Fachbuch, 2018
45 Seiten
1 Einleitung
2 Was ist Identität?
2.1 Identität nach Mead
2.2 Identität nach Plessner
3 Die Beziehung zwischen Körper und Identität
4 Was ist eigentlich „Schön“?
4.1 Schönheitshandeln und Schönheitsideale
4.2 Die Verbreitung von Schönheitsidealen
4.3 Warum Schönheit und Schönheitsideale so wichtig sind
5 Schönheit und Weiblichkeit
5.1 Was bedeutet eigentlich „Weiblichkeit“?
5.2 Die Haut
6 Die Norm der Körperenthaarung und ihre Entstehung
6.1 Gründe für die Entfernung der Körperbehaarung der Frau
6.2 Von Amerika nach Europa
7 Das Haar als Symbol
7.1 Das Haar und seine symbolische Bedeutung bei Anthony Synnott
7.2 Die Bedeutung des Haares und dessen Entfernung in der heutigen Zeit
8 Herstellen von Weiblichkeit
9 Was die Haarentfernung bewirkt
9.1 Gesellschaftlicher Status
9.2 Selbstkritik
10 Schluss
10.1 Zusammenfassung
10.2 Fazit
10.3 Ausblick
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der weiblichen Identität und der kulturellen Praxis der Beinenthaarung. Dabei wird analysiert, inwiefern die moderne Identitätsbildung über den Körper als Medium erfolgt und welche gesellschaftlichen Normen, insbesondere Schönheitsideale, diesen Prozess steuern.
6.1 Gründe für die Entfernung der Körperbehaarung der Frau
Ein von den Illustrierten angegebener Grund für die Entfernung der Körperbehaarung der Frau ist die Hygiene. Körperhaare werden dabei ähnlich behandelt wie Ausscheidungsprodukte des Körpers – wie z.B. Schweiß oder Blut – welche mit negativen Gefühlen, wie Ekel, behaftet sind. Des Weiteren wird ein starkes Verlangen beschrieben diese Spuren des Körpers zu beseitigen.
„Female body hair has been treated in much the same way as other body products: it is said to be „ugly“ and „disfiguring,“ and even „morbid“ ;it is to be removed in the privacy of one’s own bathroom […]“ (Hope, S.97).
Hope betont, dass während derselben Zeit, in der die Haarentfernung als hygienisch notwendig angesehen wird, auch andere Verhaltensweisen im Bezug auf die Hygiene der Frau eingeführt werden:
„ […] during the same period other cleanliness behaviors were being introduced or reinforced through advertising. Women during this period were not only being told that their body hair was unfashionable, but also that their breath was bad, that they were probably turning away suitors because of body odor, that „feminine daintiness“ demanded a certain type of sanitary napkin […]. In short, one’s goodness and value as a human being came to be identified with one’s attention to rather stringent personal hygiene routines“ (Hope, S.98).
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich des Einflusses der Beinenthaarung auf die weibliche Identität.
2 Was ist Identität?: Theoretische Einführung in die Identitätsbildung anhand der Ansätze von George Herbert Mead und Helmuth Plessner.
3 Die Beziehung zwischen Körper und Identität: Untersuchung des Körpers als Medium der Identitätspräsentation und dessen soziale Bedeutung.
4 Was ist eigentlich „Schön“?: Analyse des Schönheitshandelns, der medialen Verbreitung von Idealen und deren Bedeutung für das Individuum.
5 Schönheit und Weiblichkeit: Erörterung der historischen Verknüpfung von Weiblichkeit, Schönheit und körperlichen Attributen.
6 Die Norm der Körperenthaarung und ihre Entstehung: Darstellung der historischen Entwicklung der Enthaarungspraxis, primär basierend auf Christine Hopes Forschungen.
7 Das Haar als Symbol: Analyse der symbolischen Bedeutung von Haar unter Berücksichtigung der Theorie von Anthony Synnott.
8 Herstellen von Weiblichkeit: Betrachtung der Beinenthaarung als Prozess der Disziplinierung und sozialen Anpassung.
9 Was die Haarentfernung bewirkt: Reflexion über die Auswirkungen auf den sozialen Status und die Selbstwahrnehmung der Frau.
10 Schluss: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse, Fazit zur Identitätskonstruktion und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Identität, Beinenthaarung, Weiblichkeit, Körperbild, Schönheitshandeln, Schönheitsideale, soziale Normen, Symbolik, Gender, Körperlichkeit, Selbstwahrnehmung, Medien, Sozialisation, Haarentfernung, Autonomie.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie weibliche Identität durch den Körper konstituiert wird und welche Rolle die gesellschaftlich erwartete Beinenthaarung dabei spielt.
Zu den zentralen Feldern gehören die Identitätstheorie, die Soziologie der Schönheit und Körperlichkeit, die Symbolik von Haar sowie die historische Entwicklung von Schönheitsnormen.
Das Ziel ist es, den Bezug zwischen der Enthaarung der Beine als kulturelle Praktik und der Ausprägung weiblicher Identität aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf soziologischen und philosophischen Identitätskonzepten basiert und diese mit historischen Analysen und Medientheorien verknüpft.
Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Schönheitsidealen, die Bedeutung des Körpers als Identitätsmedium und die spezifische Geschichte sowie Symbolik der weiblichen Körperbehaarung.
Identität, Beinenthaarung, Weiblichkeit, Schönheitshandeln und Körperbild sind die zentralen Begriffe, die diese Untersuchung definieren.
Die Arbeit zeigt, dass Beinenthaarung heute nicht mehr nur ein freiwilliger Trend ist, sondern eine soziale Norm, deren Nicht-Erfüllung zu negativen Zuschreibungen wie Ungepflegtheit oder Unweiblichkeit führt.
Werbung dient als zentraler Sozialisationsagent, der ein makelloses, haarfreies Frauenbild als Standard definiert und somit subtilen Druck auf Frauen ausübt, diesem Ideal zu entsprechen.
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