Bachelorarbeit, 2016
56 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Die Wachstumstheorie: Wissenschaftshistorischer Kontext
2.1 Wachstum als Forschungsgegenstand
2.1.1 Der Wachstumsbegriff: Wachstum versus Konjunktur
2.1.2 Wachstumstheoretische Erkenntnisse vor 1945
2.1.3 Keynes als Ausgangspunkt der Wachstumstheorie
2.2 Die postkeynesianische Wachstumstheorie
2.3 Die neoklassische Wachstumstheorie
2.4 Die Neue Wachstumstheorie
3 Die Beiträge Solows und Kaldors zur Wachstumstheorie
3.1 Robert M. Solow
3.1.1 Biografischer Hintergrund & Ausgangspunkt der Analyse
3.1.1.1 Biografischer Hintergrund
3.1.1.2 Wissenschaftliches Umfeld
3.1.1.3 Ausgangspunkt der Analyse & Zielsetzung
3.1.2 Das Solow-Modell: Annahmen und Ergebnisse
3.1.2.1 Rahmenbedingungen
3.1.2.2 Der Produktionsfaktor Arbeit
3.1.2.3 Der Produktionsfaktor Kapital
3.1.2.4 Produktion unter neoklassischen Standardannahmen: Die Produktionsfunktion
3.1.2.5 Grenzproduktivitätstheorie der Verteilung: Löhne & Gewinne
3.1.2.6 Der gleichgewichtige Wachstumspfad: Flexibles Faktoreinsatzverhältnis
3.1.3 Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
3.2 Nicholas Kaldor
3.2.1 Biografischer Hintergrund & Ausgangspunkt der Analyse
3.2.1.1 Biografischer Hintergrund
3.2.1.2 Wissenschaftliches Umfeld
3.2.1.3 Ausgangspunkt der Analyse & Zielsetzung
3.2.2 Das Kaldor-Mirrlees-Jahrgangsmodell: Annahmen und Ergebnisse
3.2.2.1 Rahmenbedingungen
3.2.2.2 Autonomie der Investitionsnachfrage
3.2.2.3 Investitionsverhalten der Unternehmer unter Unsicherheit
3.2.2.4 Der Kapitalstock
3.2.2.5 Alterung von Maschinen und physische Abschreibung
3.2.2.6 Einkommensverteilung: Löhne & Gewinne
3.2.2.7 Der technische Fortschritt: Die Fortschrittsfunktion
3.2.3 Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen
4 Vergleichende Betrachtung der Beiträge
4.1 Die Wachstumsmodelle im Vergleich
4.1.1 Wirtschaftspolitische Schlussfolgerungen im Vergleich
4.1.2 Wachstumstheoretische Ergebnisse im Vergleich
4.1.3 Anfängliche Zielsetzungen im Vergleich
4.1.4 Modellstruktur und Annahmen im Vergleich
4.1.4.1 Die Rahmenbedingungen
4.1.4.2 Die Produktionsfaktoren Arbeit & Kapital
4.1.4.3 Die Produktion
4.1.4.4 Die Verwendung und Verteilung des Einkommens
4.2 Ein Deutungs- und Erklärungsversuch der Gemeinsamkeiten und Unterschiede
4.2.1 Biografische Einflüsse
4.2.2 Wissenschaftsverständnis
4.2.3 Wissenschaftliches Umfeld
4.2.4 Der Einfluss neoklassischer und keynesianischer Theorie
4.3 Ergebnisse aus der vergleichenden Betrachtung der Einflussfaktoren
4.4 Abschließende Bewertung der Beiträge Solows und Kaldors
4.4.1 Resümee der Autoren
4.4.1.1 Robert M. Solow
4.4.1.2 Nicholas Kaldor
4.4.2 Bewertung der Beiträge
4.4.2.1 Beitrag zur Erklärung des technischen Fortschritts
4.4.2.2 Wirtschaftspolitischer Beitrag
5 Fazit
Die Arbeit untersucht und vergleicht die wachstumstheoretischen Beiträge von Robert Solow und Nicholas Kaldor, um daraus wachstumspolitische Schlussfolgerungen abzuleiten und die theoretischen Hintergründe dieser ökonomischen Ansätze kritisch zu beleuchten.
