Masterarbeit, 2017
149 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1. Anlass und Hintergrund
1.2. Ziele und Untersuchungsfragen
1.3. Aufbau
2. Methodik
2.1. Vorgehensweise und Methoden
2.2. Verwendete Quellen
3. Grundlagen
3.1. Urbane Grüne Infrastruktur
3.2. Planungsinstrumente
3.3. Schlussfolgerungen
4. Potenzial der Bauleitplanung zur Planung, Erhaltung und Entwicklung der Urbanen Grünen Infrastruktur
4.1. Bauleitplanung
4.2. Vergleich der strategischen Ziele der Urbanen Grünen Infrastruktur mit den Planungsleitsätzen der Bauleitplanung
4.3. Geeignete Darstellungsmöglichkeiten im Flächennutzungsplan
4.4. Geeignete Festsetzungsmöglichkeiten in Bebauungsplänen
4.5. Geeignete Planzeichen für die Bauleitplanung
5. Potenzial der kommunalen Landschaftsplanung zur Planung, Erhaltung und Entwicklung der Urbanen Grünen Infrastruktur
5.1. Gesetzliche Landschaftsplanung
5.2. Vergleich der Ziele der Urbanen Grünen Infrastruktur mit den Zielen des Naturschutzes und der Landschaftspflege
5.3. Kommunale Landschaftsplanung
5.4. Geeignete Angaben in Landschaftsplänen und Grünordnungsplänen
5.5. Geeignete Planzeichen für die kommunale Landschaftsplanung
6. Urbane Grüne Infrastruktur in der Flächennutzungs- und Landschaftsplanung deutscher Städte
6.1. Beispiele und deren besondere Qualitäten
6.2. Vergleich der Beispiele
7. Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit Integriertem Landschaftsplan der Stadt Würzburg
7.1. Aktuelle gesamtstädtische Faktoren und Entwicklungen in Würzburg im Vergleich zu den anderen bayerischen Großstädten
7.2. Lokalklima
7.3. Biotopnetz
7.4. Darstellungen und Angaben des bestehenden Flächennutzungsplans (1985) und Landschaftsplans (1980) der Stadt Würzburg zur Urbanen Grünen Infrastruktur
7.5. Vorgaben des Regionalplans der Region Würzburg mit Integriertem Landschaftsrahmenplan zur Urbanen Grünen Infrastruktur Würzburgs
7.6. Informelle Planungen und Konzepte zur Urbanen Grünen Infrastruktur Würzburgs
8. Planungsempfehlungen zur Implementierung der Urbanen Grünen Infrastruktur in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit Integriertem Landschaftsplan Würzburg
8.1. Flächennutzungsplan und Landschaftsplan im Verbund
8.2. Bündelung der bestehenden Pläne und Konzepte
8.3. Untersuchung der Freiraumversorgung und der Biotopvernetzung
8.4. Freiraumentwicklungs- und Biotopverbundplan
8.5. Umfassende Partizipation im Internet
8.6. Leitbild und Entwicklungsziele für die UGI
8.7. Maßnahmen zur Umsetzung der Entwicklungsziele
8.8. Geeignete Darstellungen und Planzeichen
8.9. Sicherstellung der Umsetzung
9. Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung, wie das Konzept der Urbanen Grünen Infrastruktur (UGI) in das bestehende deutsche Planungssystem, insbesondere in die Flächennutzungs- und Landschaftsplanung bayerischer Großstädte, implementiert werden kann, um eine nachhaltige städtische Entwicklung zu fördern. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie formelle und informelle Planungsinstrumente genutzt werden können, um UGI auf gesamtstädtischer Ebene zu erhalten und zu entwickeln.
Urbane Grüne Infrastruktur
Urbane Grüne Infrastruktur (UGI) wird von Hansen et al. (2017) als Netzwerk naturnaher und gestalteter Flächen und Elemente in Städten definiert, die strategisch so geplant, erhalten, unterhalten und entwickelt werden, dass sie gemeinsam eine hohe Qualität hinsichtlich Nutzbarkeit, biologischer Vielfalt und Ästhetik aufweisen und ein breites Spektrum an Ökosystemleistungen erbringen (ebd., 3). Die Planung, Erhaltung und Entwicklung der UGI erfordert die Beteiligung verschiedenster staatlicher, wirtschaftlicher und zivilgesellschaftlicher Akteure (ebd.). UGI fördert die Lebensqualität in Städten und trägt elementar zur Daseinsvorsorge bei (ebd.). Das Grundgerüst der UGI einer Stadt können Elemente wie etwa Parkanlagen, Grünzüge und ringe, Wälder, naturnahe Landschaftsräume oder Gewässersysteme bilden (ebd., 11).
