Bachelorarbeit, 2017
75 Seiten, Note: 1,6
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Humor
2.1.1 Begriffsbedeutung
2.1.2 Humorentstehung
2.2 Humor in der Werbung
2.2.1 Wirkung von Humor in der Werbung
2.2.2 Klassifizierung von Humor in der Werbung
3 Typenbildung humorvoller Bewegtbild-Werbung
3.1 Forschungsgegenstand: Bewegtbild-Werbung
3.2 Grundlagentheorie: Semiotik
3.3 Methode: Qualitative Inhaltsanalyse
3.3.1 Kategorienbildung
3.3.2 Analyseeinheiten
3.3.3 Allgemeines Ablaufmodell
3.3.4 Typenbildende Inhaltsanalyse und konkreter Ablauf
3.4 Forschungspraxis
3.4.1 Festlegung des Forschungsrahmens
3.4.2 Bildung der deduktiven Kategorien
3.4.3 Präzise Auswahl des Materials: Prüfung auf Humor
3.4.4 Codierung, Recodierung und induktive Kategorienbildung
3.4.5 Bildung der Typen und Einordnung der Fälle
4 Acht Typen humorvoller Bewegtbild-Werbung
4.1 Typ 1 - Der Pseudo-Dokumentarische
4.2 Typ 2 - Der Musikalische
4.3 Typ 3 - Der Lockvogel
4.4 Typ 4 - Der sentimental Dramatische
4.5 Typ 5 - Der Skurrile
4.6 Typ 6 - Die sympathische Alltagsüberraschung
4.7 Typ 7 - Die bloße Herabsetzung
4.8 Typ 8 - Die beschwingte Reise
4.9 Der Ausnahmefall
5 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit zielt darauf ab, ein systematisches Verständnis von Humor in der Bewegtbild-Werbung zu entwickeln und eine Typologie zu erstellen, die für die Werbebranche praxisrelevante Gestaltungsmuster identifiziert.
3.4.3 Präzise Auswahl des Materials: Prüfung auf Humor
Unter die jeweiligen Auswahleinheiten fallen nicht nur humorvolle Bewegtbild-Werbungen. Aus dem gesamten Material aller Auswahleinheiten müssen daher zunächst die Bewegtbild-Werbungen herausgefiltert werden, welche mit Humor arbeiten. Wie in 2.2 beschrieben, kann eine Werbung dann als humorvoll bezeichnet werden, wenn sie typische Humorelemente affektiver, herabsetzender oder widersprüchlicher Art beinhaltet und sich eine komische Absicht erkennen lässt. Auf diese vier Faktoren wurde das gesamte Material aller Auswahleinheiten überprüft und dementsprechend selektiert. Aus insgesamt 283 überprüften Fällen können schließlich 107 Fälle als humorvoll bezeichnet werden. Während der Zuordnung gab es vereinzelte Fälle, bei denen nicht eindeutig festzustellen war, ob diese als humorvoll bezeichnet werden können oder nicht.
Wie schon in 2.2 erwähnt, ist eine Abgrenzung von humoriger Werbung zu origineller Werbung schwer, da auch originelle Werbung mit überraschenden oder ungewöhnlichen Reizen arbeitet. Es gab einige solcher Fälle, die zwar widersprüchliche Elemente beinhalten, aber eine komische Absicht nicht eindeutig zu erkennen war. Ein Beispiel dafür ist der Fall Kevin. Hier sieht der Zuschauer den Protagonisten aus einer Close-Up Perspektive bei alltäglichen Situationen, wie beim Feiern, am Tag danach in der Arbeit oder im Flugzeug. In allen Situationen muss der Protagonist zu einer Pille greifen, denn sonst würde er diese schwierigen Situationen nicht überstehen. Durch die Häufung dieser banalen Situationen, in denen der Protagonist unbedingt zur Pille greifen muss, durch den nahen Fokus auf dem Gesicht des Protagonisten und dem Sprecher aus dem Voice-Over, wirkt diese Werbung fast schon komisch („Kevin eats too much but there is a pill for that.“). Doch dann folgt die Auflösung: „Help us get the pills who matter to those living with HIV.“ (Adforum 2017a).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Humor in der Werbung ein, identifiziert Forschungslücken hinsichtlich einer praktischen Typisierung und legt das Ziel fest, anhand von Bewegtbild-Beispielen eine systematische Typologie zu erstellen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretischen Basisbegriffe der Humorentstehung, definiert die Wirkung von Humor in der Werbewelt und diskutiert bestehende Klassifizierungsansätze, die als Grundlage für die empirische Analyse dienen.
3 Typenbildung humorvoller Bewegtbild-Werbung: Hier wird die Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und Kuckartz vorgestellt und detailliert dargelegt, wie die Forschungsgegenstände ausgewählt und durch einen vierphasigen Codierungsprozess systematisch in Typen unterteilt wurden.
4 Acht Typen humorvoller Bewegtbild-Werbung: In diesem Hauptteil werden die identifizierten acht Humortypen detailliert beschrieben und ihre spezifischen formalen sowie inhaltlichen Merkmale anhand von prägnanten Prototypen anschaulich dargestellt.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Dieses Kapitel bündelt die Erkenntnisse der Typenbildung und ordnet die entwickelten Humortypen in einen Merkmalsraum ein, um die Abgrenzung der verschiedenen Kategorien zueinander aufzuzeigen.
6 Fazit und Ausblick: Diese Abschlussbetrachtung bewertet die Ergebnisse der Arbeit kritisch, ordnet sie in den wissenschaftlichen Kontext ein und diskutiert Potenziale für weiterführende Forschung im Bereich der Werbewirkungsanalyse.
Humor, Bewegtbild-Werbung, Werbewirkung, qualitative Inhaltsanalyse, Typologie, Humorentstehung, Humortechnik, Werbespots, Cannes Lions, Inkongruenz, Übertreibung, Humor-Typen, Kommunikationsstrategie, Werbekonzeption, Werbeforschung.
Die Arbeit untersucht, wie Humor in der modernen Bewegtbild-Werbung systematisch geordnet und in Form einer Typologie erfasst werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die Humorentstehung, die Wirkungsweise von Humor in der Werbung, die Methodik der qualitativen Inhaltsanalyse sowie die detaillierte Typenbildung anhand von Werbebeispielen.
Ziel ist es, aus der praktischen Anwendung von Humor in Werbefilmen präzise differenzierbare Typen zu identifizieren und diese anhand von Gestaltungselementen verständlich zu beschreiben.
Die Autorin wendet die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring und Udo Kuckartz an, um mittels eines typenbildenden Verfahrens aus 107 untersuchten Werbespots eine Typologie zu konstruieren.
Der Hauptteil widmet sich intensiv der methodischen Vorgehensweise bei der Codierung des Werbematerials sowie der anschließenden detaillierten Vorstellung der acht gefundenen Humortypen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Humor-Typen, Bewegtbild-Werbung, Inkongruenz-Auflösung, qualitatives Forschungsdesign und werbliche Kommunikationsgestaltung.
Im Gegensatz zu Speck, dessen Typologie auf rein theoretischen Modellen aus dem Jahr 1990 basiert, leitet diese Arbeit ihre Ergebnisse direkt aus einer systematischen Analyse aktueller Werbepraxis ab.
Der Fall "Kevin" verdeutlicht die methodische Herausforderung bei der Abgrenzung von "humorvoller Werbung" zu rein "origineller Werbung", da die komische Absicht nicht immer eindeutig von der dramatischen oder informativen Botschaft zu trennen ist.
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