Fachbuch, 2018
58 Seiten
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Problematik von Hassrede in Japan, die in den letzten Jahren zunehmend an Brisanz gewonnen hat. Sie analysiert die rechtlichen Rahmenbedingungen und das gesellschaftliche Umfeld, in dem diese Form der Diskriminierung von ethnischen Minderheiten, insbesondere koreanischen Staatsangehörigen, stattfindet.
Die Einleitung führt in das Thema Hassrede in Japan ein und beleuchtet die historische Entwicklung und die aktuellen Herausforderungen. Kapitel 2 analysiert den Rassismus in Japan, wobei die zentralen Konzepte des Homogenitätsgedankens, „Embedded Racism“ und direkter rassistischer Diskriminierung untersucht werden. Kapitel 3 beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen bis 2016 und die Wechselwirkungen zwischen nationaler Gesetzgebung und internationalen Konventionen.
Kapitel 4 geht auf die Problematik von Hassrede als gesellschaftliches und rechtliches Problem unter internationaler Beobachtung ein. Kapitel 5 befasst sich mit der Anti-Hate Speech Kampagne und analysiert das japanische Antidiskriminierungsgesetz von 2016 in seinen Auswirkungen, seinen Schwächen und seinem Potential.
Hassrede, Rassismus, Japan, ethnische Minderheiten, Zainichi Koreaner, Homogenität, „Embedded Racism“, Antidiskriminierung, Rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Konventionen, Anti-Hate Speech Kampagne, Antidiskriminierungsgesetz, Problematik, Kritik, Potential.
Zainichi sind in Japan ansässige Koreaner, die oft schon in dritter oder vierter Generation dort leben. Sie sind die Hauptzielgruppe rechtsorientierter Diskriminierung und Hassrede.
Das Gesetz wurde verabschiedet, um Hassrede und Rassendiskriminierung zu bekämpfen. Es erkennt das Problem offiziell an, wird jedoch kritisiert, da es keine direkten Strafen für Verstöße vorsieht.
Er beschreibt einen tief in gesellschaftlichen Strukturen und im Denken verwurzelten Rassismus, der oft auf dem japanischen Homogenitätsideal basiert und Minderheiten subtil ausgrenzt.
Zaitokukai ist eine rechtsorientierte Organisation in Japan, die durch aggressive Demonstrationen und Online-Hetze gegen die Privilegien von Zainichi-Koreanern protestiert und Hassbotschaften verbreitet.
Internationale Verbände kritisierten jahrelang das Fehlen einer wirksamen Gesetzgebung und die mangelnde rechtliche Ahndung von rassistischen Übergriffen und Hetze bei öffentlichen Demonstrationen.
Obwohl es ein wichtiges Signal ist, bleibt seine Wirksamkeit begrenzt, da es eher deklaratorischen Charakter hat. Dennoch bietet es eine Grundlage für lokale Verordnungen und eine stärkere Sensibilisierung der Polizei.
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