Examensarbeit, 2005
145 Seiten, Note: 2,4
Einleitung
I. Psychologische Aspekte zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ in der Erfahrungswelt von Kindern und Jugendlichen
1. Unsicherheiten im Umgang mit Sterben und Tod
1.1. Gesellschaftlicher Umgang mit Sterben und Tod
1.1.1. Historische Betrachtungsweise der Todesproblematik
1.1.2. Die These der gesellschaftlichen Verdrängung
1.1.2.1. Modernisierungsprozesse
1.2. Tod und Psyche
1.2.1. Die Angst vor dem Tod
1.2.2. Sterben und Tod aus der Sicht Sterbender
1.2.2.1. Die Aussagekraft der Symbole Sterbender
1.2.2.2. Sterbephasen nach Kübler- Ross
1.2.2.3. Der Übergang vom Leben zum Tod
2. Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen mit Sterben und Tod
2.1. Begriffsbestimmung „Sterben“ und „Tod“
2.1.1. Begriffsbestimmung „Sterben“
2.1.2. Begriffsbestimmung „Tod“
2.2. Sozialisationseinflüsse auf die Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen
2.3. Entwicklungspsychologisch bedingte Todesvorstellungen von Kindern und Jugendlichen
2.3.1. Entwicklung des Todesbewusstseins
2.3.2. Allmachtsphantasien und der Glaube an die Unsterblichkeit bei Kindern
2.4. Todesbegegnungen
3. Reaktionen von Kindern und Jugendlichen beim Verlust eines nahe stehenden Menschen
3.1. Begriffsbestimmung „Trauer“
3.2. Funktion der Trauer
3.3. Faktoren, die die Trauer beeinflussen können
3.4. Weg der Trauer
3.4.1. Trauer als Krise und Chance des menschlichen Lebens
3.4.2. Die vier Trauerphasen nach Kast
3.5. Elemente der Trauer
3.6. Tod und Trauer innerhalb der Familie
3.6.1. Wenn ein Kind stirbt – Trauer aus der Sicht der Eltern
3.6.1.1. Die Eltern – Kind – Bindung
3.6.1.2. Der Verlust des Kindes
3.6.2. Wenn Eltern sterben – Trauer aus der Sicht eines Kindes
3.6.3. Tod eines Geschwisters – Trauer aus der Sicht eines Geschwisters
3.6.3.1. Geschwister-Bindung
3.6.3.2. Der Verlust des Geschwisters
3.7. Einfluss der verschiedenen Todesumstände
3.7.1. Der plötzliche Tod
3.7.2. Der Tod nach einer Krankheit
II. Krankheit, Sterben und Tod als literarisches Thema, bezogen auf Kinder- und Jugendliteratur
1.1. Definition von Kinder- und Jugendliteratur
1.1.1. Definition realistischer Kinder- und Jugendliteratur
1.1.2. Definition problemorientierter , realistischer Kinder- und Jugendliteratur
1.2. Geschichte des Todes im Kinder- und Jugendbuch
1.3. Merkmale literarischer Gattung
1.4. Funktionen realistischer Kinder- und Jugendliteratur zum Thema Sterben und Tod
1.4.1. Förderung kritischer Betrachtungsweisen
1.4.2. Formulierungshilfe
1.4.3. Orientierungshilfe
1.4.3. Therapiemöglichkeit
1.4.4.1. Autobiographische Texte
III. Buchanalysen
1. Die Mondmutter von Susanne Kilian
1.1. Die Autorin
1.2. Inhalt
1.3. Inhaltliche Analyse
1.3.1. Kommunikationsstrukturen
1.3.2. Trauerarbeit
1.3.3. Psychische Verarbeitung
1.3.4. Todesvorstellung
1.3.5. Der Mond
1.4. Stilanalyse
1.4.1. Äußere Aufmachung
1.4.2. Struktur und Aufbau
1.4.3. Erzählsituation
1.4.4. Figurenkonstellation
1.4.5. Sprache/Satzbau
1.4.6. Stilmittel
1.5. Bewertung
2. Du fehlst mir, du fehlst mir! von Peter Pohl und Kinna Gieth
2.1. Die Autoren
2.2. Entstehung des Buches
2.3. Inhalt
2.4. Inhaltliche Analyse
2.4.1. Kommunikationsstruktur
2.4.2. Trauerarbeit
2.4.3. Psychische Verarbeitung
2.4.4. Todesvorstellung
2.5. Stilistische Analyse
2.5.1. Äußere Aufmachung
2.5.2. Struktur und Aufbau
2.5.2. Erzählsituation
2.5.3. Figurenkonstellation
2.5.4. Sprache/ Satzbau
2.5.6. Stilmittel
2.6. Bewertung
3. Vergleich der beiden Bücher mit Verweis auf andere problemorientierte Kinder- und Jugendbücher.
3.1. Die Autoren
3.2. Inhalt
3.3.1. Kommunikationsstrukturen
3.3.2. Trauerarbeit
3.3.3. Psychische Verarbeitung
3.3.4. Todesdefinition
3.4. Stilistischer Vergleich
3.4.1. Äußere Aufmachung
3.4.2. Stilmittel/Symbole
3.4.3. Struktur und Aufbau
3.5. Realitätsgehalt
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, zwei ausgewählte Kinder- und Jugendbücher („Die Mondmutter“ von Susanne Kilian sowie „Du fehlst mir, du fehlst mir!“ von Peter Pohl und Kinna Gieth) auf ihre sozialpsychologische und entwicklungspsychologische Eignung hin zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, ob diese literarischen Werke das sensible Thema des plötzlichen Todes eines Familienmitglieds sowie die damit verbundene kindliche Trauerarbeit realistisch und kindgerecht darstellen, um Betroffenen als Hilfestellung zu dienen.
