Fachbuch, 2018
78 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Vorgehensweise und Forschungsstand
2 Begriffsdefinitionen
3 Theorie
3.1 Einzelleistung versus Teamleistung
3.1.1 Einzelarbeit und Einzelleistung
3.1.2 Das Projektteam: Die Arbeit und die Leistung im Team
3.1.2.1 Herleitung des Begriffs Projektteam
3.1.2.2 Teamarbeit und Teamleistung
3.1.2.3 Organisation mit Teams
3.1.2.4 Positive und negative Effekte auf die Teamleistung
3.1.3 Vergleich Einzel- und Teamleistung/-arbeit
3.2 Personalbewertungsmethoden
3.2.1 Anforderungen, Kriterien und Dimensionen der Personalbeurteilung
3.2.1.1 Dimensionen zur Erfassung der Leistung
3.2.1.2 Kriterien
3.2.2 Verfahren der Personalbeurteilung
3.2.3 Funktion, Zweck und Ziele der Personalbeurteilung
3.2.3.1 Teilnehmer beim Beurteilungsgespräch
3.2.3.2 Konflikte in der Personalbewertung
3.3 Anreizsysteme infolge der Personalbewertung
3.3.1 Arten der Entlohnung
3.3.1.1 Grundlohn
3.3.1.2 Soziallohn
3.3.1.3 Zusatzlohn
3.3.1.4 Teamleistungsvergütung
3.3.2 Ziel der Entlohnung
3.3.3 Forschungsstand
3.4 Projekterfolg
3.4.1 Definition von Projekterfolg
3.4.2 Projekterfolg erfassen
3.4.3 Kriterien und Faktoren des Projekterfolges
3.4.4 Probleme und Maßnahmen zum Projekterfolg
4 Methodik und Auswertung
4.1 Das Erhebungsinstrument – Exploratives leitfaden-gestütztes Interview
4.1.1 Auswahl und Beschreibung der Interviewpartner
4.1.2 Gestaltung des Interview-Leitfadens
4.1.3 Datenerhebung und Durchführung
4.1.4 Datenauswertung und Aussagekraft
4.1.5 Interpretation und Analyse der Interviews
4.2 Ergebnis der Forschungsfrage
4.3 Ausführung der Forschungsfrage
4.4 Lösungsansätze
4.4.1 Hybride Vergütungssysteme
4.4.2 Motivation von Projektteams durch eine leistungsbezogene Vergütung
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Zielkonflikt zwischen individueller Personalbewertung und erfolgreicher Teamarbeit in Projekten. Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob durch Einzelleistungsbewertung und die damit verknüpfte Vergütung die intrinsische Motivation sinkt, die Teamleistung leidet und somit der Projekterfolg gefährdet wird.
3.1.2.4 Positive und negative Effekte auf die Teamleistung
„Ein Team kann je nach Arbeitsaufgabe, Kontext, Zusammensetzung oder Führung desselben Segen oder Fluch sein.“ (Becker, 2016, S.3)
Das obenstehende Zitat von Becker lässt darauf schließen, dass Teamarbeit und Teamleistung nicht ausschließlich Vorteile bieten. Dementsprechend werden nachfolgend sowohl negativ als auch positiv wirkende Effekte auf die Teamleistung und die Teamarbeit präsentiert. Bei der Diskussion der Effekte auf die Teamleistung wird Bezug auf die drei Säulen der Teamleistung genommen, welche in Abbildung 5 dargestellt sind.
Zunächst werden Effekte diskutiert, welche sich negativ auf die Teamleistung auswirken können. Negative Effekte können zum Beispiel durch die Teamzusammensetzung entstehen. Denn eine sehr hohe Diversität im Team oder ein falsch zusammengestelltes Team führt häufig zu Meinungsverschiedenheiten, Konflikten (Wastian et al., 2018), persönlichen Spannungen oder ausgeprägtem Konkurrenzdenken (Litke, 2007). Des Weiteren kann das Team in Konflikte geraten, wenn Rollen unklar definiert sind und Kompetenzen nicht richtig zugeteilt werden (Wastian et al., 2018). Das Team muss fähig und geschult sein, unterschiedliche Meinungen und Interpretationen innerhalb des Teams (Lehmann-Willenbrock, Grohmann & Kauffeld, 2011) und der Aufgabe zu akzeptieren (De Dreu & Weingart, 2003), da soziale Konflikte innerhalb des Teams Einfluss auf die Teamleistung nehmen können.
1 Einleitung: Dieses Kapitel stellt die Problematik des Zielkonflikts zwischen Einzel- und Teamleistung anhand eines Windpark-Szenarios vor und definiert die Forschungsfrage sowie das Vorgehen.
2 Begriffsdefinitionen: Hier werden grundlegende Termini wie Projekt, Projektmanagement, Konflikt und Motivation definiert, um das Verständnis für die weiteren Kapitel zu gewährleisten.
3 Theorie: Dieses Kapitel erarbeitet die wissenschaftlichen Grundlagen zu Einzel- und Teamarbeit, Personalbewertungsmethoden, Anreizsystemen und Erfolgsfaktoren für Projekte.
4 Methodik und Auswertung: Hier wird das explorative Experteninterview vorgestellt, ausgewertet und die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um die Forschungsfrage und mögliche Lösungsansätze zu diskutieren.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die aufgestellten Hypothesen und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf im Bereich der Anreizsysteme.
Personalbewertung, Teamleistung, Einzelleistung, Projekterfolg, Anreizsysteme, Motivation, Konfliktmanagement, Projektmanagement, Leistungsbeurteilung, Vergütung, intrinsische Motivation, extrinsische Motivation, Projektteam, Zielkonflikt, Unternehmenskultur.
Die Arbeit untersucht, wie sich Personalbewertungsmethoden, die auf Einzelleistungen fokussieren, auf das Verhalten, die Motivation und die Leistung von Projektmitarbeitern auswirken.
Zentrale Themen sind die Abgrenzung von Einzel- und Teamleistung, die verschiedenen Methoden der Personalbeurteilung, der Einfluss von Anreizsystemen sowie die Definition und Messung von Projekterfolg.
Die Forschungsfrage prüft, ob auf Einzelleistungen basierende Personalbewertung und Vergütung die individuelle Motivation verändern, die Teamleistung schwächen und dadurch den Projekterfolg gefährden können.
Es wird eine fundierte Literaturanalyse durchgeführt, ergänzt durch ein exploratives, leitfaden-gestütztes Interview mit zwei Experten aus der Windenergiebranche.
Der Hauptteil analysiert theoretisch die Dimensionen von Leistung, Verfahren der Beurteilung und Anreizmodelle, gefolgt von einer praktischen Auswertung und der Ableitung von Lösungsansätzen wie hybriden Vergütungssystemen.
Die wichtigsten Schlagworte sind Personalbewertung, Teamleistung, Projekterfolg, Anreizsysteme und Konfliktmanagement.
„Echte“ Teamarbeit schafft einen Mehrwert durch Interaktion und gemeinsame Sichtweisen, während „unechte“ Teamarbeit lediglich eine additive Kombination von Einzelleistungen ohne wirklichen Team-Mehrwert darstellt.
Das Szenario illustriert praxisnah, wie eine hohe Arbeitsbelastung in Kombination mit einem individualistischen Anreizsystem den notwendigen Wissensaustausch zwischen Spezialisten behindern und so wichtige Projektmeilensteine gefährden kann.
Der Autor schlägt vor, dass hybride Systeme, die sowohl individuelle Beiträge als auch Teamergebnisse belohnen, sowohl die Motivation für eigene Aufgaben als auch die Kooperation im Team fördern können.
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