Bachelorarbeit, 2018
28 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Literaturrecherche
1.3 Struktur der Arbeit
2. Erwartungsnutzentheorie
2.1 Grundlagen der Erwartungsnutzentheorie
2.2 Axiom 1: Unabhängigkeit
2.3 Axiom 2: Dominanz
2.4 Axiom 3: Invarianz
2.5 Kritik an der Erwartungsnutzentheorie
3. Prospect Theory - PT (1979)
3.1 Grundlagen der Prospect Theory
3.2 Editierungsphase
3.2.1 Coding
3.2.2 Combination
3.2.3 Segregation
3.2.4 Cancellation
3.2.5 Simplification
3.2.6 Detection Of Dominance
3.3 Evaluationsphase
3.3.1 Nutzenfunktion
3.3.2 Wertefunktion
3.3.3 Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion
3.4 Kritik an der Prospect Theory (1979)
4. Cumulative Prospect Theory (CPT)
4.1 Grundlagen der Cumulative Prospect Theory
4.2 Verlauf der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion
4.3 Kritik an der Cumulative Prospect Theory
5. Der Referenzpunkteffekt als Ursache für Cognitive Bias
5.1 Verlustaversion
5.2 Endowment-Effekt
5.3 Status Quo-Bias
5.4 Anchoring-Effekt
5.5 Abnehmende Sensitivität
6. Maßnahmen im Controlling gegen Cognitive Bias
6.1 Milderung der Verlustaversion
6.2 Milderung des Endowment-Effektes
6.3 Milderung des Status Quo-Bias
6.4 Milderung des Anchoring-Effektes
7. Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Verzerrungen bei menschlichen Entscheidungsprozessen unter Risiko und Unsicherheit, wobei sie sich primär auf die deskriptive Entscheidungstheorie stützt. Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Entscheidungen gemäß der Prospect Theory und der erweiterten Cumulative Prospect Theory getroffen werden, und konkrete Strategien für das Controlling zu entwickeln, um systembedingte Urteilsfehler (Cognitive Bias) im Unternehmenskontext zu minimieren.
3.2.1 Coding
Riskante Alternativen werden immer mit dem Einbezug eines Referenzpunktes bewertet, welches auch eine der wichtigsten Errungenschaften der Prospect Theorie ist. Der Referenzpunkt wird festgelegt und die Folgen der Handlungsalternativen werden anhand dieses Referenzpunktes bewertet. Liegt die Bewertung unterhalb des Punktes, werden sie als Verluste angesehen und liegen sie oberhalb, werden sie als Gewinne angesehen. Die Festlegung des Referenzpunktes erfolgt während des Codings eines Entscheidungsproblems. Meistens wird der Punkt nach den derzeitigen Vermögensausstattungen, dem Status quo, festgelegt. Kahneman und Tversky erwähnen, dass der Referenzpunkt von anderen Faktoren auch abhängig sein kann, jedoch werden diese Faktoren nicht beschrieben.
1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert das Thema, definiert die Forschungsziele und legt die inhaltliche Struktur der Bachelorarbeit dar.
2. Erwartungsnutzentheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der klassischen Erwartungsnutzentheorie (EUT) sowie deren konstituierende Axiome vorgestellt.
3. Prospect Theory - PT (1979): Das Kapitel erläutert die ursprüngliche Prospect Theory mit den Phasen der Editierung und Evaluation sowie die entsprechenden Funktionsmodelle.
4. Cumulative Prospect Theory (CPT): Es wird die erweiterte Fassung der Theorie präsentiert, die insbesondere die Anwendbarkeit auf komplexere Entscheidungssituationen verbessert.
5. Der Referenzpunkteffekt als Ursache für Cognitive Bias: Hier werden fünf zentrale Verzerrungen, darunter Verlustaversion und Endowment-Effekt, in Bezug auf den Referenzpunkt analysiert.
6. Maßnahmen im Controlling gegen Cognitive Bias: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis und schlägt Methoden zur Bias-Milderung im unternehmerischen Controlling vor.
7. Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem persönlichen Resümee über die Bedeutung der deskriptiven Entscheidungstheorie.
Prospect Theory, Cumulative Prospect Theory, Erwartungsnutzentheorie, Verlustaversion, Endowment-Effekt, Status Quo-Bias, Anchoring-Effekt, Referenzpunkt, Cognitive Bias, Controlling, Entscheidungspsychologie, Deskriptive Entscheidungstheorie, Nutzenfunktion, Risiko, Unsicherheit.
Die Arbeit behandelt die deskriptive Entscheidungstheorie und untersucht, wie Individuen bei riskanten Entscheidungen systematisch von rationalen Modellen abweichen.
Die zentralen Felder sind die Prospect Theory, die Cumulative Prospect Theory und deren Anwendung auf verhaltensökonomische Verzerrungen (Cognitive Bias) im Controlling.
Ziel ist es, die Prozesse hinter der unkorrekten Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten aufzudecken und Methoden zur Milderung dieser Fehler im Controlling zu identifizieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur, wissenschaftlichen Artikeln und empirischen Experimenten von Kahneman und Tversky basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Prospect-Modelle und die detaillierte Beschreibung spezifischer kognitiver Verzerrungen sowie deren praktische Gegenmaßnahmen.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Prospect Theory, Verlustaversion, Referenzpunkteffekt, Cognitive Bias und Controlling.
Der Referenzpunkt bildet in der Prospect Theory das Fundament für die subjektive Bewertung von Gewinnen und Verlusten, anstatt von absoluten Vermögenszuständen auszugehen.
Verlustaversion führt dazu, dass Entscheider Risiken vermeiden, um Verluste zu umgehen, was strategisch Fehlentscheidungen provozieren kann, die durch besseres Risikomanagement korrigiert werden müssen.
Eine Maßnahme ist die Entkoppelung von Verhandlungen durch gleichzeitige Angebotsabgabe oder die Umstellung von absoluten Währungsbeträgen auf prozentuale Angaben bei Preisänderungen.
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