Bachelorarbeit, 2016
44 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Mexikos Identitätskonflikt
2.1 Die politisch-soziale Situation Mexikos im 20. Jahrhundert
2.2 Die Mythen um Malinche
2.2.1 Mutter der Mestizen – Symbol des mestizaje
2.2.2 Malinche als Verräterin und La Chingada
3 Autoren und ihre Werke im mexikanischen Theater des 20. Jh.
3.1 Die Situation des Theaters vor der Jahrtausendwende – die neue Generation
3.2 Willebaldo López
3.2.1 Malinche Show
3.3 Víctor Hugo Rascón Banda
3.3.1 La Malinche
3.3.2 Exkurs: Johann Kresniks Inszenierung von La Malinche
4 Repräsentation Malinches in Malinche Show und La Malinche
4.1 Intertextualität und Metatheater im modernen Drama
4.1.1 Intertextualität als Brücke zwischen Kunst und Kultur
4.1.2 Metatheater und Metadrama
4.2 Malinche Show
4.3 La Malinche
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die literarische Rezeption der historischen Figur Malinche in den Theaterstücken "Malinche Show" von Willebaldo López und "La Malinche" von Víctor Hugo Rascón Banda, um deren Rolle innerhalb des mexikanischen Identitätskonflikts im 20. Jahrhundert zu analysieren.
3.3.1 La Malinche
Im Jahr 2000 veröffentlicht Rascón Banda ein weiteres Werk aus seiner sozialkritischen Sammlung. La Malinche, welches 1998 unter der Leitung des Österreichers Johann Kresnik in Mexiko Stadt uraufgeführt wurde, stellt eines seiner größten dramaturgischen Meisterwerke dar und gleichzeitig zählt es auch zu den umstrittensten. In der folgenden Erläuterung des Werkes soll sich einzig auf die Publikation aus dem Jahr 200083 bezogen werden, indem sich Banda auch bewusst im Anhang in seinem Logbuch, bitácora, von der Aufführung unter Leitung von Kresnik distanziert. Dessen Inszenierung führte zu scharfer Kritik und Zensur und löste einen Skandal im Theater aus. Anna Albaladejo hat sich intensiv mit dieser Thematik beschäftigt und den Skandal genauer analysiert.84 Im Anschluss wird in einem Exkurs noch einmal näher auf die Inszenierung durch Kresnik eingegangen.
Ebenso wie López, bedient sich Banda in seinem Werk einer der wichtigsten historischen Figuren des Landes und macht sie zur Protagonistin des Geschehens. 37 Szenen gefüllt mit Wahrheit, Intertextualität, Realismus, Humor und Parodie nehmen den Leser auf eine Reise von der Vergangenheit mit in die Gegenwart und konfrontieren ihn mit der wahrhaften und realistischen Situation Mexikos.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung Malinches als historische und symbolische Figur und Definition des Untersuchungsgegenstands.
2 Mexikos Identitätskonflikt: Analyse der historischen Hintergründe Mexikos und der Entstehung verschiedener, teils widersprüchlicher Mythen um Malinche.
3 Autoren und ihre Werke im mexikanischen Theater des 20. Jh.: Vorstellung von Willebaldo López und Víctor Hugo Rascón Banda und ihre Einordnung als engagierte, sozialkritische Dramaturgen.
4 Repräsentation Malinches in Malinche Show und La Malinche: Analyse der spezifischen dramaturgischen Techniken wie Intertextualität und Metatheater zur kritischen Auseinandersetzung mit Malinche.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die fortwährende Relevanz des Themas für die mexikanische Identität.
Malinche, mexikanisches Theater, Identitätskonflikt, Willebaldo López, Víctor Hugo Rascón Banda, Intertextualität, Metatheater, Mythos, Verrat, mestizaje, La Chingada, Sozialkritik, historische Identität, Globalisierung, mexikanische Revolution.
Die Arbeit analysiert, wie die historische Figur Malinche in zwei mexikanischen Theaterstücken des späten 20. Jahrhunderts als Symbol für nationale Identitätskonflikte und soziale Kritik dargestellt wird.
Die zentralen Themen sind der mexikanische Identitätskonflikt, der Wandel des Malinche-Bildes im kollektiven Gedächtnis sowie die Verbindung von historischer Vergangenheit und politischer Gegenwart.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Willebaldo López und Víctor Hugo Rascón Banda Malinche als Werkzeug nutzen, um die politisch-soziale Situation Mexikos direkt und offen zu kritisieren.
Es erfolgt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter besonderer Berücksichtigung postmoderner Techniken wie Intertextualität und Metatheater, ergänzt durch historische Kontextualisierung.
Der Hauptteil widmet sich der Identitätsproblematik in Mexiko, der Vorstellung der Autoren und ihrer Dramen sowie der detaillierten Untersuchung der Repräsentationsformen von Malinche in den ausgewählten Stücken.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Malinche, Intertextualität, Metatheater, Identitätskonflikt, malinchismo und die Dekonstruktion nationaler Mythen.
Das Metatheater dient López dazu, Distanz zur Fiktion zu schaffen und dem Publikum durch die Inszenierung einer "Show" vor Augen zu führen, wie sehr Malinches Mythos instrumentalisiert wird.
Banda distanziert sich in seinem Anhang-Logbuch ("bitácora") explizit von Kresniks Inszenierung, da er mit der exotischen Gestaltung und der mangelnden Berücksichtigung seiner ursprünglichen dramaturgischen Absichten nicht einverstanden war.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

