Fachbuch, 2018
117 Seiten
1 Einleitung
2 Struktur der Arbeit
3 Forschungskonstrukt
3.1 Forschungsansatz
3.2 Forschungsfragen
3.3 Forschungsdesign & Forschungsstrategie
3.4 Forschungsmethode
3.4.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
3.4.1.1 Theoretische Differenzierung der Fragestellung
3.4.1.2 Bestimmung der Analysetechniken und Festlegung des konkreten Ablaufmodells
3.5 Zeitlicher Horizont
3.6 Stichprobenauswahl
4 Literaturanalyse
4.1 Die Gesundheit
4.1.1 Begriffsbestimmung
4.1.2 Gesundheitsdeterminanten
4.1.3 Aktueller Gesundheitszustand der deutschen Bevölkerung
4.1.4 Biologische Unterschiede in der Männer- und Frauengesundheit
4.1.5 Ursachen für Arbeitsunfähigkeit von Männern und Frauen
4.2 Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.2.1 Begriffsbestimmung „betriebliches Gesundheitsmanagement“
4.2.2 Gesetzliche Grundlagen
4.2.3 Gründe und Ziele für ein betriebliches Gesundheitsmanagement
4.2.4 Akteure des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.2.5 Instrumente des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.2.6 Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.2.7 Vor- und Nachteile von KMU bei der Umsetzung des betrieblichen Gesundheitsmanagements
4.2.8 Geschlechterspezifisches betriebliches Gesundheitsmanagement
4.3 Zusammenfassung und Ausarbeitung der Forschungslücke
5 Auswertung
5.1 Festlegung des Materials
5.2 Analyse der Entstehungssituation
5.3 Formale Charakteristika des Materials
5.4 Richtung der Analyse
5.5 Definition der Analyseeinheiten
5.6 Analyse der Arbeitgeberfragebögen mittels des Kategoriensystems
5.7 Analyse der Arbeitnehmerfragebögen
5.8 Interpretation der Analyseergebnisse der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerfragebögen im systematischen Vergleich & die Beantwortung der Forschungsfragen
6 Konklusion
6.1 Fazit
6.2 Managementempfehlungen
6.3 Zukünftige Forschungsempfehlungen
6.4 Limitationen
Diese Arbeit untersucht die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern mittelständischer Unternehmen bezüglich eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), wobei ein besonderer Schwerpunkt auf geschlechtsspezifischen Unterschieden liegt, um bestehende Forschungslücken zu schließen und Handlungsempfehlungen abzuleiten.
4.1.1 Begriffsbestimmung
Etymologisch betrachtet hat der Begriff “Gesundheit” seinen Ursprung im germanischen Wort [ga]sunda, was stark oder kräftig bedeutet (Ansorg, 2008, S.43). Doch für Wissenschaftler ist die Gesundheit bis heute kein eindeutig definierbares Konstrukt und daher einem ständigen Wandel unterzogen. Eine der bekanntesten Definition ist die der Weltgesundheitsorganisation WHO (2006), die den Begriff so erklärt: „Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity” (S.1). Diese Sichtweise hat jedoch weltweit zu Kritik geführt. Franke (1993) merkt an, dass das dort proklamierte vollständige physische, mentale und soziale Wohlergehen ein idealutopischer Zustand sei. Des Weiteren habe Gesundheit vielmehr einen Prozesscharakter und sei kein statischer Zustand (zitiert in Schwartz, 2003, S. 26). Den prozesshaftigen Charakter der Gesundheit greift auch der israelisch-amerikanische Medizinsoziologe Antonovsky in seinen Überlegungen auf. Er hat den Gesundheitsbegriff ebenfalls maßgeblich durch seinen Ansatz der Salutogenese (Gesundwerdung) geprägt. Während in der traditionellen Wissenschaft der Fokus bislang auf der Entstehung und Bekämpfung von Krankheiten (Pathogenese) lag, legte Antonovsky den Fokus darauf, welche Bedingungen die Gesundheit erhalten und fördern können.
