Bachelorarbeit, 2014
49 Seiten, Note: 2,3
1.Einleitung
2. Begrifflichkeiten der Arbeit
2.1 Kulturelle Vielfalt
2.2. Interkulturalität
2.3 Interkulturelle Kompetenz
2.4 Interkulturelle Kompetenzen in der Erwachsenenbildung
3. Grundsätzliches zur Erwachsenenbildung
3.1 Historischer Abriss der Erwachsenenbildung
3.2 Definition der Erwachsenenbildung
3.3 Bereiche der Weiterbildung
3.4 Die Bildungsdimensionen
4. Interkulturelle Projekte, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten
4.1 Projekt zur interkulturellen Kompetenz in der kulturellen Erwachsenenbildung
4.1.1 Interkulturelle Öffnung und die Besonderheit ländlicher Strukturen
4.1.2 Interkulturelle Kompetenz und Kulturelle Bildung für Fachkräfte im Elementarbereich
4.2 Fehler und Lösungsmöglichkeiten bei der Erwachsenenbildung von Migranten
4.3 Interkulturalität als Herausforderung für die Bildungsinstitutionen
4.4 Kulturelle Vielfalt als Herausforderung an die Erwachsenenbildung
5. Institutionen der Bildungsforschung
5.1 Der AES Trendbericht 2012
5.2 Kulturelle Vielfalt in der Bildungsforschung am Beispiel der Hochschule
6. Internationale Perspektiven der Erwachsenenbildung
6.1 Internationaler Einfluss auf die Erwachsenenbildung
6.2 Aktuelle Thematiken der internationalen Erwachsenenbildung
7. Die Einflüsse des 21. Jahrhunderts
8. Zielgruppenspezifische Erwachsenenbildung
8.1 Neuzuwanderer
8.2 Deutschförderung von Menschen mit Migrationshintergrund
8.2.1 Pädagogische Rahmenbedingungen des ESF-BAMF Programms
8.2.2 Entwicklungen seit 2008
8.3 Praxisbeispiel des BAMF Konzepts
9. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen umfassenden Einblick in die Bedeutung und Umsetzung von Interkulturalität innerhalb der Erwachsenenbildung in Deutschland zu geben. Dabei wird untersucht, wie Bildungsträger auf die wachsende kulturelle Vielfalt reagieren, welche Herausforderungen bei der Integration von Migranten bestehen und welche pädagogischen Konzepte zur Förderung interkultureller Kompetenzen sowie zur Sprach- und Integrationsförderung entwickelt wurden.
1.Einleitung
In allen Bildungsbereichen wird zunehmend die Dringlichkeit der Förderung der interkulturellen Kompetenzen erkannt. Dies lässt auch die Erwachsenenbildung nicht unberührt. Mit der kulturellen Pluralisierung der modernen Gesellschaft ergibt sich die Notwendigkeit sich damit auseinanderzusetzen, wie mit kulturellen Unterschieden und deren Bedingungsfaktoren umzugehen ist (vgl. Demorgon / Molz 1996, S. 78). Interkulturalität ist das neue Modewort. Die Suchmaschine „Google“ findet zur Suchanfrage „interkulturell“ 1.180.000 Treffer in nur 20 Sekunden. Bedingt wird dies durch die fortschreitende Globalisierung, sowie die Öffnung der Ländergrenzen. Deutlich wird es auch durch Slogans wie „global village“, die immer häufiger eingesetzt werden. Das Internet erlaubt die rasante Verbreitung von Nachrichten und die Kommunikation in weit entfernte Gebiete.
Kulturbegegnungen durch Reisen hat es aber immer schon gegeben, genauso wie Migrationsbewegungen. Heute ist es aber um einiges leichter. „Internationales, ja globales Denken und Handeln werden gefordert. Diesem Trend kann sich unsere Gesellschaft und keiner, der in ihr lebt und arbeitet, mehr entziehen“ (Thomas 1996, S. 15). Deutschland ist auch im Jahr 2013 das beliebteste Einwanderungsland (vgl. Dehmer / Woratschka 2013). Menschen haben schon immer mit Interkulturalität und kultureller Vielfalt zu tun. Schon während den Kolonien, den internationalen Handelsbeziehungen, den Reisen und später den Geschäftsreisen wurden nationale Grenzen übertreten und interkulturell gehandelt. Doch erst heute, da das Aufeinandertreffen kultureller Vielfalten im Alltag nicht mehr wegzudenken ist, ist globales Denken und Handeln wichtiger denn je.
