Masterarbeit, 2018
150 Seiten
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Industrie 4.0
2.2 Unternehmensorganisation
3 Unternehmensorganisation 4.0
3.1 Rahmenbedingungen
3.2 Anforderungen
4 Lösungsansätze von Unternehmensorganisationen 4.0
4.1 Modulare Organisation
4.2 Vernetzte Organisation
4.3 Virtuelle Organisation
5 Bewertungsmodell und Auswirkungen auf die Unternehmensorganisation 4.0
5.1 Bewertungsmodell
5.2 Auswirkungen auf die Organisation 4.0 bei Realisierung
6 Schlussbetrachtung
Das Hauptziel dieser Masterthesis ist die Definition eines Anforderungskatalogs für Unternehmensorganisationen im Zeitalter der digitalen Transformation und Industrie 4.0. Dabei werden verschiedene Lösungsansätze für Unternehmensorganisationen analysiert, deren Vor- und Nachteile gegenübergestellt sowie die Auswirkungen auf die Arbeitswelt und die gesellschaftliche Transformation bewertet.
2.1 Industrie 4.0
Der Begriff „Industrie 4.0“ wurde von der deutschen Bundesregierung als Marketingbegriff erschaffen und steht als Synonym für eine weitgehend selbstorganisierte Produktion mit intelligenten und digital vernetzten Systemen. Im Jahr 2011 wurde der Begriff zum ersten Mal auf der Hannover Messe als Zukunftsprojekt im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 vorgestellt. Dabei beschreibt der Begriff Industrie 4.0 eine Neuausrichtung der Industrie, welche die Arbeitsstrukturen in Unternehmen von der Planung über die Umsetzung bis hin zum Versand der Ware neu definiert. Die Neuausrichtung der Industrie soll derart anders sein, dass hier auch von einer Revolution gesprochen wird. Mit Hilfe von intelligenten Informationstechnologien verschmelzen Fertigungsprozesse miteinander, wodurch Produkt-Lebenszyklen kürzer werden und Kundenbedürfnisse in Echtzeit in die Produktion einfließen.
International steht der Begriff „Industrie 4.0“ auch als Synonym für „industrial internet of things (IIoT)“, „smart manufacturing“, „smart production“, „smart factory“, „big data“ und „advanced manufacturing“.
Wird der Forschungsverlauf von Industrie 4.0 genauer betrachtet, so kann eine rasante Entwicklung beobachtet werden. Bereits im Jahr 2012 wurde von der deutschen Bundesregierung die Hightech-Strategie für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 verabschiedet. Darin steht, dass innerhalb von sieben Jahre (2014 – 2020) diverse Zukunftsprojekte durch den Einsatz von Wirtschaft und Industrie weiterentwickelt und gefördert werden sollen. Mit Hilfe der Hightech-Strategie soll der Fokus auf ein nachhaltiges Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand in Deutschland gelegt werden. Daher wurde von der deutschen Bundesregierung für die Laufzeit von sieben Jahren ein Förderbudget in Höhe von 8,4 Milliarden Euro bewilligt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der digitalen Transformation ein, benennt die Problemstellung, definiert die Zielsetzung der Arbeit und erläutert den Aufbau der Masterthesis.
2 Grundlagen: Hier werden die für das Verständnis der Arbeit notwendigen Begriffe „Industrie 4.0“ sowie „Unternehmensorganisation“ definiert und historisch eingeordnet.
3 Unternehmensorganisation 4.0: Dieses Kapitel analysiert die Rahmenbedingungen, wie Megatrends und Vernetzung, und leitet daraus die spezifischen Anforderungen an eine moderne Unternehmensorganisation ab.
4 Lösungsansätze von Unternehmensorganisationen 4.0: Es werden drei zentrale Lösungsansätze – modulare, vernetzte und virtuelle Organisation – im Detail vorgestellt und ihre Eignung für Industrie 4.0 diskutiert.
5 Bewertungsmodell und Auswirkungen auf die Unternehmensorganisation 4.0: Ein systematisches Bewertungsmodell basierend auf Lasten- und Pflichtenheften wird angewandt, um die Auswirkungen der verschiedenen Lösungsansätze auf die Organisation zu evaluieren.
6 Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Unternehmensorganisationen.
Industrie 4.0, Unternehmensorganisation, Digitale Transformation, Smart Factory, Modulare Organisation, Vernetzte Organisation, Virtuelle Organisation, Prozessorientierung, Arbeit 4.0, Führungsverhalten, Kompetenzmanagement, Cyber Physical Systems, Ressourcenproduktivität, Fachkräftemangel, IT-Sicherheit
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen ihre Organisation an die Anforderungen von Industrie 4.0 und die digitale Transformation anpassen können.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Industrie 4.0, verschiedene Organisationsmodelle (modular, vernetzt, virtuell) sowie deren Bewertung hinsichtlich ihrer Effizienz und Anpassungsfähigkeit.
Das Ziel ist die Erstellung eines Anforderungskatalogs für Unternehmensorganisationen, um diese zukunftsfähig für die Herausforderungen der Industrie 4.0 zu machen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und führt ein Bewertungsmodell ein, das auf den Prinzipien des Lasten- und Pflichtenhefts beruht, um verschiedene Organisationsansätze zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Rahmenbedingungen, die Vorstellung von Lösungsansätzen für die Unternehmensorganisation sowie die Anwendung eines Bewertungsmodells auf diese Ansätze.
Zu den prägenden Begriffen gehören Industrie 4.0, Unternehmensorganisation 4.0, digitale Transformation, smarte Produktion und flexible Arbeitsformen.
Virtuelle Organisationen zeichnen sich durch das Aufbrechen von Unternehmensgrenzen, den Fokus auf Prozessorientierung und eine dynamische, oft instabile Vernetzung von Partnern aus, während klassische Organisationen meist auf starren Hierarchien basieren.
Das 4D-Modell hilft Führungskräften, sich auf die vier Dimensionen – digitalisiert, diversitäts- und demografiegerecht, demokratisch und dynamisch – einzustellen, um der steigenden Komplexität in der Industrie 4.0 gerecht zu werden.
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