Diplomarbeit, 2004
122 Seiten, Note: sehr gut
1. Einleitung
2. Biologische, soziale und psychische Veränderungen durch den Übergang zur Mutterschaft
2.1. Biologische Veränderungen
2.1.1. Schwangerschaft
2.1.2. Geburt
2.1.3. Wochenbett
2.2. soziale und psychische Veränderungen
2.2.1. Partnerschaft
2.2.2. Freundschaften und Bekanntschaften
2.2.3. Mutter-Kind-Beziehung
2.2.4. Beziehung zu den eigenen Eltern
2.2.5. Identität als Mutter
2.2.6. Verlusterfahrungen
2.3. Prozessmodell nach Gloger-Tippelt
3. Postpartale Dysphorie
3.1. Symptomatik, Verlauf und Häufigkeit
3.2. Ursachenforschung
3.3. Therapie
3.4. Ein Fall von postpartaler Dysphorie
4. Postpartale psychische Erkrankungen
4.1. Postpartale Depression
4.1.1. Definition und Symptomatik
4.1.2. Häufigkeit
4.1.3. Verlauf
4.1.4. Ursachenforschung
4.1.5. Ein Fall von postpartaler Depression
4.2. Puerperalpsychose
4.2.1. Definition und Symptomatik
4.2.2. Häufigkeit
4.2.3. Verlauf
4.2.4. Ursachenforschung
4.2.5. Ein Fall von Puerperalpsychose
4.3. Andere postpartale psychische Erkrankungen
4.3.1. Postpartale Angststörung
4.3.2. Postpartale Panikstörung
4.3.3. Postpartale Zwangsstörung
4.3.4. Postpartale posttraumatische Belastungsstörung
4.3.5. Mutter-Kind-Beziehungsstörungen
4.4. Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung
4.4.1. Mutter-Kind-Interaktion während der postpartalen Erkrankung
4.4.2. Langzeitfolgen
5. Therapeutische Möglichkeiten in der Betreuung postpartal psychisch erkrankter Frauen unter dem besonderen Aspekt der Mutter-Kind-Beziehung
5.1. Somatotherapie
5.1.1. Psychopharmakotherapie
5.1.1.1. Übersicht über die wichtigsten Gruppen
5.1.1.2. Psychopharmakotherapie während der Stillzeit
5.1.1.3. Einfluss der Psychopharmakotherapie auf die Mutter-Kind-Beziehung
5.1.2. Hormontherapie
5.2. Psychotherapie
5.2.1. Analytische Psychotherapie
5.2.2. Tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie
5.2.3. Klientenzentrierte Gesprächstherapie
5.2.4. Verhaltenstherapie
5.2.5. Gruppentherapie
5.2.6. Einfluss der Psychotherapie auf die Mutter-Kind-Beziehung
5.3. Mutter-Kind-Therapie
5.3.1. Therapiekonzept und Verlauf
5.3.2. Einfluss der Mutter-Kind-Therapie auf die Mutter-Kind-Beziehung
5.4. Multimodulare Therapie
5.4.1. Ambulante Therapie
5.4.2. Teilstationäre Therapie
5.4.3. Stationäre Therapie ohne Mitaufnahme des Kindes
5.4.4. Mutter-Kind-Einheiten
5.4.4.1. Ausstattung
5.4.4.2. Pädagogische und psychotherapeutische Einwirkungen
5.4.4.3. Sicherheit
5.4.4.4. Vorteile der Mutter-Kind-Einheiten
5.4.4.5. Beispiel für den Therapieverlauf in einer Mutter-Kind-Einheit
6. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, das Thema postpartaler psychischer Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen und die mangelnde therapeutische Versorgungssituation zu beleuchten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Folgen diese Erkrankungen für die Mutter, das Kind und die Mutter-Kind-Beziehung haben und welche therapeutischen Möglichkeiten bestehen, um trotz Belastung eine positive Bindung zu fördern.
