Examensarbeit, 2005
213 Seiten, Note: 1,0
1 Problemaufriss
2 Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus der Perspektive der beteiligten Personen
2.1 Theoretische Konzepte zur Beschreibung und Deutung von Übergangen
2.1.1 Der ökopsychologische Ansatz
2.1.2 Kritische Lebensereignisse
2.1.3 Der Transitionsansatz
2.1.4 Zusammenfassung
2.2 Anforderungen und notwendige Kompetenzen für Kind und Eltern beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
2.2.1 Anforderungen auf der individuellen Ebene
2.2.2 Anforderungen auf der interaktionalen Ebene
2.2.3 Anforderungen auf der kontextuellen Ebene
2.2.4 Zusammenfassung
2.3 Schulfähigkeit und Schuleingangsdiagnostik
3 Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus der Perspektive der beteiligten Institutionen
3.1 Der Kindergarten
3.1.1 Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Kindergartens
3.1.2 Rechtlicher Rahmen
3.1.3 Organisatorischer Rahmen
3.1.4 Inhaltlicher Rahmen
3.1.5 Förderung bestimmter Kompetenzen im Hinblick auf die Übergangsbewältigung
3.2 Die Grundschule
3.2.1 Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Grundschule
3.2.2 Rechtlicher Rahmen
3.2.3 Organisatorischer Rahmen
3.2.4 Inhaltlicher Rahmen
3.2.5 Förderung bestimmter Kompetenzen im Hinblick auf die Übergangsbewältigung
3.3 Vergleich zwischen Kindergarten und Grundschule
3.3.1 Gemeinsamkeiten
3.3.2 Unterschiede
3.3.3 Zusammenfassung
3.4 Konsequenzen für den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
3.4.1 Konsequenzen auf rechtlicher Ebene
3.4.2 Konsequenzen auf organisatorischer Ebene
3.4.3 Konsequenzen auf inhaltlicher Ebene
3.4.4 Zusammenfassung
3.5 Anschlussfähigkeit von Kindergarten und Grundschule
3.5.1 Verwirklichung von Anschlussfähigkeit
3.5.2 Zusammenfassung
3.6 Begründung für eine Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule
3.6.1 Begründung für eine Kooperation in Gesetzen und Bildungsplänen
3.6.2 Begründung für eine Kooperation in Konzepten zur Beschreibung und Deutung von Übergängen
3.6.3 Begründung für eine Kooperation aus der Sicht der Erzieherinnen
3.6.4 Begründung für eine Kooperation aus der Sicht der Lehrerinnen
3.6.5 Begründung für eine Kooperation zu Gunsten des Kindes und der Eltern beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
3.6.6 Zusammenfassung
3.7 Formen der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule
3.7.1 Zusammenarbeit der pädagogischen Fachkräfte von Kindergarten und Grundschule
3.7.2 Zusammentreffen von Kindergartenkindern und Schulkindern
3.7.3 Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und Lehrerinnen mit Eltern
3.7.4 Gemeinsame Veranstaltungen im Jahresverlauf
3.7.5 Zusammenfassung
3.8 Probleme der Zusammenarbeit
3.8.1 Informationsmangel und Empfehlungscharakter
3.8.2 Das Problem der Zusammenführung zweier unterschiedlicher Institutionen
3.8.3 Differenzierte Sichtweisen und Auffassungen der pädagogischen Fachkräfte und der Eltern
3.8.4 Probleme der Organisation
3.8.6 Zusammenfassung
4 Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus historischer, empirischer und internationaler Perspektive
4.1 Historische Entwicklung der Übergangsproblematik
4.2 Aktueller Forschungsstand
4.2.1 Forschungsbeiträge aus Deutschland
4.2.2 Aktuelle und noch nicht abgeschlossene Projekte aus Deutschland
4.2.3 Zusammenfassung
4.3 Internationale Perspektiven
5 Die Montessori-Pädagogik
5.1 Maria Montessori und die Grundlagen ihrer Pädagogik
5.1.1 Maria Montessori: Ärztin und Pädagogin
5.1.2 Erziehung und Bildung vom Kinde aus
5.1.3 Die sensiblen Phasen
5.2 Das Montessori-Kinderhaus
5.2.1 Die vorbereitete Umgebung
5.2.2 Das Material
5.2.3 Die Rolle der Erzieherin
5.3 Die Montessori-Schule
5.3.1 Die Freiarbeit
