Masterarbeit, 2017
123 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Skizzierung der Problemstellung und Ausgangslage: ein Blick auf die post-faktische Gesellschaft
1.2 Begründung der Eingrenzung des Themas
1.3 Erläuterung von Inhalt und Aufbau, sowie Erklärung der Arbeitsschritte
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Bedeutung von Ethik und Ethikrichtlinien für die Erwachsenenbildung
2.2 Begriffsdefinitionen
2.3 Aktueller Forschungsstand
3 Herleitung der Forschungsfrage
3.1 Darstellung der Forschungslücke anhand von Vergleich mit Ethikkodizes anderer Berufsfelder
3.2 Kernfrage
3.3 Zielsetzung
3.4 Entscheidung und Darlegung der Untersuchungsmethodik
3.5 Darlegung des gewählten Auswerteverfahrens
4 Untersuchung – Inhaltsanalyse von Leitbildern in Erwachsenenbildungsinstitutionen
4.1 Herleitung der Analysekriterien
4.2 Darlegung der Analysekriterien
4.3 Durchführung der Analyse
4.4 Auswertung
5 Ergebnisse
5.1 Ergebnisdarstellung
5.2 Kritische Beleuchtung der Ergebnisse
5.4 Verschiedene Blickwinkel zu einem übergreifenden Ethikkodex
5.5 Beantwortung der eigenen Kernfrage
6 Konzeptgrundlagen – Handlungsempfehlungen
6.1 Mögliche Inhalte eines übergreifenden Ethikkodex
6.2 Vergleich mit bestehenden Ethikkodizes im Bereich Erwachsenenbildung
6.3 Empfehlung für einen möglichen übergreifenden Ethik Kodex
7 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Status Quo ethischer Richtlinien in der Erwachsenenbildung, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob analysierte Leitbilder von Bildungseinrichtungen als Grundlage für die Entwicklung eines übergreifenden Ethikkodex dienen können. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie Ethik einen Beitrag zur Professionalisierung und zum Umgang mit gesellschaftlichen Herausforderungen leisten kann.
1.1 Skizzierung der Problemstellung und Ausgangslage: ein Blick auf die post-faktische Gesellschaft
Jedes Jahr wählt die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) die ‚Wörter des Jahres’. Diese Wörter stellen eine sprachliche Jahreschronik dar, wobei nicht die Häufigkeit eines Ausdrucks, sondern seine Signifikanz bei der Wahl im Vordergrund steht (vgl. Internet 28).
„Postfaktisch“ wurde zum Wort des Jahres 2016 gewählt. Die GfdS erläutert, dass die Jury damit das Augenmerk auf einen „tiefgreifenden politischen Wandel“ richten wollte. Das Kunstwort „postfaktisch“, eine Übertragung des englischen Begriffes „post truth“, verweise darauf, dass in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen heute zunehmend Emotionen wichtiger seien als Fakten. In der Begründung der GfdS heißt es, dass immer größere Bevölkerungsschichten in ihrem Widerwillen gegen „die da oben“ bereit seien, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren (vgl. ebd.). Dass es dabei nicht nur um die Medienlandschaft geht, sondern um ein gesellschaftliches Phänomen, zeigt ein Erklärungsversuch eines Medienethikers der Münchner Hochschule für Philosophie, Professor Alexander Filipovic: „Meines Erachtens meint das, dass Fakten im Sinne von bewiesenen Evidenzen nicht mehr den Lauf der Dinge beeinflussen, sondern das [sic!] Gefühle, Vermutungen, Gerüchte eher den Lauf der Dinge beeinflussen. (…) dass Leute sich überhaupt nicht mehr von wissenschaftlich bewiesenen Fakten beeinflussen lassen (…)“ (Filipovic zitiert in Internet 7).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der Ethik in der Erwachsenenbildung ein und verknüpft die Thematik mit der gesellschaftlichen Beobachtung der postfaktischen Ära.
2 Theoretische Grundlagen: Das Kapitel beleuchtet die Relevanz der Ethik für die Pädagogik, definiert zentrale Begriffe und skizziert den Forschungsstand.
3 Herleitung der Forschungsfrage: Hier wird der Bedarf für einen Ethikkodex durch Vergleiche mit anderen Berufsfeldern (wie der Medizin) begründet und die methodische Vorgehensweise hergeleitet.
4 Untersuchung – Inhaltsanalyse von Leitbildern in Erwachsenenbildungsinstitutionen: Dieses zentrale Kapitel beschreibt die Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse, die Entwicklung eines Referenzrahmens und die Analyse der ausgewählten Leitbilder.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Analyse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext der Kernfrage gesetzt.
6 Konzeptgrundlagen – Handlungsempfehlungen: Basierend auf den Ergebnissen werden mögliche Inhalte für einen Ethikkodex erarbeitet und Empfehlungen für dessen Einführung ausgesprochen.
7 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit persönlicher Reflexion bei der Entwicklung ethischer Richtlinien.
Erwachsenenbildung, Ethik, Ethikkodex, Ethikrichtlinien, Leitbildanalyse, Professionalisierung, Handlungsethik, Bereichsethik, Referenzrahmen, qualitative Inhaltsanalyse, Wertorientierung, Verantwortung, Postfaktische Gesellschaft, Bildungsauftrag, Weiterbildung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Ethikrichtlinien in der Erwachsenenbildung und untersucht, ob bestehende Leitbilder von Bildungseinrichtungen als Grundlage für einen übergreifenden Ethikkodex dienen können.
Die zentralen Themen sind Professionalisierung der Erwachsenenbildung, Handlungsethik, die Analyse von Leitbildern mittels qualitativer Inhaltsanalyse und der Vergleich mit bestehenden Ethikkodizes.
Die Kernfrage lautet, ob analysierte Ethikrichtlinien aus Leitbildern von Erwachsenenbildungsinstitutionen einen Beitrag zu einer Grundlagenkonzeption eines übergreifenden Ethikkodex für die Erwachsenenbildung leisten können.
Die Autorin wählt eine qualitative Inhaltsanalyse mit induktiver Kategorienbildung, um die Leitbilder von sechs ausgewählten Institutionen systematisch auszuwerten.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Herleitung der Forschungsfrage sowie die detaillierte Durchführung und Auswertung der Analyse von Leitbildern im Kontext der identifizierten Ethikrichtlinien.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Erwachsenenbildung, Ethik, Leitbildanalyse, Professionalisierung und Handlungsethik.
Es dient als prominentes Beispiel einer etablierten Bereichsethik, um Denkanstöße für die Entwicklung einer eigenen Bereichsethik in der Erwachsenenbildung zu gewinnen, auch wenn die Handlungsbereiche sehr unterschiedlich sind.
Durch einen Vergleich der identifizierten Kodierungen aus den Leitbildern mit einem selbst erstellten Referenzrahmen, der auf etablierten Kodizes, Literatur und grundlegenden Menschenrechten basiert.
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