Bachelorarbeit, 2011
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Das Geschäftsmodell von Kreditmarktplätzen
2.1 Definition und Entwicklung von P2P-Plattformen
2.1.1 Historische Entwicklung
2.1.2 P2P-Lending als Ausprägung des Crowdsourcing
2.1.3 Zielmärkte von Peer-to-Peer-Plattformen
2.2 Funktionsweise von Kreditmarktplätzen
2.2.1 Aufgaben und Funktionen von originären Finanzintermediären – die traditionelle Kreditvergabe durch Banken
2.2.2 Kreditvergabeprozess von Peer-to-Peer Plattformen
2.2.3 Bankaufsichtsrechtliche Hintergründe für Plattformen in Deutschland
3 Nutzwertanalyse von Peer-to-Peer Kreditplattformen
3.1 Grundlagen der Nutzwertanalyse
3.2 Aufbau des Analysemodells zur Bewertung von Peer-to-Peer Kreditplattformen
3.2.1 Auswahl der Analyse-Alternativen
3.2.2 Festlegung der zu analysierenden Merkmale
3.2.3 Aufbau des Gewichtungs- und Bewertungsmodells
3.3 Portraits der analysierten Peer-to-Peer-Plattformen
3.3.1 Smava
3.3.2 Auxmoney
3.3.3 Zopa
3.3.4 Prosper
3.3.5 Money4Friends
3.3.6 Direct-Lending
3.3.7 Kiva
3.4 Zusammenfassung der Datenerhebung
3.5 Ergebnisse der Nutzwertanalyse
3.5.1 Kredit- und Anlageprodukte
3.5.2 Anforderungen an die Teilnehmer der Plattformen
3.5.3 Rahmendaten der Plattformen und Prozessablauf
3.5.4 Gesamtbetrachtung
4 Fazit und Ausblick
4.1 Kritik an den Peer-to-Peer Plattformen
4.2 Zukunft des Social Lending
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, die Funktionsweise und das Potenzial von Peer-to-Peer-Kreditplattformen (P2P) im Vergleich zu traditionellen Bankinstituten wissenschaftlich zu untersuchen und mittels einer Nutzwertanalyse eine systematische Bewertung verschiedener internationaler Plattformbetreiber vorzunehmen.
2.1.1 Historische Entwicklung
Die Grundidee, dass Privatpersonen Geld direkt von anderen Privatpersonen leihen, ist keine Erfindung der Neuzeit. Im Gegenteil: die Grundform des Social Lending geht bis in das Jahr 300 vor Christus zurück. Private Kreditvereine, sog. Iun hui haben in China bereits zu dieser Zeit existiert. In Deutschland wurden in der Mitte des 19. Jahrhunderts Darlehenskassenvereine der Landbevölkerung gegründet, die nach der Idee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch die Bevölkerung mit günstigeren Krediten versorgt haben. Ziel war es, eine Alternative zu den damals am Markt bestehenden Wucherzinsen zu bieten.
Die zunehmende Verbreitung des Internets und der entsprechenden Potenziale im Web 2.0 hat in den vergangenen Jahren zu einem Wiederaufleben des P2P-Gedanken geführt. Als weltweit erstes Unternehmen im Bereich des Social Lendings hat die englische Plattform Zopa im Jahr 2005 den Markt für privatvermittelte Kredite betreten. Kurz darauf folgte in den USA die Plattform Prosper im Februar 2006. Als erstes deutsches Web-Unternehmen im Bereich der P2P-Kredite wurde Smava im Februar 2007 implementiert.
1 Einführung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Kreditmarktplätze im Web 2.0 ein und definiert das Ziel sowie den Aufbau der Arbeit.
2 Das Geschäftsmodell von Kreditmarktplätzen: Hier werden Definitionen, die historische Entwicklung sowie die Funktionsweise und die rechtlichen Aspekte von P2P-Plattformen detailliert erläutert.
3 Nutzwertanalyse von Peer-to-Peer Kreditplattformen: In diesem Kapitel wird das methodische Analysemodell entwickelt, die ausgewählten Plattformen im Detail portraitiert und die Ergebnisse der Nutzwertanalyse dargestellt.
4 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil bietet eine kritische Würdigung der P2P-Plattformen und diskutiert die zukünftige Entwicklung von Social Lending im Wettbewerb mit klassischen Banken.
Peer-to-Peer Lending, P2P, Kreditplattformen, Nutzwertanalyse, Crowdsourcing, Crowdlending, Finanzintermediäre, Bankaufsicht, BaFin, Bonitätsprüfung, Zinssatz, Risikomanagement, Social Lending, Kreditausfall, Anlegerrendite
Die Arbeit behandelt die Analyse privater Kreditmarktplätze im Internet, auf denen Kredite direkt zwischen Privatpersonen vermittelt werden, ohne dass klassische Banken als Intermediäre fungieren.
Zentrale Themen sind die Funktionsweise von P2P-Plattformen, deren Einordnung in das Crowdsourcing, die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie die Bewertung der Plattformen anhand qualitativer und quantitativer Faktoren.
Das Ziel ist es, durch die Entwicklung eines Analysemodells (Nutzwertanalyse) die Attraktivität und Qualität verschiedener internationaler P2P-Plattformen für Anleger und Kreditnehmer vergleichbar und bewertbar zu machen.
Die Arbeit verwendet die Nutzwertanalyse als systematisches Entscheidungsmodell, um komplexe Plattformstrukturen vergleichbar zu machen und eine fundierte Empfehlung abzugeben.
Im Hauptteil erfolgen die theoretische Fundierung des Geschäftsmodells, der Aufbau des Bewertungsmodells sowie die detaillierte Analyse und Porträtierung sieben verschiedener Plattformen aus Deutschland, Europa und den USA.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Peer-to-Peer Lending, Nutzwertanalyse, Crowdlending und Finanzintermediation definieren.
Die Nutzwertanalyse wird eingesetzt, um trotz der Subjektivität einzelner Merkmalsbewertungen eine transparente und schematisierte Vergleichbarkeit zwischen den unterschiedlichen Plattformen zu schaffen.
Bei Smava erfolgt die Vermittlung direkt zwischen Privatpersonen, wodurch die Bank als traditioneller Intermediär entfällt; zudem wird das Risiko im Vergleich zu einer Bank anders aggregiert und bewertet.
Die BaFin-Aufsicht erzwingt oft die Zusammenarbeit mit Transaktionsbanken, da die Plattformen selbst als Vermittler meist keine Banklizenz besitzen, um erlaubnispflichtige Bankgeschäfte zu betreiben.
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