Examensarbeit, 2017
134 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Gedanken zum Beruf des Lehrers
2.1 Was ein Lehrer können muss
2.2 Professionalisierung
3 Der Grundschullehrerberuf und mögliche Belastungsfaktoren
3.1 Das Tätigkeitsfeld des Lehrers im Allgemeinen
3.2 Grundschularbeit als Beruf
4 Der Beruf des Lehrers im Wandel der Zeit
4.1 Nachkriegszeit bis 90er Jahre
4.2 Der Beruf des Lehrers in der heutigen Zeit
4.2.1 Funktionen und Leistungen des Lehrerberufs
4.2.2 Erwartungen an den heutigen Lehrer und eines guten Unterrichts
4.2.3 Erwartungen an den heutigen Lehrer aus Sicht der Schüler
4.2.4 Erwartungen an den heutigen Lehrer aus der Sicht der Politik
4.2.5 Das Bild der Öffentlichkeit vs. eigene Wahrnehmung
5 Empirischer Teil: Interview mit zwei Grundschullehrerinnen
5.1 Methodisches Design
5.1.1 Grundlagen der qualitativen Sozialforschung
5.1.2 Planung
5.1.2.1 Deduktive Kategorienbildung
5.1.2.2 Leitfadeninterview
5.1.3 Erhebung und Aufbereitung
5.1.3.1 Durchführung des Interviews
5.1.3.2 Transkription
5.1.4 Auswertung
5.2 Einzelfalldarstellungen
5.2.1 Interview 1
5.2.1.1 Kurzbiographie der interviewten Person
5.2.1.2 Zusammenfassung des ersten Interviews
5.2.2 Interview 2
5.2.2.1 Kurzbiographie der interviewten Person
5.2.2.2 Zusammenfassung des zweiten Interviews
5.3 Vergleichende Analyse der Interviews
6 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Berufssituation des Grundschullehrers in Hessen. Ziel ist es, die komplexen Anforderungen und Belastungsfaktoren, denen Lehrkräfte in der heutigen Grundschule gegenüberstehen, kritisch zu beleuchten und mögliche Diskrepanzen zwischen dem offiziellen Berufsbild und der erlebten Realität aufzuzeigen.
3.1 Das Tätigkeitsfeld des Lehrers im Allgemeinen
Der Arbeitsplatz eines Lehrers verteilt sich, im Gegensatz zu den meisten anderen Berufen, auf zwei Orte; die Schule und sein Zuhause. Neben der täglichen Arbeit an der Schule, die mittlerweile bei vielen Lehrkräften bis spät in den Nachmittag dauert, muss auch noch ein beträchtlicher Teil zu Hause verrichtet werden. Das dortige Arbeiten ist letztlich zeitlich flexibler und liegt in der eigenen Verantwortung des Lehrers. Es bleibt der Lehrkraft selbst überlassen, wie viel Zeit sie in Vor- und Nachbereitungen, für Korrekturen und Überprüfungsarbeiten investiert. Vieles wird oft am Wochenende erledigt, was dazu führt, dass der Erholungswert der eigentlichen Freizeit deutlich eingeschränkt wird.
Außenstehende Kritiker lassen nämlich oftmals außer Acht, dass ein Großteil des anstehenden Arbeitspensums in der unterrichtsfreien Zeit geleistet wird. Dazu zählt vor allem die adäquate Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Dieser lässt sich jedoch ohne eine festgelegte Struktur, geeignete Methoden und sinnvoll ausgewählte Vorlagen und Arbeitsmaterialien nur sehr unzureichend gestalten.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bildungsdebatte in Deutschland dar, benennt die Forschungsfrage zur Berufssituation des Grundschullehrers und erläutert das methodische Vorgehen.
2 Gedanken zum Beruf des Lehrers: Dieses Kapitel definiert den Lehrerberuf als komplexes akademisches Tätigkeitsfeld, das hohen gesellschaftlichen Anforderungen sowie Kriterien der Professionalisierung unterliegt.
3 Der Grundschullehrerberuf und mögliche Belastungsfaktoren: Hier werden die spezifischen Belastungen im Lehralltag analysiert, wobei der Fokus auf dem hohen Zeitdruck und den vielfältigen außerunterrichtlichen Verpflichtungen liegt.
4 Der Beruf des Lehrers im Wandel der Zeit: Dieses Kapitel bietet einen historischen Rückblick auf die Entwicklung des Lehrerprestige und der Rollenanforderungen von der Nachkriegszeit bis in die heutige Zeit.
5 Empirischer Teil: Interview mit zwei Grundschullehrerinnen: Der empirische Teil umfasst das methodische Design der Studie und die detaillierte Auswertung von Interviews mit zwei Grundschullehrerinnen, um persönliche Sichtweisen auf den Berufsalltag zu gewinnen.
6 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studie zusammen und diskutiert mögliche Lösungsansätze zur Entlastung von Lehrkräften, wie etwa multiprofessionelle Teams und eine bessere personelle Ausstattung.
Grundschullehrer, Berufssituation, Lehrerberuf, Professionalisierung, Belastungsfaktoren, Inklusion, Heterogenität, Bildungsstandards, qualitative Sozialforschung, Leitfadeninterview, Erziehungsauftrag, Lehrerbild, Schulentwicklung, Arbeitsbelastung, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit analysiert die gegenwärtige Berufssituation von Grundschullehrern in Hessen, mit besonderem Fokus auf die veränderten Anforderungen und Belastungen des Berufsalltags.
Zu den Kernbereichen gehören das Lehrerbild in der Gesellschaft, die Professionalisierung des Berufs, der historische Wandel sowie die praktischen Herausforderungen durch Inklusion und gestiegene Erwartungshaltungen.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, wie sich die Berufssituation von Grundschullehrern heute darstellt und inwiefern sich das Selbstbild der Lehrenden von der öffentlichen Wahrnehmung unterscheidet.
Es wird ein qualitatives Forschungsdesign angewandt, das auf leitfadengestützten Interviews mit zwei Grundschullehrerinnen basiert, welche mittels strukturierender Inhaltsanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zum Lehrerberuf, eine geschichtliche Einordnung des Wandels sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem Interviewergebnisse zu Themen wie Elternarbeit, Inklusion und Unterrichtsplanung diskutiert werden.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie "Grundschullehrer", "Berufssituation", "Belastungsfaktoren", "Inklusion" und "Professionalisierung" beschreiben.
Besonders hervorgehoben wird das enge Lehrer-Schüler-Verhältnis und die ausgeprägtere Differenzierungsnotwendigkeit bei hoher Heterogenität, was bei Grundschullehrkräften zu einer spezifischen Form der Eigenbelastung führt.
Die Interviewpartnerinnen berichten von einem Wandel, bei dem Eltern zunehmend überzogene Erwartungen hegen und Aufgaben der Erziehung an die Schule delegieren, was die Lehrkräfte vor zusätzliche zeitliche und emotionale Herausforderungen stellt.
Die Inklusion wird als wichtige, aber unter den derzeitigen Rahmenbedingungen (fehlendes Personal, unzureichende sonderpädagogische Ausbildung) als kaum bewältigbare Zusatzbelastung wahrgenommen.
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