5.5.2 Der Fachunterricht
5.3.3 Das Material
5.3.4 Die Rolle der Lehrerin
5.3.5 Leistungsbeurteilung
5.4 Der Übergang vom Kinderhaus in die Montessori-Schule
5.5 Montessori-Pädagogik in Deutschland
5.5.1 Die Entwicklung der Montessori-Pädagogik in Deutschland
5.5.2 Ausbildung der pädagogischen Fachkräfte von Montessori-Einrichtungen
5.6 Empirische Untersuchungsergebnisse
5.6.1 Forschungsbeiträge aus Deutschland
5.6.2 Zusammenfassung
6 Empirie
6.1 Forschungsfrage
6.2 Forschungsdesign
6.2.1 Untersuchungsmethode
6.2.2 Untersuchungsteilnehmer
6.2.3 Untersuchungsdurchführung
6.2.4 Auswertungsmethode
6.3 Ergebnisse
6.3.1 Regelung der Einschulung in die Montessori-Schule
6.3.2 Formen der Zusammenarbeit
6.3.3 Kooperation mit den Eltern zwecks Übergang
6.3.4 Probleme der Zusammenarbeit
6.3.5 Vorbereitung der Kinder im Kinderhaus
6.3.6 Anschlussfähigkeit der Montessori-Schule
6.3.7 Idealbild des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule
6.3.8 Unterschiede zwischen Übergängen in Regeleinrichtungen und in Montessori-Einrichtungen
6.3.9 Bedeutung der Montessori-Pädagogik für den Übergang
6.3.10 Zusammenfassung
7 Diskussion und Ausblick
7.1 Diskussion
7.2 Ausblick
8 Schlusswort
Die Arbeit untersucht theoretisch und empirisch die Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule, mit einem besonderen Fokus auf Montessori-Einrichtungen. Ziel ist es zu analysieren, wie dieser Übergang in Institutionen mit einem einheitlichen pädagogischen Konzept gelingt und welche Rolle die Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren (Kind, Eltern, Erzieher, Lehrer) spielt.
3.6.5 Begründung für eine Kooperation zu Gunsten des Kindes und der Eltern beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule
In einem vorhergehenden Kapitel wurden die Anforderungen für Kind und Eltern aufgezeigt, die sich beim Übergang vom Kindergarten in die Grundschule ergeben (vgl. 2.2). Wenn Kind und Eltern besonders im letzen Kindergartenjahr im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule auf den Übergang vorbereitet werden, können sie den Anforderungen gestärkter entgegentreten.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, Elemente aus dem Kindergarten bewusster in die Grundschule zu integrieren (TPS 1999, S. 30). Beispiele dafür sind Symbole, welche die Kinder mit ihrem Namen in Verbindung bringen, Morgenkreise, Abschlusskreise und noch vieles mehr. Damit finden die Kinder bekannte Elemente in der Grundschule wieder, die ihnen Sicherheit und Orientierung geben. Darüber hinaus kann die Einteilung der ersten Klassen zusammen mit den Erzieherinnen durchgeführt werden. Freundschaften können in dieser Weise besser berücksichtigt werden. Schulanfänger orientieren sich in der neuen Lebenswelt Grundschule an bereits bekannten Merkmalen: Regeln, Rituale und an Freunden aus dem Kindergarten, die ihnen emotionale Sicherheit geben (Griebel & Niesel 2002, S. 21).
Ein kontinuierlicher Erziehungs- und Bildungsverlauf für das Kind wird von vielen Seiten her gefordert (vgl. 3.6.1 und 3.6.2). Eine Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und Lehrerinnen kann das in großem Maße gewährleisten. Beide Berufsgruppen müssen sich darüber austauschen, inwieweit sie ihr Erziehungskonzept, also Erziehungsziele und Erziehungsstil, aneinander annähern können, so dass für die Kinder, welche von einem Kindergarten in die Grundschule übergehen, größere Bruch vermieden werden können (Huppertz 1980, S. 38).
Problemaufriss: Die Einleitung beleuchtet den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule als zentrales Lebensereignis, das mit Chancen und Herausforderungen für Kinder und Eltern verbunden ist, und ordnet die aktuelle bildungspolitische Bedeutung ein.
Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus der Perspektive der beteiligten Personen: Dieses Kapitel stellt theoretische Konzepte (ökopsychologischer Ansatz, kritische Lebensereignisse, Transitionsansatz) vor und beschreibt die vielfältigen Anforderungen und notwendigen Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen.
Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus der Perspektive der beteiligten Institutionen: Es erfolgt eine detaillierte Darstellung der institutionellen Rahmenbedingungen (Kindergarten vs. Grundschule), ein Vergleich ihrer Merkmale sowie eine Analyse der Notwendigkeit und der Formen der Zusammenarbeit.
Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule aus historischer, empirischer und internationaler Perspektive: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die historische Entwicklung der Übergangsproblematik, aktuelle Forschungsstände in Deutschland sowie internationale Ansätze.
Die Montessori-Pädagogik: Nach einer Einführung in die Grundlagen der Montessori-Pädagogik werden das Montessori-Kinderhaus und die Montessori-Schule sowie deren spezifische methodische Ansätze und Materialien dargestellt.
Empirie: Dieser Teil beschreibt das Forschungsdesign und die Ergebnisse der qualitativen Untersuchung zum Übergang in Montessori-Einrichtungen, inklusive der Einschätzungen von Erziehern und Lehrern zu Kooperation, Vorbereitung und Anschlussfähigkeit.
Diskussion und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse kritisch reflektiert, die Forschungsfragen beantwortet sowie Anregungen für zukünftige Forschungsansätze gegeben.
Schlusswort: Die Autorin fasst persönliche Erkenntnisse aus den Hospitationen und der Forschung zusammen und reflektiert ihre eigene Einstellung zum Montessori-Konzept.
Übergang, Kindergarten, Grundschule, Montessori-Pädagogik, Kooperation, Schulfähigkeit, Transitionsansatz, Bildung, Erziehung, Kindertagesstätte, Schulanfang, Lehrer, Erzieher, Elternarbeit, Schuleingangsdiagnostik.
Die Arbeit befasst sich mit dem Übergang von Kindern vom Kindergarten in die Grundschule. Dabei wird insbesondere untersucht, wie dieser Prozess in Montessori-Einrichtungen gestaltet ist und wie die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen sowie den beteiligten Personen (Eltern, Erzieher, Lehrer) erfolgt.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Übergängen, die institutionellen Unterschiede zwischen Kindergarten und Schule, die Montessori-Pädagogik als spezifischer Ansatz sowie die Analyse von Kooperationsformen und auftretenden Problemen.
Das Ziel ist es zu erfragen, wie der Übergang organisatorisch und inhaltlich gestaltet wird, wenn beide Einrichtungen (Kinderhaus und Schule) nach denselben Prinzipien der Montessori-Pädagogik arbeiten, und ob dies den Prozess für die Kinder erleichtert.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign gewählt. Die Daten wurden mittels leitfadengestützter Interviews mit insgesamt sechs Experten (Montessori-Erzieherinnen und Montessori-Lehrerinnen aus miteinander kooperierenden Einrichtungen) erhoben und anschließend nach der qualitativen Inhaltsanalyse von Mayring ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung (Übergangsmodelle, Anforderungen, institutionelle Rahmenbedingungen, Grundlagen der Montessori-Pädagogik) und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Interviews zu Themen wie Einschulungsregelung, Kooperationsformen und Bedeutung der Montessori-Pädagogik präsentiert werden.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Übergang, Kooperation, Montessori-Pädagogik, Anschlussfähigkeit, Kindertagesstätte und Grundschule charakterisiert.
Die Mehrheit der Befragten sieht in der Montessori-Pädagogik eine große Hilfe, da durch die gleichen Prinzipien und Materialien in beiden Einrichtungen eine gewohnte Lernumgebung erhalten bleibt, was den Kindern Sicherheit und Kontinuität bietet.
Die interviewten Fachkräfte nannten insbesondere Zeitmangel, die räumliche Trennung der Einrichtungen, unterschiedliche organisatorische Anforderungen sowie teils bestehende Vorbehalte zwischen Erzieherinnen und Lehrerinnen als Hemmnisse für eine intensivere Kooperation.
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