Vortragssituationen erläutert die Medienpädagogin Sabine Schiffer die erheblichen Konsequenzen dieser Praktik: „Heute sind 10 Brillenträger anwesend“ (Schiffer 1996, S. 122). Entsprechend der vorangegangenen Überlegungen wird der Fokus der Rezipienten auf die anwesenden Brillenträger gelenkt. Nichtsdestotrotz werden alle anderen Merkmale sowie Personen, die auch hätten thematisiert werden können vollständig ausgeblendet (vgl. Schiffer 1996, S. 122).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage zur Stereotypisierung von Muslimen in den Medien vor und erläutert die Relevanz des Themas im Kontext gesellschaftlicher Islamophobie.
2 Theoretische Ansätze: In diesem Kapitel werden grundlegende sozialwissenschaftliche Konzepte wie Stigmatisierung, Stereotypen und Vorurteile definiert und theoretisch hergeleitet.
3 Der gesellschaftliche Einfluss der Medien: Das Kapitel analysiert die Funktionen der Massenmedien als Informationsquelle sowie die Techniken, mit denen Medien Wirklichkeit durch Selektion und Fokusbildung konstruieren.
4 Das Islambild in den Medien: Dieser Hauptteil untersucht anhand qualitativer und quantitativer Studien die negative und stereotypisierende Darstellung des Islams in Printmedien und im Fernsehen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Untersuchungsergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer ausgewogeneren, weniger konflikt- und ereignisorientierten Berichterstattung über den Islam.
Islam, Medienberichterstattung, Stereotypisierung, Islamophobie, Stigmatisierung, Medienkompetenz, Politische Kommunikation, Fremdenfeindlichkeit, Konstruktion des Anderen, Journalistische Verantwortung, Massenmedien, Islamismus, Vorurteile, Nachrichtenanalyse, Integration.
Die Arbeit analysiert die mediale Darstellung des Islams und untersucht, ob und wie diese Darstellungen zur Stereotypisierung von Muslimen in der Gesellschaft beitragen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Stigmatisierung, die Wirkungsweise der Medien als Konstrukteure von Wirklichkeit sowie die empirische Untersuchung der Islam-Berichterstattung in Print- und TV-Medien.
Ziel der Arbeit ist es zu verstehen, wie der Islam in Medien dargestellt wird und inwieweit diese medialen Repräsentationen bestehende Vorurteile und Islamophobie in der deutschen Bevölkerung verstärken oder festigen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse theoretischer Konzepte sowie die Auswertung bestehender qualitativer und quantitativer empirischer Studien zur Medieninhaltsanalyse.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Untersuchung, wie sowohl Printmedien als auch das Fernsehen durch selektive Berichterstattung, Bildauswahl und die Verknüpfung von Islam mit negativen Themen wie Terrorismus, ein einseitiges und problemorientiertes Islambild erzeugen.
Wichtige Begriffe sind Islam, Medienberichterstattung, Stereotypisierung, Islamophobie, Stigmatisierung, Konstruktion des Anderen sowie die politische Instrumentalisierung von Religionsbildern.
Die Arbeit identifiziert das Kopftuch als prägnantes Symbol, das in medialen Bildern häufig genutzt wird, um muslimische Frauen pauschal als Opfer oder als Objekte der Unterdrückung darzustellen.
Das Fazit schlussfolgert, dass die Islam-Berichterstattung im deutschsprachigen Raum derzeit weitgehend problemorientiert und selektiv verläuft, was einer ausgewogenen, die Heterogenität des Islams berücksichtigenden Darstellung entgegensteht.
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