Examensarbeit, 2017
83 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die christliche Gemeinde in Philippi
3. Der Philipperbrief
3.1. Abfassungsort und -zeit des Briefes
3.2. Die literarische Integrität des Briefes
3.3. Aufbau und Inhalt
3.4. Gute und schlechte Vorbilder im Philipperbrief
3.5. Die Schlüsselstellen Phil 2,6-11 und Phil 3,17-21
3.6. Zwischenfazit
4. Exegetische Beobachtungen zu Phil 2,6-11
4.1. Eigene Übersetzung
4.2. Syntaktische Analyse
4.2.1. Syntax, Sprache und Stil
4.2.2. Gliederung
4.3. Semantische Analyse und Gedankengang
4.3.1. Die Selbsterniedrigung Jesu Christi (Phil 2,6-8)
4.3.2. Die Erhöhung des Gekreuzigten (Phil 2,9-11)
4.4. Formbestimmung und Verfasserschaft
4.5. Traditionsgeschichte
4.5.1. Alttestamentlich-jüdische Traditionen
4.5.2. Römisch-hellenistische Einflüsse
5. Der theologische Gehalt des Christustextes
5.1. Herr ist Jesus Christus
5.2. Die Königsherrschaft Christi
5.3. Ethische Implikationen
6. Fazit
Die vorliegende wissenschaftliche Examensarbeit untersucht den sog. Philipperhymnus (Phil 2,6-11) hinsichtlich seiner Form, Tradition, Redaktion und Theologie. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie der Christustext in den paulinischen Briefkontext eingebettet ist, welche christologischen Aussagen er trifft und inwiefern er als ethisches Vorbild für die christliche Gemeinde fungiert.
4.1. Eigene Übersetzung
6a Er, der in Gestalt Gottes war,
b hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,
7a sondern er beraubte sich selbst,
b indem er Gestalt eines Knechts annahm.
c Zu einem Ebenbild der Menschen werdend
d und der Erscheinung nach als Mensch erkannt,
8a erniedrigte er sich selbst,
b indem er gehorsam ward bis zum Tod,
c zum Tode aber am Kreuz.
9a Deshalb hat Gott ihn auch zur höchsten Höhe erhoben
b und ihm den Namen geschenkt, der über jedem Namen steht,
10a damit im Namen Jesu
b sich jedes Knie beuge, derer im Himmel auf der Erde und unter der Erde
11a und jede Zunge frei heraus bekenne: „Herr ist Jesus Christus.“
b zur Ehre Gottes, des Vaters.
1. Einleitung: Einführung in die Forschungsgeschichte des Philipperhymnus und Vorstellung der methodischen Herangehensweise der Arbeit.
2. Die christliche Gemeinde in Philippi: Darstellung des sozialen und religiösen Kontextes der Gemeinde im 1. Jh. n. Chr. als Adressaten des Schreibens.
3. Der Philipperbrief: Analyse der Struktur, Integrität und des Anliegens des Briefes, inklusive der Bedeutung von Vorbildern.
4. Exegetische Beobachtungen zu Phil 2,6-11: Detaillierte synchrone und diachrone Exegese des Hymnus, einschließlich syntaktischer und traditionsgeschichtlicher Analysen.
5. Der theologische Gehalt des Christustextes: Systematisierung der theologischen, christologischen und ethischen Erkenntnisse der Exegese.
6. Fazit: Zusammenfassende Würdigung des Hymnus als zentrales Kunstwerk paulinischer Theologie.
Philipperhymnus, Paulus, Christologie, Selbsterniedrigung, Kenosis, Erhöhung, Kyrios, Gottgleichsein, Briefkontext, Ekklesiologie, Exegese, Traditionsgeschichte, Ethik, Kreuzestod, Menschenwerdung.
Die Arbeit untersucht den sog. Philipperhymnus (Phil 2,6-11) eingehend auf seine Form, Tradition und Theologie, um seine zentrale Funktion innerhalb des paulinischen Briefes zu ergründen.
Zentrale Felder sind die Christologie, die Einbettung in den Briefkontext, die ethischen Implikationen für die Gemeinde und die Traditionsgeschichte des Hymnus.
Ziel ist es, die Bedeutung des Christustextes für die Philipper zu erschließen und zu zeigen, dass er eng mit dem Briefkontext und dem Aufruf zu einem demütigen Gehorsam verknüpft ist.
Es wird eine exegetische Methode angewandt, die synchrone syntaktische Analysen mit diachronen traditionsgeschichtlichen Betrachtungen verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung des Briefkontextes, eine detaillierte exegetische Analyse der Verse 6-11 sowie eine Systematisierung der theologischen und ethischen Inhalte.
Begriffe wie Kenosis, Christologie, Präexistenz, Kyrios-Bekenntnis, Vorbildfunktion und Traditionsgeschichte sind zentral.
Sie dienen als negativer Kontrastpunkt zur Christusnachfolge, an denen Paulus die Gefahren für die Gemeinde aufzeigt.
Der Autor argumentiert, dass Paulus den Hymnus speziell für diesen Brief komponiert hat und ihn daher als authentisches paulinisches Werk betrachtet.
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