3.1.1.1 Biografischer Hintergrund
Robert Merton Solow wird am 23. August 1924 als Kind zweiter Einwanderergeneration in Brooklyn, New York, geboren. Das Amerika der 1930er Jahre ist vor allem geprägt von wirtschaftlicher Stagnation, Perspektivlosigkeit und hohen Arbeitslosenzahlen infolge der im Oktober 1929 durch den ’Schwarzen Freitag’ eingeleiteten Großen Depression. Im Alter von 16 Jahren erhält Solow ein Stipendium für die Harvard University und beginnt zunächst mit dem Studium der Soziologie, Anthropologie und elementaren Ökonomie. Er beschreibt sich selbst als ’Kind der Depression’ mit einer Neugierde auf die Funktionsweisen der Gesellschaft [Sol87a]. Der Kriegseintritt der USA im Sept. 1942 veranlasst den 18-jährigen Solow zum Beitritt zur Armee, den er wie folgt kommentiert: “By the end of 1942, (...) it seemed that there were more urgent and exciting matters than what I was doing, so I left the university and joined the U.S. Army. I think that those three years as a soldier formed my character” [Sol87a]. Im Anschluss setzt Solow sein Studium im Schwerpunkt Ökonomie fort. Dabei entwickelt er seine Faszination für die Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung. Um Kurse in Statistik und Ökonometrie zu unterrichten, wird Solow als Assistenzprofessor am Institut für Ökonomie des Massachusetts Institute of Technology (M.I.T.) eingestellt, wo er fast 40 Jahre seines Lebens forscht, unterrichtet und gleichzeitig beratend für die US-Regierung tätig ist.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Wirtschaftswachstum für den Wohlstand dar und führt in die wissenschaftliche Debatte um die Wachstumsursachen ein, wobei der Fokus auf den Beiträgen von Solow und Kaldor liegt.
2 Die Wachstumstheorie: Wissenschaftshistorischer Kontext: Dieses Kapitel bettet die Arbeiten Solows und Kaldors in den historisch-wissenschaftlichen Kontext ein, indem es die Entwicklung der Wachstumstheorie von den Anfängen bis zur Neuen Wachstumstheorie skizziert.
3 Die Beiträge Solows und Kaldors zur Wachstumstheorie: Hier werden die Modelle von Solow und Kaldor detailliert vorgestellt, wobei sowohl ihre persönlichen Hintergründe als auch ihre zentralen theoretischen Annahmen und Ergebnisse analysiert werden.
4 Vergleichende Betrachtung der Beiträge: Das Kapitel kontrastiert die Ansätze Solows und Kaldors, analysiert die Differenzen anhand ihrer biografischen und wissenschaftlichen Hintergründe und bewertet ihre Beiträge zur Wachstumstheorie.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und verdeutlicht, dass sich die Ansätze von Solow und Kaldor trotz ihrer Unterschiede in einer integrierten Forschung ergänzen können.
Wirtschaftswachstum, Wachstumstheorie, Robert Solow, Nicholas Kaldor, Neoklassik, Postkeynesianismus, technischer Fortschritt, Produktionsfunktion, Kapitalakkumulation, Investitionsnachfrage, Wirtschaftspolitik, Wachstumsmodell, Innovationsmanagement, Humankapital, Konjunktur
Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Wachstumstheorien von Robert Solow und Nicholas Kaldor und untersucht deren Bedeutung für die praktische Wirtschaftspolitik.
Die Arbeit konzentriert sich auf die neoklassische gegenüber der postkeynesianischen Wachstumstheorie, die Rolle des technischen Fortschritts sowie die Einflussfaktoren auf das langfristige Wachstum.
Das Ziel ist es, die wachstumstheoretischen Ergebnisse und wirtschaftspolitischen Schlussfolgerungen beider Ökonomen zu identifizieren, zu vergleichen und zu erklären, wie unterschiedliche wissenschaftliche Kontexte zu divergierenden Modellstrukturen führen.
Die Arbeit nutzt eine historisch-vergleichende Methode, die eine detaillierte Textanalyse der Originalbeiträge mit einer Einbettung in den jeweiligen wissenschaftshistorischen Kontext verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung und Analyse der Modelle Solows und Kaldors (Kapitel 3) sowie eine umfassende vergleichende Betrachtung dieser Ansätze unter Berücksichtigung biografischer und theoretischer Einflüsse (Kapitel 4).
Zu den prägenden Begriffen gehören Wirtschaftswachstum, technischer Fortschritt, Produktionsfunktion, neoklassische Wachstumstheorie und die Investitionstheorie von Kaldor.
Der Vergleich ist aufschlussreich, da Solow als Nobelpreisträger das neoklassische Standardmodell prägte, während das Kaldor-Mirrlees-Modell einen keynesianischen Gegenentwurf darstellt, der heute oft weniger bekannt ist, aber wesentliche pragmatische Ansätze bietet.
Solow betrachtet Wachstum in seinem Modell primär als exogen durch technischen Fortschritt bestimmt, was dazu führt, dass er keine expliziten wirtschaftspolitischen Steuerungsempfehlungen ableitet.
Kaldor nutzt die Fortschrittsfunktion, um den technischen Fortschritt endogen im Modell zu erklären, indem er ihn in Abhängigkeit von Investitionsausgaben setzt, wodurch die Wirtschaftspolitik stärkeren Einfluss auf das Wachstum nehmen kann.
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