Bestandteile der UGI können aber grundsätzlich alle Formen vegetations- und wassergeprägter Flächen und Elemente sein oder sie können zu solchen entwickelt werden (ebd., 3). Auch Bauwerksbegrünungen können Teil der UGI sein. Stark versiegelte und bebaute Flächen können durch (Teil-)Entsiegelung, Begrünung und Bepflanzung zu einem Teil der UGI entwickelt werden (ebd., 3). Nach dem Verständnis, das dieser Arbeit zugrunde liegt, können die Bestandteile der UGI auch als Stadtgrün oder urbanes Grün bezeichnet werden. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass UGI auf einem Planungsansatz basiert, bei dem die Vernetzung des Stadtgrüns, dessen Ökosystemleistungen, Multifunktionalität und Biotopfunktion im Vordergrund stehen. Daher ist Stadtgrün im Sinne dieser Arbeit nicht zwangsläufig in gleichem Maße auch Teil der UGI. Stadtgrün kann aber bei Bedarf prinzipiell in seiner Funktion für die UGI gesteigert werden.
1. Einleitung: Beschreibt die aktuellen Herausforderungen für deutsche Großstädte, die Relevanz der Urbanen Grünen Infrastruktur und formuliert die zentralen Forschungsfragen der Arbeit.
2. Methodik: Erläutert die Vorgehensweise, die Recherche von Fachliteratur und Online-Datenbanken sowie die Auswahl der untersuchten Fallbeispiele.
3. Grundlagen: Definiert den Begriff der Urbanen Grünen Infrastruktur und beleuchtet zentrale Konzepte wie Multifunktionalität, Vernetzung und das Konzept der Doppelten Innenentwicklung.
4. Potenzial der Bauleitplanung zur Planung, Erhaltung und Entwicklung der Urbanen Grünen Infrastruktur: Untersucht die Rolle von Flächennutzungsplänen und Bebauungsplänen bei der Umsetzung von UGI-Zielen.
5. Potenzial der kommunalen Landschaftsplanung zur Planung, Erhaltung und Entwicklung der Urbanen Grünen Infrastruktur: Analysiert die Möglichkeiten und Ziele der Landschaftsplanung sowie die Verzahnung von Naturschutz und städtischer Entwicklung.
6. Urbane Grüne Infrastruktur in der Flächennutzungs- und Landschaftsplanung deutscher Städte: Analysiert Planungsbeispiele aus Berlin, Bremen, Potsdam und Norderstedt im Hinblick auf die Implementierung des UGI-Konzepts.
7. Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit Integriertem Landschaftsplan der Stadt Würzburg: Dient als Fallstudie, die den Ist-Zustand und die spezifischen Planungsfaktoren der Stadt Würzburg detailliert untersucht.
8. Planungsempfehlungen zur Implementierung der Urbanen Grünen Infrastruktur in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit Integriertem Landschaftsplan Würzburg: Leitet konkrete Empfehlungen und Maßnahmen für die Stadt Würzburg ab.
9. Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der UGI für eine nachhaltige kommunale Planungspraxis.
Urbane Grüne Infrastruktur, Stadtgrün, Bauleitplanung, Landschaftsplanung, Integrierte Stadtentwicklung, Klimaanpassung, Biotopvernetzung, Ökosystemleistungen, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Nachhaltige Stadtentwicklung, Doppelte Innenentwicklung, Würzburg, Freiraumplanung, Naturschutz.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept der Urbanen Grünen Infrastruktur (UGI) in das formelle Planungssystem deutscher Städte integriert werden kann, um eine ökologisch wertvolle und lebenswerte Stadtentwicklung zu erreichen.
Zentrale Themen sind die Vernetzung von Grünstrukturen, die Förderung von Ökosystemleistungen, der Klimaschutz in Städten und die Anwendung von Planungsinstrumenten wie dem Flächennutzungsplan und dem Landschaftsplan.
Das primäre Ziel ist es, Potenziale zur Implementierung der UGI im Rahmen der kommunalen Bauleit- und Landschaftsplanung aufzuzeigen und konkrete Empfehlungen für das Aufstellungsverfahren in der Stadt Würzburg zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Internetrecherche, einer Sekundäranalyse bestehender Planwerke verschiedener deutscher Städte sowie einer fallbezogenen Analyse spezifischer Daten für die Stadt Würzburg unter Nutzung von GIS-Methoden.
Der Hauptteil analysiert das planerische Potenzial der Bauleitplanung und der Landschaftsplanung, evaluiert Fallbeispiele aus verschiedenen deutschen Städten und untersucht die spezifischen lokalen Rahmenbedingungen in Würzburg.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Urbane Grüne Infrastruktur, Bauleitplanung, Klimaanpassung, Biotopvernetzung, Stadtgrün und nachhaltige Stadtentwicklung charakterisiert.
Würzburg wurde gewählt, da es eine bayerische Großstadt ist, in der zum Zeitpunkt der Arbeit ein Neuaufstellungsprozess des Flächennutzungsplans und des Landschaftsplans anstand, was eine direkte Anwendung der Ergebnisse ermöglichte.
In Bayern sind Landschaftsplanung und Bauleitplanung durch die Primärintegration direkt verknüpft; dies bietet eine wichtige Chance, naturschutzfachliche Ziele und UGI-Konzepte direkt und rechtsverbindlich in die Flächennutzungsplanung zu integrieren.
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