Bachelorarbeit, 2016
47 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
2.1. Jugendlich
2.2. Kriminalität
2.3. Devianz und Delinquenz
3. Theoretischer Forschungsstand
3.1. Cohens Subkulturentheorie
3.2. "Theorie der vier Bindungen" von Hirschi
4. Empirischer Forschungsstand
4.1. Polizeiliche Kriminalstatistik
4.2. Dunkelfeldforschung des KFN
5. Aufstellung der Hypothesen
6. „Second International Self-Reported Delinquency Study“
6.1. Die Studie
6.2. Die Daten
7. Analyse
7.1. Skalenbildung
7.2. Regressionsanalysen
7.2.1. Lineare Regressionsanalysen
7.2.2. Multiple Regressionsanalyse
8. Präventionsmöglichkeiten
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, sozioökonomische Aspekte der Jugenddelinquenz theoretisch zu beleuchten und empirisch zu analysieren, um daraus fundierte Ansätze für präventive Maßnahmen gegen Jugendkriminalität abzuleiten.
1. Einleitung
„Es gibt keine Gesellschaft, in der keine Kriminalität existierte. Sie wechselt zwar der Form nach; es sind nicht immer dieselben Handlungen, die so bezeichnet werden. Doch überall und jederzeit hat es Menschen gegeben, die sich derart verhielten, daß die Strafe als Repressionsmittel auf sie angewendet wurde“ (Durkheim 1991 [1895]: 3).
Kriminalität stellt eine Problematik in jeder Gesellschaft dar, für die es bis dato noch keine Lösung gibt. Straftaten finden in jeder Schicht und jedem Alter statt. Klaus Sessar stellt aufgrund der hohen Rückfallquoten in einer Polizeistudie des Bundeslandes Schleswig-Holstein fest: „Die für die Justiz schmerzliche Erfahrung ist die, daß sie nicht gebraucht wird, wenn es darum geht, künftige Straftaten zu verhindern: entweder sie werden von alleine aufgegeben, oder sie werden auch durch Bestrafung nicht aufgegeben.“ (Sessar 1997: 76) So kommt er zu dem Schluss, dass Prävention ein außerordentlich wichtiges Mittel zur Kriminalitätsbewältigung darstellt (Sessar 1997: 77).
Wo sollten also präventive Maßnahmen ansetzen, um das Problem eindämmen zu können? Zur Entwicklung einer Präventionsstrategie muss zuerst der Kern der Kriminalität erkannt werden. Joachim Hellmer weist darauf hin, dass „die Jugendkriminalität die Wurzel des Rückfallverbrechertums ist. Das ‚Gewohnheits- und Berufsverbrechertum‘, d.h. die chronische Kriminalität, beginnt zu 85% im Entwicklungsalter“ (Hellmer 1975: 1f). Deshalb versuche ich in meiner Bachelorarbeit die sozioökonomischen Aspekte der Jugenddelinquenz offen zu legen und zu analysieren. Resultierend daraus werde ich mögliche Präventionsstrategien gegen Jugendkriminalität aufzeigen.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Jugendkriminalität ein, betont die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen und legt die Zielsetzung der Arbeit dar.
2. Begriffserklärung: Hier werden die zentralen Begriffe Jugend, Kriminalität sowie Devianz und Delinquenz definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Theoretischer Forschungsstand: Das Kapitel stellt die theoretische Basis durch Cohens Subkulturentheorie und Hirschis Bindungstheorie bereit, um delinquentes Verhalten zu erklären.
4. Empirischer Forschungsstand: Hier werden die Polizeiliche Kriminalstatistik und Dunkelfeldstudien als Instrumente der empirischen Kriminalitätsforschung kritisch diskutiert.
5. Aufstellung der Hypothesen: Basierend auf dem theoretischen und empirischen Stand werden acht Hypothesen für die anschließende Analyse formuliert.
6. „Second International Self-Reported Delinquency Study“: Dieses Kapitel stellt die verwendete Datenquelle (ISRD-2) vor und beschreibt die Aufbereitung der Variablen für die Analyse.
7. Analyse: In diesem Hauptteil erfolgt die Skalenbildung und die Überprüfung der Hypothesen mittels linearer sowie multipler Regressionsanalysen.
8. Präventionsmöglichkeiten: Hier werden aus den Analyseergebnissen konkrete Strategien zur Prävention von Jugendkriminalität abgeleitet.
9. Fazit: Das Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung der Jugendkriminalität als gesellschaftliches Phänomen.
Jugendkriminalität, Jugenddelinquenz, Sozioökonomie, Subkulturtheorie, Bindungstheorie, Prävention, Polizeiliche Kriminalstatistik, Dunkelfeldforschung, ISRD-2, Regressionsanalyse, Sozialisation, Familie, Schule, delinquentes Verhalten, Jugendstrafrecht
Die Arbeit untersucht die Ursachen von Jugenddelinquenz und erarbeitet auf dieser Grundlage Strategien zur Prävention.
Die Schwerpunkte liegen auf der theoretischen Erklärung von Jugendkriminalität, der Analyse empirischer Daten zur Delinquenz und der Ableitung konkreter präventiver Maßnahmen.
Das Ziel ist es, die sozioökonomischen Faktoren, die zur Jugenddelinquenz beitragen, zu identifizieren und zu analysieren, um daraus Empfehlungen für eine effektive Kriminalprävention zu formulieren.
Die Arbeit nutzt die Sekundäranalyse des Datensatzes der „Second International Self-Reported Delinquency Study“ (ISRD-2) und führt hierzu lineare sowie multiple Regressionsanalysen durch.
Der Hauptteil befasst sich mit der Aufbereitung der Daten, der statistischen Skalenbildung sowie der Überprüfung von acht Hypothesen zum Einfluss verschiedener Faktoren auf das delinquente Verhalten von Jugendlichen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Jugenddelinquenz, Prävention, Subkulturtheorie, Bindungstheorie und Regressionsanalyse.
Die Theorie der vier Bindungen bildet eine der theoretischen Grundlagen, um zu verstehen, warum Jugendliche sich normkonform verhalten oder warum sie delinquent werden, und dient als Basis für mehrere Hypothesen.
Die Schule wird als zentraler Ort der Präventionsarbeit hervorgehoben, da dort alle Jugendlichen erreicht werden können, wobei der Einsatz von Sozialarbeitern anstelle von Lehrern für diesen Zweck empfohlen wird.
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