1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die steigende Relevanz interkultureller Kompetenzen in der Erwachsenenbildung ein und definiert das Ziel der Arbeit vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung und Einwanderung.
2. Begrifflichkeiten der Arbeit: Es erfolgt eine begriffliche Klärung von "kultureller Vielfalt", "Interkulturalität" und "interkultureller Kompetenz", wobei auf die Schwierigkeit einer trennscharfen Definition im wissenschaftlichen Diskurs hingewiesen wird.
3. Grundsätzliches zur Erwachsenenbildung: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Erwachsenenbildung in Deutschland, definiert das Praxisfeld und erörtert die verschiedenen Bereiche sowie Bildungsdimensionen des lebenslangen Lernens.
4. Interkulturelle Projekte, Herausforderungen und Lösungsmöglichkeiten: Hier werden konkrete Entwicklungsprojekte vorgestellt, Herausforderungen für Bildungsinstitutionen analysiert und Strategien zur erfolgreichen Planung interkultureller Angebote abgeleitet.
5. Institutionen der Bildungsforschung: Dieses Kapitel stellt aktuelle Forschungsarbeiten vor, insbesondere den AES Trendbericht 2012 und Studien zur kulturellen Vielfalt an Hochschulen.
6. Internationale Perspektiven der Erwachsenenbildung: Es wird der Einfluss internationaler Organisationen und grenzüberschreitender Bildungsdebatten auf die nationale Erwachsenenbildung diskutiert.
7. Die Einflüsse des 21. Jahrhunderts: Fokus auf die Auswirkungen von Globalisierung und Beschleunigung auf die Identitätsbildung und die Anforderungen an die Erwachsenenpädagogik.
8. Zielgruppenspezifische Erwachsenenbildung: Detaillierte Betrachtung der Integrationsförderung für Neuzuwanderer, der Programme des BAMF und praktischer Erfahrungen mit Sprachkursen.
9. Schlussbetrachtung: Zusammenfassendes Fazit zur aktuellen Situation der Weiterbildungsforschung und Ausblick auf die wachsende Bedeutung interkultureller Angebote.
10. Literaturverzeichnis: Auflistung sämtlicher für die Arbeit herangezogener Print- und Internetquellen.
Erwachsenenbildung, Interkulturalität, kulturelle Vielfalt, interkulturelle Kompetenz, Migration, Integrationskurs, lebenslanges Lernen, Sprachförderung, Bildungsforschung, Globalisierung, soziale Integration, berufliche Weiterbildung, Bildungsmanagement, kulturelle Bildung, Diversity.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Erwachsenenbildung in einer durch Einwanderung und Globalisierung geprägten Gesellschaft und wie diese auf die damit verbundene kulturelle Vielfalt reagiert.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Interkulturalität, die praktische Umsetzung in Bildungsprojekten, staatliche Integrationsprogramme sowie die Herausforderungen bei der Qualifizierung von Menschen mit Migrationshintergrund.
Das Ziel ist es, einen fundierten Einblick in die Interkulturalität der Erwachsenenbildung zu geben, Fehler in bisherigen Ansätzen aufzuzeigen und Lösungsstrategien für eine erfolgreiche gesellschaftliche und berufliche Partizipation von Migranten zu erörtern.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturrecherche, die Auswertung von Bildungsberichten (AES Trendbericht) sowie eine qualitative Einzelfallbetrachtung durch ein Experteninterview mit einem Träger für Sprachschulungen.
Der Hauptteil analysiert historische Grundlagen der Erwachsenenbildung, stellt konkrete Praxisbeispiele wie das ESF-BAMF-Programm vor und diskutiert Herausforderungen wie institutionelle Zugangsbarrieren und die Notwendigkeit, kulturelle Vielfalt als Ressource zu begreifen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Interkulturalität, Erwachsenenbildung, Migrationshintergrund, Integration und lebenslanges Lernen charakterisiert.
Das BAMF-Konzept dient als zentrales Praxisbeispiel, um zu zeigen, wie Sprachförderung und berufliche Qualifizierung verknüpft werden, wobei der Autor kritisch die Balance zwischen Assimilationsanforderungen und tatsächlicher Unterstützung hinterfragt.
Es bedeutet den Abbau von Zugangsbarrieren, die Reflexion des eigenen pädagogischen Personals hinsichtlich kultureller Vorurteile und die Gestaltung von Angeboten, die aktiv auf die Lebenswelten der Zielgruppe eingehen, statt lediglich Defizite zu verwalten.
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