Bachelorarbeit, 2018
39 Seiten, Note: 2,0
1. Abstract
2. Einleitung
3. Medienrealität
3.1 Medienwirklichkeit
3.2 Nachrichtenfaktoren
3.2.1 Negativismus
3.2.2 Der Bezug zu Elite-Nationen
3.3 Qualität im Journalismus
3.3.1 Qualitätspresse
3.3.2 Boulevardpresse
3.3.3 Boulevardisierung der Qualitätspresse
4. Die Situation in Syrien
4.1 Der Ursprung des Bürgerkrieges
4.2 Bashar al-Assad und sein Regime
4.3 Der Islamische Staat
4.3.1 Entstehung
4.3.2 Ideologie
4.4 Das Eingreifen der Weltmächte
5. Russlands Syrienintervention
6. Forschungsstand
7. Das Untersuchungsvorhaben
7.1 Forschungsleitende Fragestellungen
7.2 Forschungsrelevanz und Hypothesen
8. Methodische Vorgehensweise
8.1 Die Methode der quantitativen Inhaltsanalyse
8.2 Medien-Sample
8.3 Untersuchungszeitraum
9. Ergebnisse
10. Schlussbetrachtung
11. Kritik
Die vorliegende Arbeit untersucht inhaltsanalytisch die Darstellung Russlands in der österreichischen Tagespresse im Kontext der syrischen Terrorbekämpfung, um das medial vermittelte Bild sowie Unterschiede zwischen Qualitäts- und Boulevardjournalismus zu identifizieren.
3.2 Nachrichtenfaktoren
Nachrichten werden nach bestimmten Kriterien bzw. Faktoren ausgewählt, den sogenannten Nachrichtenfaktoren. Die anschließend den Nachrichtenwert der News bestimmen. Dabei gilt: je höher der Nachrichtenwert, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass darüber berichtet wird (vgl. Lehne 1994: 167f.). Galtung/Ruge (1965) entwickelten einen Katalog (s. Abb.1) mit zwölf Nachrichtenfaktoren.
(Abb.1) Die 12 Nachrichtenfaktoren nach Galtung/Ruge 1965.
1. Frequenz: Je mehr der zeitliche Ablauf eines Ereignisses der Erscheinungshäufigkeit der Medien entspricht, desto wahrscheinlicher wird das Ereignis zur Nachricht.
2. Schwellenfaktor (absolute Intensität, Intensitätszunahme): Es gibt einen bestimmten Schwellenwert der Auffälligkeit, den ein Ereignis überschreiten muss, damit es registriert wird.
3. Eindeutigkeit: Je eindeutiger und überschaubarer ein Ereignis ist, desto eher wird es zur Nachricht.
4. Bedeutsamkeit (kulturelle Nähe/Betroffenheit, Relevanz): Je größer die Tragweite eines Ereignisses ist, je mehr es Betroffenheit auslöst, desto eher wird es zur Nachricht.
5. Konsonanz (Erwartung, Wünschbarkeit): Je mehr ein Ereignis mit vorhandenen Vorstellungen und Erwartungen übereinstimmt, desto eher wird es zur Nachricht.
1. Abstract: Kurze Zusammenfassung der inhaltsanalytischen Untersuchung der österreichischen Presse bezüglich Russlands Rolle im Syrienkrieg.
2. Einleitung: Hinführung zum Thema Syrienkrieg, den beteiligten Akteuren und der russischen Intervention sowie Definition des Forschungsziels.
3. Medienrealität: Theoretische Grundlagen zu Nachrichtenfaktoren, journalistischer Qualität und dem Prozess der Boulevardisierung.
4. Die Situation in Syrien: Historischer und politischer Überblick über den Ausbruch des Bürgerkriegs, das Assad-Regime, den Islamischen Staat und die Rolle der Weltmächte.
5. Russlands Syrienintervention: Darstellung des russischen militärischen Eingreifens sowie die damit verbundenen politischen Ziele und internationalen Reaktionen.
6. Forschungsstand: Überblick über vorhandene wissenschaftliche Studien zur Länderimageforschung und Kriegsberichterstattung.
7. Das Untersuchungsvorhaben: Ableitung der konkreten Forschungsfragen, Relevanz der Untersuchung und Formulierung der aufgestellten Hypothesen.
8. Methodische Vorgehensweise: Erläuterung der Methode der quantitativen Inhaltsanalyse, der Auswahl des Medien-Samples und der Untersuchungszeiträume.
9. Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten und Analyse der Tendenz der Berichterstattung beider Zeitungen anhand von Grafiken.
10. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, Prüfung der Hypothesen und Fazit zur Berichterstattung über Russland.
11. Kritik: Selbstreflexion des Autors bezüglich des Forschungsprozesses, der Themenwahl und der Herausforderungen bei der Analyse.
Syrienkrieg, Russland, Österreichische Presse, Der Standard, Kronen Zeitung, Inhaltsanalyse, Nachrichtenfaktoren, Negativismus, Assad-Regime, Islamischer Staat, Terrorbekämpfung, Medienrealität, Qualitätsjournalismus, Boulevardisierung, Berichterstattung.
Die Arbeit befasst sich mit der inhaltsanalytischen Untersuchung des Russlandbildes in ausgewählten österreichischen Tageszeitungen während des Syrienkrieges.
Es werden zwei reichweitenstarke österreichische Zeitungen gegenübergestellt: die als Qualitätszeitung geltende Tageszeitung Der Standard und das Boulevardmedium Kronen Zeitung.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob Russland im Kontext der Terrorbekämpfung in Syrien negativ dargestellt wird und wie sich die Darstellung zwischen einer Qualitätszeitung und einem Boulevardblatt unterscheidet.
Der Autor nutzt die quantitative Inhaltsanalyse, um systematisch Textmengen anhand eines theoriegeleiteten Kategoriensystems auszuwerten.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Medienrealität, die Hintergründe des Syrienkonflikts, die Rolle Russlands als Interventionsmacht sowie die methodische Umsetzung der Analyse.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Syrienkrieg, Russlandbild, Medienanalyse, Nachrichtenfaktoren, Qualitäts- versus Boulevardjournalismus und quantitative Inhaltsanalyse geprägt.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Bild Russlands insgesamt neutral vermittelt wurde und viele der aufgestellten Hypothesen bezüglich einer explizit negativen Berichterstattung widerlegt werden konnten.
Nein, die Hypothese, dass die Kronen Zeitung negativer als Der Standard berichtet, konnte nicht bestätigt werden; die Analyse ergab in beiden Zeitungen eine überwiegend neutrale Tendenz.
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