Bachelorarbeit, 2017
48 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung und Ausgangssituation
1.1 Einleitung
1.2 Motivation und Forschungsfrage
1.3 Perspektive und Methode
1.4 Quellenlage und Stand der Forschung
2 Grundlagen
2.1 Corporate Social Responsibility
2.2 Abgrenzung zu verwandten Konzepten
2.2.1 Corporate Citizenship
2.2.2 Corporate Social Investment
2.2.3 Corporate Governance
2.2.4 Stakeholder-Theorie
2.3 Semantisches Netz
2.4 CSR in der zivilen Luftfahrt
2.4.1 Netzwerk-Airlines
2.4.2 Low-Cost-Carrier
3 Auswahl der Luftverkehrsgesellschaften
3.1 Netzwerk-Airlines
3.1.1 Air France-KLM
3.1.2 Lufthansa-Gruppe
3.2 Low-Cost-Carrier
3.2.1 Ryanair
3.2.2 EasyJet
3.3 Kennzahlen und Leistungsdaten im Vergleich
4 Kriterien und Gewichtung für den Vergleich von CSR-Konzepten
4.1 Kategorisierung und Auswertung mittels Punktwertanalyse
4.2 Checkliste einer CSR-Berichterstattung
4.3 Bewertung
4.3.1 Ökologische Verantwortung: Treibstoffverbrauch und Emissionen
4.3.2 Ökologische Verantwortung: Abfallvermeidung
4.3.3 Ökologische Verantwortung: Lärm
4.3.4 Ökonomische Verantwortung: Kundenorientierung
4.3.5 Ökonomische Verantwortung: Corporate Governance
4.3.6 Soziale Verantwortung: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
4.3.7 Soziale Verantwortung: Gesellschaftliches Engagement
4.3.8 Form, Umfang, Glaubwürdigkeit
4.4 Punktwertanalyse
4.5 Ergebnisse im Netzdiagramm
5 Fazit
5.1 Limitation der Untersuchung
5.2 Ergebnisse
5.3 Handlungsempfehlungen für Fluggesellschaften
Die Arbeit untersucht Corporate-Social-Responsibility-Strategien (CSR) in der zivilen Luftfahrt, um Kriterien für einen Vergleich zwischen Netzwerk-Airlines und Low-Cost-Carriern zu identifizieren und die CSR-Leistung ausgewählter Fluggesellschaften zu bewerten.
4.3.1 Ökologische Verantwortung: Treibstoffverbrauch und Emissionen
AF-KLM: Die Flottenmodernisierung wird mit der Auflistung der Flugzeugtypen im Detail genannt, die im Jahr 2015 ältere Modelle ersetzt haben. Die Gewichtsreduzierung an Bord, die in weniger Kerosinverbrauch resultiert, wurde mit neuen, leichteren Sitzen sowie der Digitalisierung von Unterlagen bzw. dem Einsparen von Papier und Kartenmaterial umgesetzt. Des Weiteren wurden Biokraftstoffe auf einzelnen Strecken genutzt. Die Möglichkeit zur freiwilligen CO₂-Kompensation für Passagiere wird durch die Organisation „GoodPlanet Foundation“ ermöglicht. Die Airline gibt ein klar kommuniziertes Ziel bis 2020 an, die CO2-Emmissionen um 20 % zu reduzieren (verglichen mit dem Niveau aus 2011). Laut einer wissenschaftlichen Veröffentlichung von Bouwer findet die Umweltdimension im CSR-Auftritt Berücksichtigung mit klar definierten Zielen zur CO2-Reduktion und Investitionen in Biotreibstoffe (Bouwer, ebenda, S. 460).
Lufthansa-Gruppe: Eine detaillierte Berichterstattung gibt Aufschluss über die Flottenmodernisierung mit effizienteren Flugzeugtypen. Sowohl die direkten als auch die indirekten CO2-Emissionen werden ermittelt und von einer externen Organisation verifiziert. Aus den Ergebnissen werden Maßnahmen zur Reduzierung ab- und eingeleitet. Die Treibstoffeffizienz wird als zentrales Handlungsfeld identifiziert und die kontinuierliche Effizienzsteigerung im strategischen Arbeitsprogramm festgehalten.
1 Einleitung und Ausgangssituation: Das Kapitel führt in das Thema CSR in der Luftfahrt ein, stellt die Motivation und Forschungsfrage dar und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den aktuellen Forschungsstand.
2 Grundlagen: Hier werden theoretische CSR-Konzepte definiert, von verwandten Ansätzen abgegrenzt und Besonderheiten der CSR in der zivilen Luftfahrt sowie in den verschiedenen Geschäftsmodellen erörtert.
3 Auswahl der Luftverkehrsgesellschaften: Dieses Kapitel begründet die Auswahl von Air France-KLM, Lufthansa, Ryanair und EasyJet für die Untersuchung und vergleicht diese anhand grundlegender Kennzahlen.
4 Kriterien und Gewichtung für den Vergleich von CSR-Konzepten: Das Herzstück der Arbeit definiert Bewertungskriterien für CSR-Maßnahmen, gewichtet diese und führt eine detaillierte Punktwertanalyse durch.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen, reflektiert die Limitationen der Studie und gibt Handlungsempfehlungen für die Luftverkehrsbranche.
Corporate Social Responsibility, CSR, Luftfahrt, Nachhaltigkeit, Low-Cost-Carrier, Netzwerk-Airlines, Punktwertanalyse, CO2-Emissionen, Kundenorientierung, Corporate Governance, Nachhaltigkeitsbericht, Geschäftsmodell, Vergleichsanalyse, Stakeholder-Theorie, Umweltmanagement.
Die Arbeit analysiert die CSR-Konzepte von vier europäischen Fluggesellschaften (Netzwerk-Airlines und Low-Cost-Carrier) und vergleicht deren Ansätze zur Übernahme unternehmerischer Verantwortung.
Die Untersuchung konzentriert sich auf ökologische Aspekte (Treibstoff, Abfall, Lärm), ökonomische Themen (Kunden, Governance) und soziale Faktoren (Arbeitssicherheit, Engagement) sowie die Qualität der Berichterstattung.
Die Arbeit fragt nach den Kriterien, die sich für einen fundierten Vergleich von CSR-Konzepten unterschiedlicher Fluglinien-Geschäftsmodelle eignen, und untersucht, wie diese Fluglinien in einem Vergleich abschneiden.
Die Autorin nutzt eine vergleichende Forschungsmethode, bei der CSR-Berichte anhand einer systematischen Punktwertanalyse (Scorecard) quantitativ und qualitativ bewertet werden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, die Auswahl der untersuchten Airlines begründet, die Bewertungskriterien festgelegt und schließlich die Analyse der CSR-Aktivitäten mittels Punktwertverfahren und Netzdiagrammen durchgeführt.
Die wichtigsten Schlagworte sind Corporate Social Responsibility, CSR-Vergleich, Luftfahrtindustrie, Nachhaltigkeitsmanagement, Transparenz und Unternehmensethik.
Laut der Analyse ist dies primär auf unterschiedliche Geschäftsmodelle zurückzuführen, da diese Airlines weniger Ressourcen in die umfangreiche, formelle CSR-Berichterstattung investieren als große Konzernstrukturen.
Die Glaubwürdigkeit ist ein zentraler Bewertungsfaktor. Die Arbeit kritisiert, dass unklare Darstellungen, veraltete Grafiken oder widersprüchliche Aussagen (insbesondere bei Ryanair) die Seriosität der Nachhaltigkeitsbemühungen infrage stellen.
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