1.2.1. Die Angst vor dem Tod
Die Angst vor dem Tod begleitet die meisten Menschen das ganze Leben lang unbewusst und wird durch konkrete Todeserfahrungen ins Bewusstsein gerückt. Gründe für die so genannte Todesangst sind die Angst vor dem Endgültigen, die Angst einmal nicht mehr da zu sein und die Angst vor dem Ungewissen. Niemand kann sagen, was dann mit uns oder unserer Seele sein wird.
Große Angst bei dem Gedanken an den eigenen Tod resultiert aus der Frage nach dem „Wie“. Wie werde ich gehen müssen und vor allem, wie kommt meine Familie damit zurecht. Ein Auszug aus einem Tagebuch einer Sterbebegleitung bringt diese beängstigende Situation auf den Punkt:
„Ich bin da, Anna, ich bleib´ bei dir. Aber es hörte nicht auf! Anna rang weiter nach Luft, ich kniete vor dem Bett, hielt ihre Hand, vergrub meinen Kopf in der Bettdecke, weil ich nicht mehr hinsehen konnte.- Wann hört es nun endlich auf? Anna, meine arme Anna, du sollst doch einen leichten Tod haben, nicht so einen!“
Dieser Auszug bringt primär die Angst der Sterbebegleitung zum Ausdruck, spiegelt jedoch die Angst der eigentlich betroffenen Person wider.
Unsicherheiten im Umgang mit Sterben und Tod: Das Kapitel beleuchtet historische sowie psychologische Hintergründe, warum der Tod in der modernen Gesellschaft verdrängt wird und welche Auswirkungen dies auf den Einzelnen hat.
Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen mit Sterben und Tod: Hier wird analysiert, wie Kinder den Tod in verschiedenen Entwicklungsphasen wahrnehmen und welche Rolle die Familie und Medien bei der Formung dieser Vorstellungen spielen.
Reaktionen von Kindern und Jugendlichen beim Verlust eines nahe stehenden Menschen: Dieses Kapitel erläutert den Trauerprozess, die verschiedenen Phasen der Trauer und die spezifischen Herausforderungen, denen Kinder bei familiären Verlusten gegenüberstehen.
Krankheit, Sterben und Tod als literarisches Thema, bezogen auf Kinder- und Jugendliteratur: Diese Sektion definiert die problemorientierte Kinderliteratur und untersucht ihre pädagogische Funktion als Hilfsmittel zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen.
Buchanalysen: Dieser Teil widmet sich der detaillierten Untersuchung von Kilians „Die Mondmutter“ und Pohls/Gieths „Du fehlst mir, du fehlst mir!“, wobei Kommunikationsstrukturen, Trauerarbeit und die psychische Verarbeitung der Protagonistinnen analysiert werden.
Vergleich der beiden Bücher: Abschließend werden die beiden analysierten Werke einander gegenübergestellt, wobei die Unterschiede in Realitätsgehalt, narrativer Struktur und Eignung als literarische Unterstützung für trauernde Kinder hervorgehoben werden.
Tod, Sterben, Trauer, Trauerarbeit, Kindheit, Jugendliche, problemorientierte Kinderliteratur, Todesangst, Verlust, psychische Verarbeitung, Adoleszenz, Familienkonstellation, Pädagogik, Literaturanalyse, Identitätsfindung.
Die Arbeit untersucht, wie zwei ausgewählte Kinder- und Jugendbücher das Thema Sterben und Tod behandeln und ob diese Bücher als pädagogisches Instrument zur Trauerbewältigung bei Kindern geeignet sind.
Die Schwerpunkte liegen auf psychologischen Aspekten der Todeswahrnehmung bei Kindern, den Phasen der Trauerarbeit sowie der Rolle von problemorientierter Literatur bei der Bewältigung familiärer Schicksalsschläge.
Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, ob die analysierten Bücher den entwicklungspsychologischen Bedürfnissen von Kindern im Umgang mit dem plötzlichen Verlust eines Familienmitglieds gerecht werden und realistisch sind.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung psychologischer und pädagogischer Fachliteratur, um Kriterien zur Bewertung von problemorientierten Kinder- und Jugendbüchern zu entwickeln.
Im Hauptteil erfolgen eine theoretische Herleitung über Kindheit und Tod sowie eine tiefgehende, strukturierte Analyse und Bewertung von Kilians „Die Mondmutter“ und Pohls/Gieths „Du fehlst mir, du fehlst mir!“.
Die zentralen Begriffe umfassen Trauerarbeit, Todesvorstellung, kindliche Entwicklung, problemorientierte Jugendliteratur und psychische Verarbeitung.
Da Geschwister eine der intensivsten Beziehungen in der Kindheit teilen, bedeutet ein Verlust nicht nur den Tod des Bruders oder der Schwester, sondern oft auch den kurzzeitigen Verlust der Eltern, die durch ihre eigene Trauer emotional nicht verfügbar sind.
Eltern fungieren als entscheidende Vorbilder; ihre eigene Offenheit oder Tabuisierung des Themas bestimmt maßgeblich, ob ein Kind den Tod als natürliche Gegebenheit integrieren kann oder ob es mit Isolation und Unsicherheit zu kämpfen hat.
Das Schreiben ermöglicht die Umwandlung emotionaler Belastungen in eine greifbare Form, wodurch Distanz gewonnen, Erinnerungen geordnet und eine neue Identität im Kontext des Verlustes gefunden werden kann.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

