Bachelorarbeit, 2017
44 Seiten, Note: 1,7
1 Problemstellung
2 Rechtsentwicklung und Zielsetzung des IFRS 15
3 Anwendung und Analyse der Umsatzrealisation nach IFRS 15
3.1 Der sachliche und zeitliche Anwendungsbereich des IFRS 15
3.2 Der konzeptionelle Ansatz des IFRS 15
3.3 Das Fünf-Schritte-Modell
3.3.1 Identifikation von Kundenverträgen
3.3.2 Identifikation separater Leistungsverpflichtungen
3.3.3 Bestimmung des Transaktionspreises
3.3.4 Allokation des Transaktionspreises
3.3.5 Erfüllung von Leistungsverpflichtungen
3.4 Ausgewählte Sonderthemen bei der Bilanzierung von Umsatzerlösen
3.4.1 Vertragsmodifikationen im Rahmen des IFRS 15
3.4.2 Bilanzielle Behandlung von Lizenzen nach IFRS 15
3.4.3 Bilanzierung der Kosten der Vertragserlangung und -erfüllung
3.5 Angabepflichten im Anhang
4 Kritische Analyse der Bilanzierung von Umsatzerlösen nach IFRS 15
5 Thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht kritisch die Einführung des Standards IFRS 15 zur Bilanzierung von Umsatzerlösen. Im Zentrum steht die Leitfrage, ob dieser neue Standard in der Lage ist, die Vergleichbarkeit und Verständlichkeit von Umsatzinformationen für Abschlussadressaten zu verbessern und dabei die bisherigen Schwachstellen und Ermessensspielräume effektiv zu reduzieren.
3.3.2 Identifikation separater Leistungsverpflichtungen
Unmittelbar auf die Identifikation der Kundenverträge folgt die Identifikation separater Leistungsverpflichtungen eines Kundenertrages. Als Leistungsverpflichtung definiert sich jede vertragliche Zusage über eigenständige Güter oder Dienstleistungen, oder eigenständige Bündel aus Gütern und Dienstleistungen. Kundenverträge sind hierfür gemäß IFRS 15.22 zu Vertragsbeginn auf abgrenzbare Leistungsverpflichtungen zu prüfen, da abgrenzbare Einzelleistungen als separate Leistungsverpflichtung zu bilanzieren sind. Die Abgrenzbarkeit stellt somit das zentrale Kriterium dar.47 Zu beachten ist hierbei, dass gemäß IFRS 15.24 nicht nur explizit vereinbarte Leistungen relevant sind. Es sind auch Leistungen zu berücksichtigen die sich implizit ergeben, sofern der Kunde dessen Erhalt bei Vertragsschluss erwarten kann. Die Identifikation separater Leistungsverpflichtungen wird vorgenommen, da die zeitliche Verteilung der Umsatzerlöse beeinflusst wird, wenn Leistungsverpflichtungen eines Vertrages nicht zeitgleich erfüllt werden.
1 Problemstellung: Einführung in die Bedeutung von Umsatzerlösen für die Rechnungslegung und Erläuterung der Motivation hinter der Einführung des IFRS 15 zur Harmonisierung mit US-GAAP.
2 Rechtsentwicklung und Zielsetzung des IFRS 15: Darstellung des langjährigen Entwicklungsprozesses des Standards und der Ziele des IASB, ein einheitliches, prinzipienbasiertes Regelwerk zur Verbesserung der Vergleichbarkeit zu schaffen.
3 Anwendung und Analyse der Umsatzrealisation nach IFRS 15: Detaillierte Untersuchung der Anwendungsbereiche, des konzeptionellen Ansatzes sowie der methodischen Umsetzung des Fünf-Schritte-Modells, ergänzt um Sonderthemen und Anhangangaben.
4 Kritische Analyse der Bilanzierung von Umsatzerlösen nach IFRS 15: Ganzheitliche Bewertung der Auswirkungen der neuen Regelungen, wobei insbesondere die Regelungstiefe, Komplexität und verbleibende Ermessensspielräume kritisch diskutiert werden.
5 Thesenförmige Zusammenfassung: Komprimierte Darstellung der wesentlichen Ergebnisse der Arbeit in 19 prägnanten Thesen.
IFRS 15, Umsatzrealisation, Fünf-Schritte-Modell, Leistungsverpflichtungen, Transaktionspreis, Mehrkomponentenverträge, Ermessensspielräume, Rechnungslegung, Vertragsänderungen, Anhangangaben, IASB, Bilanzierung, Vertragskosten, Kontrolle, Finanzierungskomponenten.
Die Arbeit analysiert kritisch den Standard IFRS 15 „Revenue from Contracts with Customers“ und dessen Auswirkungen auf die Bilanzierung von Umsatzerlösen in der internationalen Rechnungslegung.
Zentrale Aspekte sind das Fünf-Schritte-Modell zur Umsatzrealisation, die Abgrenzung von Leistungsverpflichtungen, die Allokation von Transaktionspreisen und die Auswirkungen auf die Berichtsqualität durch erweiterte Anhangangaben.
Die Arbeit untersucht, ob der IFRS 15 die Entscheidungsgrundlage für Abschlussadressaten verbessert, indem er die Vergleichbarkeit erhöht und Ermessensspielräume der Unternehmen bei der Umsatzrealisation einschränkt.
Es handelt sich um eine konzeptionelle Arbeit, die primär auf der Auswertung des Standards selbst, einschlägiger Fachliteratur sowie Beiträgen in wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften basiert.
Im Hauptteil werden schrittweise die Anwendung des IFRS 15 analysiert, inklusive komplexer Sonderthemen wie Vertragsmodifikationen, Lizenzen und der Bilanzierung von Vertragskosten.
Wichtige Begriffe sind IFRS 15, Fünf-Schritte-Modell, Leistungsverpflichtungen, Transaktionspreis, Bilanzierung und Ermessensspielräume.
Der Übergang markiert einen Wechsel vom bisherigen „Chancen-und-Risiken-Modell“ hin zu einem konsequenten „Kontroll-Ansatz“, was Unternehmen zu umfangreichen Prozessanpassungen und einem veränderten Ausweis von Umsatzerlösen zwingt.
Obwohl sie für fertigungsintensive Branchen wichtig ist, wird kritisiert, dass sie den „Kontroll-Ansatz“ des Standards teilweise aufweicht, da sie auf einem fiktiven Kontrollübergang basiert und die Vergleichbarkeit beeinträchtigen kann.
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