Bachelorarbeit, 2005
104 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
Einleitung
Teil I: Community-Systeme
1 | Was ist eine Gemeinschaft im Netz?
2 | Arten von Community-Systemen
2.1 | Wikis und Weblogs
3 | Aufbau von Communities
Teil II: Nutzertypologie
1 | Verhaltensweisen in Online-Gemeinschaften
2 | Nutzertypologie
2.1 | Ratsucher und Ratgeber: Der Hilfe-Aspekt
2.2 | Der Aspekt der Meinungsführerschaft
2.3 | Der Aspekt der Selbstinszenierung
2.4 | Der Störenfried-Aspekt („Trolle“)
Teil III: Untersuchung
1 | Wahl der Untersuchungsmethodik
1.1 | Untersuchungszeitraum
1.2 | Teilnehmer
2 | Ergebnisse der Untersuchung
2.1 | Genutzte Communities
2.2 | Verhalten in den Communities
2.2.1 | Ergebnisse der hierarchischen Cluster-Analyse
2.2.2 | Ergebnisse der Faktoren-Analyse
2.3 | Gründe für den Besuch
2.4 | Genutzte Angebote
2.4.1 | Annahme 1
2.4.2 | Annahme 2
2.5 | Bewertung der Angebote
2.6 | Angebote der Community: Funktionen
2.7 | Gewünschte Funktionen
2.8 | Probleme mit Communities
2.9 | Was brauchen Communities?
2.10 | Auswertung für Typenkonzentration in bestimmten Communities
Teil IV: Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
1 | Nutzertypologie
1.1 | Weitere Ergebnisse der Online-Umfrage
1.2 | Mögliche Konsequenzen für die Community-Gestaltung
2 | Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht das soziale Verhalten aktiver Mitglieder in Online-Communities, um eine psychologisch fundierte Nutzertypologie zu erstellen und deren Einfluss auf die Community-Dynamik sowie die Nutzerbindung zu analysieren.
2.4 | Der Störenfried-Aspekt („Trolle“)
Der so genannte „Troll“ ist der wohl bekannteste verhaltensauffällige Typus in Online-Gemeinschaften (vgl. Stegbauer 2000, S. 32). In Howard Rheingolds Beschreibung der Entwicklung der durch ihn populär gewordenen Online-Community „The Well“ erklärt er, dass sich nach einiger Zeit menschliche Schwächen bei einigen Mitgliedern offenbarten. Er bezeichnet diese Mitglieder als „energy creatures“:
„The energy creature is an online stereotype of a certain kind of pathological behavior that often infects listservs, newsgroups, BBSs, chatrooms – an articulate person with time to spare, access to the Net, and a need for negative attention. One person with thie particular need and talent can stir up the emotions of hundreds or thousands of other online participants. Every response, from friendly and cajoling to flaming, encourages the energy creature to continue.“ (Rheingold 2000, S. 330)
Mittlerweile hat sich die Bezeichnung „Troll“ durchgesetzt, deren Ursprung nicht mehr genau nachvollziehbar ist. Ähnlich Rheingolds ursprünglicher Beschreibung der „energy creatures“ hat sich eine Warnung für den Umgang mit dem „Troll“ durchgesetzt: „Don't feed the trolls“. Zudem hat sich der Begriff „trollen“ als Verbform dieser Verhaltensweise etabliert.
Es scheint verschiedene Formen des „trollens“ zu geben. Wer „trollt“, provoziert die anderen Nutzer durch seine Beiträge bzw. die Meinungen, die er in diesen Beiträgen äußert. Oft sind die Beiträge beleidigend. Dafür hat sich der Begriff des „Flaming“ gebildet, der antisoziales Verhalten im Internet ausdrückt: „Flaming ist ein netzspezifisches Phänomen und bedeutet ein asoziales beleidigendes und meist kontraproduktives Verhalten“ (Meyer-Uellner 2003, S. 92). Mit Flaming ist jedoch in der Regel ein Austausch von Unhöflichkeiten gemeint, während der echte „Troll“ meist nicht daran interessiert ist, tatsächlich zu kommunizieren.
Einleitung: Es werden die Grundlagen virtueller Gemeinschaften dargelegt und die Relevanz der Untersuchung des Nutzerverhaltens für Betreiber nicht-kommerzieller und kommerzieller Plattformen begründet.
Teil I: Community-Systeme: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Gemeinschaft im Netz aus soziologischer Perspektive und klassifiziert verschiedene Community-Systeme sowie deren technische und strukturelle Hauptelemente.
Teil II: Nutzertypologie: Hier wird der theoretische Rahmen für die Charakterisierung aktiver Community-Mitglieder geschaffen, indem spezifische Rollen wie Ratsucher, Ratgeber, Meinungsführer, Selbstinszenierer und Störenfriede definiert werden.
Teil III: Untersuchung: Dieser Teil beschreibt die angewandte methodische Herangehensweise der Online-Umfrage sowie die detaillierte Auswertung der erhobenen Daten mittels Cluster- und Faktorenanalysen.
Teil IV: Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden interpretiert, um Handlungsempfehlungen für die Community-Gestaltung abzuleiten und auf die Bedeutung der psychologischen Nutzercharakterisierung für den Erfolg einer Gemeinschaft einzugehen.
Online-Communities, Virtuelle Gemeinschaften, Nutzertypologie, Nutzerverhalten, Community Building, Social Web, Psychologie im Internet, Online-Umfrage, Meinungsführerschaft, Störenfriede, Trolle, Community-Gestaltung, Nutzerbindung, Internetnutzung, Community-Management.
Die Bachelorarbeit erforscht das soziale Verhalten und die psychologischen Hintergründe von aktiven Mitgliedern in Online-Communities und entwickelt eine Typologie dieser Nutzer.
Die Arbeit behandelt die soziologischen Grundlagen virtueller Gemeinschaften, die Klassifizierung von Community-Systemen und eine detaillierte Analyse spezifischer Rollenbilder im Internet.
Das Ziel ist es, die Motive und Verhaltensweisen der Nutzer besser zu verstehen, um Betreibern fundierte Erkenntnisse für die Gestaltung und Pflege erfolgreicher Online-Gemeinschaften zu liefern.
Die Autorin führt eine empirische Online-Umfrage unter Mitgliedern verschiedener Communities durch, deren Daten anschließend mittels hierarchischer Cluster-Analyse und Faktorenanalyse ausgewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erarbeitung von vier zentralen Nutzertypen sowie die empirische Untersuchung, in der diese Typologien mittels quantitativer Verfahren überprüft und validiert werden.
Wichtige Begriffe sind Online-Communities, Community Building, Nutzertypologie, Störenfriede (Trolle), Meinungsführerschaft und Nutzerbindung.
Ein zentrales Problem sind Störenfriede, die andere Mitglieder vertreiben können. Zudem spielen Usability-Mängel, fehlende Interaktionsmöglichkeiten und ein schlechter Umgangston eine bedeutende Rolle für das Verlassen einer Community.
Die Ergebnisse zeigen, dass reine kommerzielle Angebote wie Verdienstmöglichkeiten von der Mehrheit der untersuchten Nutzer als weniger wichtig angesehen werden; der Fokus liegt deutlich stärker auf Austausch und inhaltlichem Mehrwert.
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