2.2.1. Partnerschaft
Die Qualität der Ehe oder Partnerschaft ändert sich durch die Geburt des Kindes. „Wenn ein Paar ein Kind bekommt, nimmt die Beziehung einen völlig anderen Verlauf als in der Zeit davor“ (Dix, C. 1998, S. 133).
„Sowohl die junge Mutter als auch der Vater stehen vor der Aufgabe, eine Dreierbeziehung aufzunehmen. Die Frau muss den Mann in ihre ursprüngliche Beziehung mit dem Kind hinein nehmen, der Mann muss das Kind in seine Zweierbeziehung mit der Frau hinein nehmen“ (Hertz, D. G., Molinski, H. 1986, S. 123).
Beim ersten Kind sind diese Veränderungen am größten, aber auch bei weiteren Kindern kommen auf die Beziehung Herausforderungen zu (vgl. Nispel, P. 2001, S. 95; Gmür, P. 1998, S. 67; Gloger-Tippelt, G. 1999, S. 347).
1. Einleitung: Einführung in das Thema, Darstellung des Leidensdrucks betroffener Frauen sowie Zielsetzung der Arbeit zur Enttabuisierung.
2. Biologische, soziale und psychische Veränderungen durch den Übergang zur Mutterschaft: Analyse der komplexen Veränderungsprozesse, die Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett durchlaufen.
3. Postpartale Dysphorie: Beschreibung des sogenannten Babyblues, seiner Symptome, Ursachen und der Abgrenzung zu behandlungsbedürftigen Erkrankungen.
4. Postpartale psychische Erkrankungen: Detaillierte Untersuchung von Depression, Puerperalpsychose und anderen Störungsbildern, inklusive ihrer Ursachen und Auswirkungen auf das Kind.
5. Therapeutische Möglichkeiten in der Betreuung postpartal psychisch erkrankter Frauen unter dem besonderen Aspekt der Mutter-Kind-Beziehung: Überblick über somatische, psychotherapeutische und multimodulare Ansätze, insbesondere Mutter-Kind-Einheiten.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Forschungsergebnisse und Appell für eine bessere Versorgungssituation in Deutschland.
Postpartale Depression, Puerperalpsychose, Mutter-Kind-Beziehung, Wochenbett, Bindung, Therapie, Psychopharmakotherapie, Bindungsforschung, Mutterschaft, Identität, Babyblues, postpartale Dysphorie, multimodulare Therapie, Prävention, psychische Erkrankung.
Die Arbeit untersucht psychische Erkrankungen, die nach der Geburt eines Kindes auftreten können, und beleuchtet deren Auswirkungen auf die Mutter-Kind-Beziehung sowie therapeutische Behandlungsoptionen.
Die Schwerpunkte liegen auf den biologischen und psychosozialen Veränderungen durch den Übergang zur Mutterschaft, der Differenzierung psychischer Störungsbilder sowie der Darstellung effektiver Therapieansätze.
Das Ziel ist es, das Thema aus der Tabuzone zu holen, über Therapiemöglichkeiten aufzuklären und die Notwendigkeit einer fachgerechten Betreuung für Mutter und Kind hervorzuheben.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse zahlreicher wissenschaftlicher Studien sowie der Darstellung praxisnaher Fallbeispiele zur Veranschaulichung der verschiedenen Krankheitsbilder.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Veränderungen im Übergang zur Mutterschaft, eine klinische Betrachtung von Dysphorie, Depression und Psychose sowie einen umfangreichen Teil zu therapeutischen Interventionsmöglichkeiten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie postpartale Depression, Mutter-Kind-Beziehung, therapeutische Möglichkeiten und Bindungsforschung charakterisieren.
Eine gemeinsame Aufnahme ermöglicht die Behandlung der Mutter ohne Trennung vom Kind, was die Bindung schützt, Fehlentwicklungen vorbeugt und die Heilung der Mutter unterstützt.
Die Bindungsforschung liefert die theoretische Basis, um zu verstehen, warum eine Störung der mütterlichen Psyche die kindliche Entwicklung beeinflusst und warum Bindungsförderung ein zentrales therapeutisches Element sein muss.
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