Bachelorarbeit, 2014
48 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Deutsches und europäisches Kartellrecht
2.2 Kartelle
2.3 Wirtschaftskriminalität
2.4 Grundlagen der Compliance
2.5 Glückspielmarkt in Deutschland
3. Darstellung des Kartellfalls
3.1 Beschreibung des Kartellfalls der Landeslottogesellschaften
3.2 Zusammenfassung des Kartellfalls aus ökonomischer Sicht
3.3 Compliance als möglicher Lösungsansatz
3.4 Glücksspielstaatsvertrag
4. Implementierung kartellrechtlicher Compliance-Programme
4.1 „Message from the top“
4.2 Risikoanalyse
4.3 Präventive Maßnahmen
4.4 Aufdecken und Abstellen von Verstößen
4.5 Krisenmanagement
5. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht kartellrechtliche Verstöße anhand des exemplarischen Falls der Landeslottogesellschaften und bewertet die Rolle sowie die Herausforderungen bei der Implementierung von Compliance-Programmen aus einer ökonomischen Perspektive.
4.1 „Message from the top“
Entscheidet sich ein Unternehmen für die Einführung eines Compliance-Programms, muss es sich bewusst machen, dass Compliance „Chefsache“ ist. Das Unternehmen muss also klar kommunizieren („Massage from the top“), dass es einen „neuen Kurs einschlagen“ wird. Alle Mitarbeiter müssen den Prioritätenwandel, vom geschäftlichen Erfolg um jeden Preis hin zu rechtskonformen („compliant“) Verhalten, bewusst wahrnehmen können. Das heißt, dass nur wenn die Unternehmensleitung für alle Mitarbeiter ersichtlich und uneingeschränkt hinter dem Compliance-Programm steht und dieses auch selbst vorlebt, es den gewünschten Erfolg bringen kann (vgl. Vetter 2013: 13; Quentmeier 2012: 24). Im Unternehmen muss ein „Compliance-Klima“ geschaffen werden. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter auf die Einführung eines Compliance-Programms eingeschworen werden müssen. Des Weiteren muss den Mitarbeitern vermittelt werden, dass die Verantwortung an jeden von ihnen delegiert wird und daher jeder Einzelne über Erfolg oder Misserfolg des zukünftigen Compliance-Programms entscheiden wird (vgl. Schultz 2013: 108-117).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik kartellrechtlicher Verstöße ein und definiert das Ziel, Compliance-Maßnahmen anhand des Fallbeispiels der Landeslottogesellschaften ökonomisch zu beleuchten.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen von Kartellrecht, Wirtschaftskriminalität, Compliance und bietet einen Überblick über den deutschen Glücksspielmarkt.
3. Darstellung des Kartellfalls: Hier wird der Kartellfall der Landeslottogesellschaften detailliert beschrieben, ökonomisch analysiert und die Rolle von Compliance als potenzieller Lösungsansatz sowie der Einfluss des Glücksspielstaatsvertrags geprüft.
4. Implementierung kartellrechtlicher Compliance-Programme: Dieses Kapitel beschreibt den praktischen Implementierungsprozess eines Compliance-Programms, von der notwendigen Führungskultur („Message from the top“) über Risikoanalysen und Präventivmaßnahmen bis hin zu Krisenbewältigung.
5. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit bewertet kritisch die Ergebnisse der Arbeit und zieht eine Bilanz zur Wirksamkeit von Compliance-Programmen im Kontext des untersuchten Sonderfalls.
Kartellrecht, Compliance, Compliance-Programm, Landeslottogesellschaften, Wettbewerbsbeschränkung, Glücksspielmarkt, Risikoanalyse, Wirtschaftskriminalität, Hinweisgebersystem, Kartell, Krisenmanagement, Sanktionen, Deutschland, Verhaltenskodex, Marktbeherrschung
Die Arbeit befasst sich mit kartellrechtlichen Verstößen in Unternehmen und untersucht, wie Compliance-Programme implementiert werden können, um solche Verstöße zu verhindern oder deren Auswirkungen zu begrenzen.
Die zentralen Themen umfassen das Kartellrecht, die Theorie und Praxis von Compliance-Systemen, der spezifische Markt für Glücksspiel in Deutschland und ökonomische Erklärungsmodelle für wettbewerbswidriges Verhalten.
Das Ziel ist es, durch die Analyse des Kartellfalls der Landeslottogesellschaften ein Verständnis für die Chancen und Risiken kartellrechtlicher Compliance-Programme zu vermitteln.
Es handelt sich um eine fallorientierte Analyse, die theoretische Grundlagen des Kartellrechts und der Compliance mit der Untersuchung eines konkreten Kartellfalls verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Lottokartellfalls und eine umfassende Anleitung zur Implementierung von Compliance-Strukturen, inklusive Risikoanalyse, präventiver Maßnahmen und Krisenmanagement.
Zu den prägenden Begriffen gehören Kartellrecht, Compliance-Programm, Landeslottogesellschaften, Wettbewerbsbeschränkung, Risikoanalyse und Krisenmanagement.
Der Fall ist deshalb ein Sonderfall, weil die staatlich beauftragten Akteure trotz eindeutiger Rechtswidrigkeit ihres Handelns keine Compliance-Programme implementierten, da sie sich in einem Spannungsfeld zwischen regulatorischer Vorgabe und eigenem wettbewerbswidrigem Verhalten sahen.
Sie gilt als Fundament jedes Compliance-Programms, da nur eine glaubhafte Vorbildfunktion der Unternehmensführung sicherstellt, dass Compliance-Werte von der Belegschaft verinnerlicht und im Alltag gelebt werden.
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