Bachelorarbeit, 2017
52 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Genußmittelpflanzen
2.1 Wirkstoffe
2.1.1 Coffein
2.1.2 Nikotin
2.1.3 Theobromin
3 Ausgewählte Beispiele von Genußmitteln
3.1 Kaffee
3.1.1 Systematik
3.1.2 Verbreitung und Standortansprüche
3.1.3 Morphologie
3.1.4 Inhaltsstoffe
3.1.5 Historische Entwicklung
3.1.6 Aktueller Stand
3.2 Tabak
3.2.1 Systematik
3.2.2 Verbreitung und Standortansprüche
3.2.3 Morphologie
3.2.4 Inhaltsstoffe
3.2.5 Historische Entwicklung
3.2.6 Aktueller Stand
3.3 Kakao
3.3.1 Systematik
3.3.2 Verbreitung und Standortansprüche
3.3.3 Morphologie
3.3.4 Inhaltsstoffe
3.3.5 Historische Entwicklung
3.3.6 Aktueller Stand
4 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die biologischen Merkmale sowie die ökonomische und soziale Bedeutung der drei Genußmittelpflanzen Kaffee, Tabak und Kakao. Im Zentrum steht die Frage, wie diese Pflanzen den Weg in den europäischen Alltag fanden, welche Rolle ihre Inhaltsstoffe für ihre heutige Popularität spielen und wie sich ihr Konsum im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat.
3.1.5 Historische Entwicklung
Es existieren einige Mythen, wie sich die Entdeckung des Kaffees vollzogen hat. Einer Legende nach zu Folge, entdeckten Ziegenhirten aus der äthiopischen Provinz Kaffa die stimulierende Wirkung der Kaffeepflanze, als ihre Tiere nach dem Verzehr der Blätter und Früchte sehr aufgeweckt waren und selbst in der Nacht sich nicht zu Ruhe legten. Auch wenn der Sachverhalt nicht eindeutig zu bestimmen ist, kann jedoch davon ausgegangen werden, dass der Kaffee im Kaiserreich Abessinien, dem heutigen Äthiopien, entdeckt wurde (Robusto, 2010).
Bereits im 12. und 13. Jahrhundert wurden vermutlich Kaffeepflanzen im Jemen angebaut, zu der Zeit als der Handel mit Gewürzen bereits florierte. Bei der Schaffung neuer Handelswege stießen die Händler in Äthiopien auf die Kaffeefrüchte, nahmen diese mit in ihre Heimat und pflanzten die ersten großangelegten Kaffeeplantagen (Zietemann 2011, S. 6). Ab der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gelangte der Kaffee in die arabische Welt. Es gilt als gesichert, dass das Kaffeetrinken zuerst von den Arabern kultiviert wurde (Neuberger, 1988, S.17). Die arabische Welt sicherte sich ihr Kaffeemonopol dadurch, dass sie Kaffeebohnen vor dem Verkauf an Handelspartner mit heißem Wasser übergossen, um sie keimunfähig zu machen. Im mittelalterlichen Europa waren Wein und Bier anfangs noch die meistverzehrten Getränke. Im Zuge der Ausbreitung der Renaissance samt dem Ideal des Humanismus, wandelte sich das Menschen- und Weltbild, so dass alkoholische Getränke bald nicht mehr in das Porträt des vernünftigen, produktiven Menschen passten (ebd., S. 21). Allerdings diente das Bier den hart arbeitenden Männern als kalorienreiches Nahrungsmittel, weswegen anfangs kaum jemand darauf verzichten wollte. Erst als die Kartoffel den Alkohol als Kalorienspender ablöste, konnte der Kaffee als Genussmittel anstelle des Biers treten.
1 Einleitung: Einführung in die Allgegenwärtigkeit von Genußmitteln und Darlegung der Zielsetzung der Arbeit bezüglich Kaffee, Tabak und Kakao.
2 Genußmittelpflanzen: Definition von Genußmitteln und Erläuterung der für die Arbeit relevanten Wirkstoffe Nikotin, Coffein und Theobromin.
3 Ausgewählte Beispiele von Genußmitteln: Detaillierte botanische, historische und aktuelle Analyse der drei Genußmittelpflanzen Kaffee, Tabak und Kakao.
4 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse über die historische und gesellschaftliche Entwicklung des Konsums von Kaffee, Tabak und Kakao.
Genußmittel, Kaffee, Tabak, Kakao, Coffein, Nikotin, Theobromin, Botanik, Geschichte, Welthandel, Konsumverhalten, Inhaltsstoffe, Pflanze, Wirkstoffe, Kultivierung
Die Arbeit behandelt die Entwicklung, Biologie und Konsumgeschichte der Genußmittelpflanzen Kaffee, Tabak und Kakao.
Neben der botanischen Systematik und den Anbaubedingungen stehen die Inhaltsstoffe sowie die historische Ausbreitung dieser Pflanzen im Fokus.
Das Ziel ist es, den Siegeszug dieser Pflanzen in Europa nachzuvollziehen und ihre heutige Rolle in unserem Alltag sowie ihre Wirkung auf den menschlichen Organismus zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung historischer sowie aktueller Quellen zur Kulturgeschichte der Genußmittel.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Abschnitte, die jeweils die Stammpflanzen von Kaffee, Tabak und Kakao hinsichtlich Systematik, Verbreitung, Morphologie, Inhaltsstoffen, Geschichte und aktuellem Stand detailliert beleuchten.
Wichtige Begriffe sind Genußmittel, Coffein, Nikotin, Theobromin, Kultivierungsgeschichte und Konsumwandel.
Wie bereits Paracelsus feststellte, entscheidet die Dosis über die Wirkung, was besonders bei den in den Pflanzen enthaltenen psychoaktiven Substanzen für die Abgrenzung zwischen Genuss und potenzieller Schadwirkung relevant ist.
Vom anfänglich als „Teufelselixier“ oder medizinisches Heilmittel betrachteten Produkt entwickelte sich Kaffee zu einem unverzichtbaren, alltagsprägenden Kulturgut und festen Bestandteil der sozialen Debatte.
Obwohl die Bedeutung als reines Heilmittel abgenommen hat, wird Kakaobutter aufgrund ihrer speziellen Schmelzeigenschaften weiterhin in der Kosmetik- und Pharmaindustrie geschätzt.
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