Diplomarbeit, 2003
61 Seiten, Note: 1,3
Diese Diplomarbeit untersucht die Entstehung von Vertrauen in virtuellen Unternehmen (VU) und analysiert die damit verbundenen Herausforderungen und Lösungsansätze. Der Fokus liegt dabei auf der Rolle von Vertrauen als wesentlichem Erfolgsfaktor für die Kooperation in VU, die durch ihre dezentrale Struktur und räumliche Verteiltheit besondere Anforderungen an die Zusammenarbeit stellen.
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in die Thematik des Vertrauensdilemmas in virtuellen Unternehmen. Im zweiten Kapitel werden wesentliche Merkmale virtueller Unternehmen, die Bedeutung von Vertrauen als Kooperationsbasis und das Spannungsfeld zwischen Informationsdefizit, Kommunikation und Vertrauen näher betrachtet.
Kapitel drei beleuchtet die spieltheoretische Perspektive auf Vertrauen und untersucht die Entstehung von Kooperation in virtuellen Unternehmen anhand des Gefangenendilemmas. Hierbei wird die Rolle der Wiederholbarkeit der Interaktion und der Bedeutung von Sanktionsmöglichkeiten und drohender Vergeltung im VU hervorgehoben.
In Kapitel vier werden ausgewählte Aspekte der Vertrauensbildung aus systemtheoretischer Sicht beleuchtet, wobei der Fokus auf der Reduktion von Komplexität durch Vertrauen und dem Konzept des Systemvertrauens liegt.
Kapitel fünf untersucht die Vertrauensbildung im Netzwerk virtueller Unternehmen, wobei die Rolle von Reputation und Unternehmenskultur in diesem Kontext im Vordergrund stehen.
Virtuelles Unternehmen, Vertrauen, Kooperation, Spieltheorie, Systemtheorie, Gefangenendilemma, Reputation, Unternehmenskultur, Informationsdefizit, Kommunikation.
Ein virtuelles Unternehmen (VU) zeichnet sich primär durch die rechtliche Selbstständigkeit der Partner, räumliche Verteiltheit und eine beabsichtigte temporäre Zusammenarbeit aus. Es verzichtet meist auf eine zentrale Koordinationsinstanz.
Da virtuelle Unternehmen oft keine hierarchischen Kontrollinstanzen haben, dient gegenseitiges Vertrauen als zentraler Koordinationsmechanismus und Basis für die erfolgreiche Kooperation.
Das Dilemma besteht darin, dass Vertrauen für die Zusammenarbeit notwendig ist, die strukturellen Merkmale (Räumliche Distanz, Kurzfristigkeit) die Entstehung von Vertrauen jedoch erschweren.
Mithilfe des Gefangenendilemmas lassen sich Anreizstrukturen für Kooperation oder Defektion untersuchen. Faktoren wie der "Schatten der Zukunft" (Wiederholung von Interaktionen) fördern dabei kooperatives Verhalten.
Eine gemeinsame Unternehmenskultur und eine gute Reputation der Partner senken das wahrgenommene Risiko und erleichtern die Bildung von Vertrauen innerhalb des Netzwerks.
Systemvertrauen bezieht sich auf das Vertrauen in die Funktionsfähigkeit des gesamten Netzwerks und dessen Regeln, was die Komplexität für die einzelnen Akteure reduziert.
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