Masterarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
2 Allgemeines
2.1 Forschungsstand und Methodik
2.2 Einordnung des Genres
2.3 Parallelen zwischen Leben und Werk Rowlings
2.4 Inhalt der Heptalogie
3 Einführung in die magische Welt
3.1 Personen
3.2 Wesen
3.3 Orte, Dinge und Aktivitäten
3.4. Muggel und Zauberer - Parallelwelten
4 Die sprachliche Konstruktion der magischen Welt
4.1 Kombination aus Realem und Phantastischem
4.2 Redende Namen
4.3 Charakterisierung der Personen durch ihre Sprache
4.4 Zauber als Sprachhandlungen
5 Zwei Bedeutungsebenen
5.1 Einführung
5.2 Harry Potter – Literatur für Kinder und Erwachsene
5.3 Gesellschaftskritik
5.4 Foreshadowing
5.5 Übersetzungsproblematik
6 Sprachstilistische Mittel
6.1 Sprach- und Wortspiele
6.2 Humor
6.3 Bildhafte Sprache
6.4 Elemente des Mündlichen
7 Intertextualität und Anschlusskommunikation
7.1 Text aus Texten
7.2 Märchen und andere literarische Werke
7.3 Theologische und alchemistische Elemente
7.4 Fan fiction
8 Zusammenfassung
Diese Arbeit führt eine umfassende linguistische Analyse der "Harry-Potter"-Romanreihe von Joanne Kathleen Rowling durch, wobei der Fokus auf der sprachlichen Konstruktion der magischen Welt liegt. Ziel ist es aufzuzeigen, wie kreativ eingesetzte sprachliche Mittel, wie etwa "redende Namen" oder die Konstitution verschiedener Bedeutungsebenen, wesentlich zum Erfolg der Heptalogie beitragen.
4.2 Redende Namen
Die Onomastik beschäftigt sich mit Bedeutung, Herkunft und Verbreitung von Namen. Diese werden dabei auf ganz unterschiedliche Arten klassifiziert. Für die vorliegende Arbeit soll von folgender Einteilung nach Walther ausgegangen werden, wobei zu den wichtigsten Namengruppen ein Beispiel aus den Harry-Potter-Romanen angeführt wird:
A 1. Personennamen (Anthroponyme) Bsp.: Remus Lupin
A 2. Personengruppennamen (Sozionyme, Ethnonyme) Bsp.: Muggel
B 1. Geografische Großobjektnamen (Makrotoponyme) Bsp.: Hogsmeade
B 2. Geografische Kleinobjektnamen (Mikrotoponyme) Bsp.: Die Heulende Hütte
C. Ereignisnamen (Aktivitätennamen) Bsp.: Apparieren
D. Institutionsnamen Bsp.: Hogwarts
E. Produktnamen (Erzeugnisnamen) Bsp.: Weasleys Zauberscherze
und Produzentennamen (Herstellernamen)
F. Sonstige Namen
(S. Brendler 2004, S. 79)
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der linguistischen Analyse der Harry-Potter-Reihe sowie Einordnung in den Forschungsstand.
2 Allgemeines: Biografische Aspekte der Autorin und die Einordnung des Werkes in verschiedene literarische Genres werden diskutiert.
3 Einführung in die magische Welt: Detaillierte Darstellung der Personen, magischen Wesen sowie der zentralen Handlungsorte innerhalb der Welt von Harry Potter.
4 Die sprachliche Konstruktion der magischen Welt: Untersuchung der sprachlichen Verfahren, insbesondere der Namenwahl und der Funktion von Zaubersprüchen als Sprachhandlung.
5 Zwei Bedeutungsebenen: Analyse der Mehrfachadressierung der Romane, der Gesellschaftskritik und der Technik des Foreshadowing.
6 Sprachstilistische Mittel: Auseinandersetzung mit sprachlichen Gestaltungsmitteln wie Humor, Wortspielen und Elementen der Mündlichkeit.
7 Intertextualität und Anschlusskommunikation: Diskussion der intertextuellen Bezüge und des Phänomens der Fanfiction als moderne Anschlusskommunikation.
8 Zusammenfassung: Resümee der wichtigsten Erkenntnisse der Untersuchung zur sprachlichen Kreativität in den Romanen.
Harry Potter, J.K. Rowling, Linguistische Analyse, Phantastische Literatur, Redende Namen, Mehrfachadressierung, Gesellschaftskritik, Foreshadowing, Sprachstilistische Mittel, Intertextualität, Fanfiction, Onomastik, Sprechakttheorie, Magische Welt, Literaturwissenschaft
Die Arbeit widmet sich einer linguistischen Analyse der Harry-Potter-Romanreihe, um zu verstehen, wie Joanne K. Rowling durch sprachliche Gestaltung eine komplexe magische Welt erschafft.
Die Schwerpunkte liegen auf der Namensgebung (Onomastik), der Mehrfachadressierung (Kinder- und Erwachsenenliteratur), sprachstilistischen Mitteln und intertextuellen Bezügen.
Es soll aufgezeigt werden, wie die kreative Verwendung von Sprache und verschiedene Bedeutungsebenen wesentlich zum weltweiten Erfolg der Romanreihe beigetragen haben.
Die Autorin nutzt primär Methoden der Textanalyse und vergleicht dabei die englische Originalfassung mit den deutschen sowie teilweise weiteren Übersetzungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der magischen Welt, die sprachliche Konstruktion durch Namen und Zauber, die Analyse der Bedeutungsebenen sowie die Erörterung stilistischer Mittel und Intertextualität.
Zentrale Begriffe sind linguistische Analyse, redende Namen, Mehrfachadressierung, phantastische Literatur und Intertextualität.
Die Arbeit nutzt die Onomastik, um aufzuzeigen, wie Rowling Namen mit semantischen Hinweisen auflädt, die das Wesen oder die Rolle der Charaktere charakterisieren.
Da viele Wortspiele und "redende Namen" im Englischen verankert sind, verdeutlicht die Übersetzung ins Deutsche (und andere Sprachen), wie schwierig die Übertragung dieser sprachspielerischen Feinheiten ist.
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