Dabei sieht er die Gesundheit und Krankheit von Menschen als gegensätzliche Pole eines Kontinuums an, auf dem sich der Mensch stetig hin und her bewegt (Höfer, 2000, zitiert in Büssers, 2008, S.7). Die Gesundheit hängt nach Antonvsky von den drei Komponenten des Kohärenzsinnes (Verstehbarkeit, Bewältigbarkeit und Sinnhaftigkeit) ab. Jeder Mensch entwickelt diese Eigenschaften in den ersten 20 Lebensjahren mit unterschiedlicher Ausprägung. Die Stärke der Ausprägung entscheidet dabei maßgeblich über den Gesundheitszustand, da diese Komponenten Einfluss auf die Fähigkeit der Krisen- und Krankheitsbewältigung des Menschen haben (Wünsch, 2012). Während die aufgeführten Erklärungsversuche des Gesundheitsbegriffes zu einer Objektivierung des Gesundheitsbegriffs tendieren, wird in Hurrelmanns (1990) Definition der Gesundheit deutlich, dass diese auch maßgeblich vom Individuum, seiner erfahrungsmäßigen Perspektive mit dem Gesundheits- bzw. Krankheitszustand und ihrem gesellschaftlichen Kontext abhängt.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ein, beleuchtet den aktuellen Krankenstand und identifiziert die Forschungslücke bezüglich geschlechterspezifischer Aspekte in mittelständischen Unternehmen.
2 Struktur der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Forschungsarbeit und die in den einzelnen Kapiteln behandelten Abläufe des Forschungsprozesses.
3 Forschungskonstrukt: Hier wird der methodische Rahmen definiert, umfassend den induktiven Forschungsansatz, die Forschungsfragen, das qualitative Forschungsdesign sowie die Stichprobenauswahl unter Verwendung der Inhaltsanalyse nach Mayring.
4 Literaturanalyse: Dieser Teil fasst den theoretischen Status quo zusammen, unterteilt in die gesundheitliche Grundlagenforschung und die betriebswirtschaftlichen Anforderungen an ein betriebliches Gesundheitsmanagement inklusive gesetzlicher Grundlagen.
5 Auswertung: Dieses Kapitel präsentiert die systematische Analyse der gewonnenen Fragebogendaten, stellt Arbeitgeber- und Arbeitnehmerperspektiven gegenüber und interpretiert die Ergebnisse im Vergleich zur Literatur.
6 Konklusion: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, leitet Handlungsempfehlungen für das Management ab und diskutiert Forschungslimitationen sowie Potenziale für zukünftige Arbeiten.
Krankenstand, betriebliches Gesundheitsmanagement, geschlechterspezifisches BGM, Männergesundheit, Frauengesundheit, mittelständische Unternehmen, KMU, Salutogenese, Gesundheitsförderung, Arbeitnehmerzufriedenheit, Gesundheitsdeterminanten, Personalentwicklung.
Die Arbeit untersucht, wie mittelständische Unternehmen ihre Arbeitnehmer im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) unterstützen und inwiefern dabei geschlechterspezifische Unterschiede bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt werden.
Die zentralen Themen umfassen den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit, die Grundlagen des betrieblichen Gesundheitsmanagements, die Analyse geschlechtsspezifischer Gesundheitsunterschiede sowie die spezifischen Herausforderungen für mittelständische Unternehmen bei der Implementierung entsprechender Maßnahmen.
Das Ziel ist es, die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in mittelständischen Unternehmen zu vergleichen, um herauszufinden, ob und wie geschlechterspezifische Unterschiede im BGM berücksichtigt werden und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Die Studie nutzt einen qualitativen Ansatz und wendet die strukturierte qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring auf die Antworten aus schriftlichen Fragebögen an, die an Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus vier verschiedenen Unternehmen versendet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Literaturanalyse zu Gesundheitsgrundlagen und BGM-Strukturen sowie in einen umfangreichen Auswertungsteil, der die erhobenen Daten systematisch analysiert und mit dem Stand der Literatur verknüpft.
Die Untersuchung lässt sich vor allem durch die Begriffe betriebliches Gesundheitsmanagement, geschlechterspezifische Unterschiede, mittelständische Unternehmen, Arbeitnehmerinteressen und Gesundheitsförderung charakterisieren.
Aufgrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels wird die Gesundheit der Mitarbeiter zu einer entscheidenden strategischen Ressource, deren Sicherung für das wirtschaftliche Überleben und die Wettbewerbsfähigkeit von KMU essenziell ist.
Die Autorin stellt fest, dass neben formalen BGM-Instrumenten vor allem die persönlichen Führungseigenschaften wie Empathie, Motivation und Vertrauen maßgeblich dazu beitragen, eine Vertrauensbasis zu schaffen und die Akzeptanz gesundheitsfördernder Maßnahmen zu steigern.
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