Bachelorarbeit, 2016
34 Seiten, Note: 1,0
1. Motivation
2. Chinas Reformen ab 1978
2.1 Öffnung der Grenzen
2.2 Beitritt zur World Trade Organization
3. Aktueller Außenhandel zwischen Deutschland und China
3.1 Deutsche Firmen in China
3.2 Zahlen zum Außenhandel
4. Gravitationsmodell
4.1 Definition
4.2 Theoretische Grundlage
4.3 Anwendung auf das Beispiel Deutschland China
4.4 Statistischer Hintergrund und Schätzmethode
5. Schätzungen
5.1 Exportbasierte Schätzung
5.2 Importbasierte Schätzung
5.3 Zweite Schätzung
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China unter Anwendung des ökonomischen Gravitationsmodells. Das zentrale Ziel ist es, die Intensität der bilateralen Handelsströme zu bewerten und zu hinterfragen, ob das reale Handelsvolumen mit den theoretischen Vorhersagen des Modells korrespondiert, um potenzielle ökonomische Abhängigkeiten aufzuzeigen.
4. Gravitationsmodell
Die vorangegangenen Zahlen und Statistiken geben einen ersten Eindruck über die tatsächliche Ausprägung der internationalen Handelsströme zwischen den zwei Ländern. Doch nun stellt sich die Frage der Interpretation dieser Zahlen. Daher soll im Folgenden das so genannte Gravitationsmodell vorgestellt, definiert und dessen wissenschaftliche Bedeutung darlegt werden.
Das Gravitationsmodell wurde 1962 erstmals von Jan Tinbergen44 aus der Physik abgeleitet und für außenwirtschaftliche Zusammenhänge angepasst. Dies führte zu einem Modell, welches viele Bewegungen zwischen Ländern erklären konnte, unter anderem Migration, Tourismus und der in dieser Arbeit im Vordergrund stehende Handel45. In vielen Studien der letzten zehn Jahre konnte das Modell die Handelsströme zwischen Ländern hinreichend genau vorhersagen46, sodass es internationale Bekanntheit erlangte. Es wurde daraufhin von diversen Ökonomen erweitert und ergänzt, mit der Absicht die Realität immer genauer abbilden zu können.
Im Folgenden soll es definiert und theoretisch begründet werden. Anschließend wird es auf die Beispielländer Deutschland und China angewendet. Dies soll Aufschluss darüber geben, inwieweit die aktuellen Handelsvolumina modelliert werden können.
1. Motivation: Einführung in die ökonomische Relevanz der Handelsbeziehung zwischen China und Deutschland und Darstellung der Forschungsabsicht mittels des Gravitationsmodells.
2. Chinas Reformen ab 1978: Historischer Rückblick auf die Öffnungspolitik Chinas, beginnend mit dem Ende der Ära Mao Zedong bis hin zum WTO-Beitritt.
3. Aktueller Außenhandel zwischen Deutschland und China: Analyse der gegenwärtigen wirtschaftlichen Verflechtungen sowie der Risiken einer zu starken Abhängigkeit durch deutsche Firmen.
4. Gravitationsmodell: Theoretische Einführung in das ökonomische Gravitationsmodell und dessen Anpassung für die Analyse internationaler Handelsströme.
5. Schätzungen: Durchführung und Auswertung empirischer Schätzungen mittels multipler linearer Regressionen zur Überprüfung der bilateralen Handelsströme.
6. Fazit: Zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse und Diskussion der Erkenntnisse hinsichtlich der wirtschaftlichen Abhängigkeit zwischen beiden Nationen.
Handelsbeziehungen, Deutschland, China, Gravitationsmodell, Außenhandel, Wirtschaftswachstum, Welthandel, WTO, BIP, Regression, Handelsvolumen, Handelskonzentration, Export, Import, Abhängigkeit.
Die Arbeit analysiert die engen Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China und bewertet diese kritisch mithilfe eines ökonomischen Modells.
Die Themen umfassen die wirtschaftliche Öffnung Chinas, die aktuelle Bedeutung Chinas als Handelspartner für Deutschland sowie die theoretischen Grundlagen des Gravitationsmodells.
Das primäre Ziel ist zu untersuchen, wie sich die Handelsströme zwischen beiden Ländern interpretieren lassen und ob diese im Verhältnis zur wirtschaftlichen Größe und Distanz gemäß dem Gravitationsmodell als "zu intensiv" einzustufen sind.
Die Analyse basiert auf dem Gravitationsmodell, wobei zur Quantifizierung der Zusammenhänge multiple lineare Regressionen durchgeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der chinesischen Reformpolitik, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Handelsbeziehungen und einen umfangreichen statistischen Teil mit Regressionsanalysen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Handelsbeziehungen, Gravitationsmodell, China-Euphorie, Außenwirtschaft und Regressionsanalyse beschreiben.
China hat sich seit 1978 von einer abgeschotteten Wirtschaft zur weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft entwickelt und stellt für die exportorientierte deutsche Industrie den bedeutendsten asiatischen Handelspartner dar.
Die Schätzungen deuten darauf hin, dass die Handelsvolumina zwischen Deutschland und China über den theoretischen Werten liegen, was als Anzeichen für eine besonders intensive und damit potenziell abhängige Handelsbeziehung interpretiert wird.
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