Bachelorarbeit, 2018
44 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Bindung zwischen Mutter und Kind
2.1 Die Bindungstheorie
2.2 Die fremde Situation und ihre Bindungstypen
2.3 Sensitivität und ihr Einfluss auf die Mutter-Kind-Interaktion
2.4 Fürsorgeverhalten
2.5 Das Bindungshormon „Oxytocin“
2.6 Bindung durch Bonding
2.7 Zusammenfassung
3. Das Geburtstrauma
3.1 Das Geburtstrauma und seine möglichen Ursachen
3.2 Folgen und mögliche Remission einer traumatischen Geburt für Mutter/Kind
4. Frühinterventionsprogramme
4.1 Frühinterventionsprogramm SAFE ®
4.2 Frühinterventionsprogramm „Pro Kind“
4.3 Frühinterventionsprogramm STEEP™
4.4 Frühinterventionsprogramme im Vergleich
5. Vorstellung des neuen Frühinterventionsprogramm VAA „Von Anfang An“
5.1 Pränatal
5.2 Perinatal
5.3 Postnatal
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen eines Geburtstraumas auf die Mutter-Kind-Bindung und bewertet bestehende Frühinterventionsprogramme hinsichtlich ihrer Eignung, um nach traumatischen Geburtsverläufen die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind zu stärken. Ziel ist die Entwicklung eines neuen, ganzheitlichen Ansatzes, der bereits pränatal ansetzt.
3.1 Das Geburtstrauma und seine möglichen Ursachen
Die Definition des Begriffs „Geburtstrauma“ leitet im Pschyrembel weiter zu den Geburtsschäden (Vgl. Hildebrandt, 2004, S. 630.) Deshalb werde ich zunächst den Begriff „Trauma“ und dann den der Geburt definieren, um daraufhin zum Geburtstrauma und seinen möglichen Ursachen zu gelangen.
Das griechische Wort „Trauma“ bedeutet „Verletzung“. Es kann ein körperliches Trauma wie vergleichsweise eine Wunde sein oder ein psychisches Trauma, welches durch eine erhebliche seelische Belastung und/oder eine unzureichende Bewältigungsmöglichkeit entstehen kann (Vgl. Hildebrandt, 2004, S. 1839).
Die Geburt wird als Austreibungsvorgang des Kindes aus dem Mutterleib beschrieben. Sie beginnt mit dem regelmäßigen Einsetzen rhythmischer Uteruskontraktionen und hat bei einer physiologischen Geburt drei Phasen. Die Eröffnungsperiode, die Austreibungsperiode und Nachgeburtsperiode (Vgl. Hildebrandt, 2004, S. 630).
Daraus lässt sich folgern, dass ein Geburtstrauma eines durch den Geburtsakt entstandener seelischer oder körperlicher Schaden bei Mutter und/oder Kind vergleichsweise durch eine Geburtsverletzung oder eine Störung des Geburtsverlaufes auslösen kann.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die psychologischen Anforderungen an die werdende Mutter und begründet die Relevanz der Untersuchung des Geburtstraumas sowie dessen Auswirkungen auf die Bindungsfähigkeit.
2. Bindung zwischen Mutter und Kind: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Bindungstheorie, die Rolle der elterlichen Sensitivität sowie die Bedeutung von Hormonen und frühem Körperkontakt für eine sichere Bindung.
3. Das Geburtstrauma: Es werden Ursachen und Auswirkungen traumatischer Geburtserfahrungen analysiert, wobei besonders auf die Diskrepanz zwischen Erwartung und erlebter Realität eingegangen wird.
4. Frühinterventionsprogramme: In diesem Kapitel werden die Programme SAFE, Pro Kind und STEEP vorgestellt und in einer vergleichenden Analyse bezüglich ihrer Effektivität und Kriterien bewertet.
5. Vorstellung des neuen Frühinterventionsprogramm VAA „Von Anfang An“: Hier wird ein eigenes, kombiniertes Konzept für ein Frühinterventionsprogramm präsentiert, das von der Schwangerschaft bis zur postpartalen Phase reicht.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit übergreifender Präventionskonzepte zusammen und plädiert für eine intensivere Begleitung werdender Mütter durch fachliche Unterstützung.
Geburtstrauma, Mutter-Kind-Bindung, Frühinterventionsprogramme, Bindungstheorie, Schwangerschaft, Feinfühligkeit, postpartale Depression, Resilienz, Bonding, Prävention, psychoprophylaktische Geburtsvorbereitung, Stressregulation, Kindheitspädagogik, Kaiserschnitt, Intervention.
Die Bachelor-Thesis untersucht, wie traumatische Geburtserfahrungen die Bindungsqualität zwischen Mutter und Kind beeinflussen und welche Unterstützungsmöglichkeiten existieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf Bindungstheorie, die Psychologie des Geburtstraumas, Frühprävention und Interventionsmethoden in der frühen Kindheit.
Das Ziel ist es, effektive Unterstützungsmaßnahmen für Mütter nach traumatischen Geburten zu identifizieren und ein umfassendes, präventives Modell zur Bindungsstärkung zu entwerfen.
Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung und literaturbasierte Analyse bestehender Frühinterventionsprogramme, um eine vergleichende Bewertung vorzunehmen und ein eigenes Konzept abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Bindung, die Definition und Ursachen des Geburtstraumas sowie die detaillierte Analyse und den Vergleich der Programme SAFE, Pro Kind und STEEP.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Geburtstrauma, Mutter-Kind-Bindung, Frühintervention, Feinfühligkeit und präventive psychologische Unterstützung geprägt.
Die Geburt wird als erste gemeinsame Erfahrung zwischen Mutter und Kind angesehen; traumatische Verläufe können die elterliche Verfügbarkeit und die seelische Verfassung der Mutter so beeinträchtigen, dass der Beziehungsaufbau erschwert wird.
Der Entwurf VAA legt einen stärkeren Schwerpunkt auf eine bereits pränatale präventive Betreuung, die psychoprophylaktische Vorbereitung und eine Kontinuität, die bis in die postpartale Phase reicht.
Feinfühligkeit ist die Grundvoraussetzung, um Signale des Kindes korrekt zu interpretieren und angemessen darauf zu reagieren, was wiederum als Fundament für eine sichere Bindung dient.
Die Arbeit verweist darauf, dass operative Eingriffe und eine mangelnde psychosoziale Begleitung unter der Geburt maßgeblich zur Entstehung traumatischer Wahrnehmungen beitragen können.
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