Bachelorarbeit, 2017
77 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG RESILIENZ
2.2 RESILIENZFORSCHUNG
3 RESILIENZ IN STÄDTEN ALS SOZIOÖKOLOGISCHE SYSTEME
3.1 DEFINITIONEN URBANER RESILIENZ
3.2 DIMENSIONEN UND FAKTOREN URBANER RESILIENZ
3.3 PROZESSE URBANER RESILIENZ
3.3.1 Gleichgewichtszustände Urbaner Systeme.
3.3.2 Adaptive Cycle und Panarchy.
3.4 SONDERFAKTOREN
3.4.1 Normativität und Zielkonflikte.
3.4.2 Urban Governance.
4 RESILIENZ IN DER PSYCHOLOGIE
4.1 DEFINITIONEN PSYCHOLOGISCHER RESILIENZ
4.2 DIMENSIONEN UND FAKTOREN PSYCHOLOGISCHER RESILIENZ
4.3 PROZESSE PSYCHOLOGISCHER RESILIENZ
4.4 SONDERFAKTOREN
4.4.1 Soziokontextuelle Faktoren.
4.4.2 Analyseebenen.
5 RESILIENZ IN ORGANISATIONEN
5.1 DEFINITIONEN ORGANISATIONALER RESILIENZ
5.2 DIMENSIONEN UND FAKTOREN ORGANISATIONALER RESILIENZ
5.3 PROZESSE ORGANISATIONALER RESILIENZ
5.4 SONDERFAKTOREN
5.4.1 Berufliche Resilienz.
5.4.2 Resiliente Führung.
6 ANALYSE DES DISZIPLINVERGLEICHES
6.1 DEFINITIONEN
6.2 DIMENSIONEN UND FAKTOREN
6.3 PROZESSE
7 IMPLIKATIONEN AUF ORGANISATIONSFORSCHUNG
7.1 AUS DER LITERATUR URBANER RESILIENZ
7.2 AUS DER LITERATUR PSYCHOLOGISCHER RESILIENZ
8 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht das interdisziplinäre Konzept der Resilienz durch einen systematischen Vergleich zwischen der urbanen, psychologischen und organisationalen Forschung, um ein tieferes Verständnis für Resilienz in Organisationen zu entwickeln und Implikationen für künftige Forschungsansätze abzuleiten.
3.1 Definitionen Urbaner Resilienz
Einige Wissenschaftler (Pincetl et al., 2014: S. 873) betrachten urbane Räume als SES, die durch interagierende biophysikalische und sozioökonomische Komponenten oder soziale und technische Komponenten charakterisiert sind. Carpenter et al. (2012: S. 135 f.) definieren SES als verflochtene Systeme von Menschen und Natur, die in der Biosphäre eingebettet sind. Romero-Lankao, Gnatz, Wilhelmi und Hayden (2016: S. 2 f.) vertreten in ihrer Arbeit die Ansicht, dass die Definition von urbanen Räumen als SES großes Potenzial besitzt, um den wissenschaftlichen Ansatz der urbanen Resilienz zu integrieren. Im Folgenden stütze ich mich auf diese Position.
Als Ursprung der modernen Resilienztheorie wird Hollings Artikel im Zusammenhang mit SES angesehen (Davidson et al., 2016: S. 2). Holling (1973: S. 17 ff.) meint mit Resilienz die Fähigkeit eines SES, in Zeiten von Veränderungen weiter zu funktionieren und fortzubestehen. Davidson et al. (2016: S. 7 f.) beleuchten Resilienz in verschiedenen theoretischen und disziplinarischen Traditionen der sozioökologischen Forschung, woraus sich die drei „Static urban“- (Davidson et al., 2016: S. 5), „Social-ecological urban“- (Davidson et al., 2016: S. 5) und „Evolutionary urban“- (Davidson et al., 2016: S. 6) Definitionen ergeben.
Gemäß der „Static urban“- (Davidson et al., 2016: S. 5) Definition ist Resilienz die Fähigkeit einer Stadt, einer Reihe von Belastungen und Schocks standzuhalten, so dass physikalische, soziale, ökonomische und ökologische Untersysteme wieder in deren ursprüngliche Form zurückkehren können. Diese Subdefinition ist als Basisresilienz einzuordnen, da die Wiederherstellung des anfänglichen stabilen Zustandes bzw. Gleichgewichts höchstes Ziel ist. Parallel dazu wird der Begriff „Engineering Resilience“ (Holling, 1996a: S. 33) verwendet. Hingegen geht der „Social-ecological urban“- (Davidson et al., 2016: S. 5) Ansatz über den reinen Erhalt der ursprünglichen Identität hinaus und bezieht Anpassungsfähigkeit an Veränderungen und Selbstorganisation mit ein. Hier wird Resilienz als Fähigkeit eines urbanen Systems definiert, sich an interne und externe Veränderungsprozesse durch das Reorganisieren der Untersysteme anzupassen.
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Resilienzforschung in verschiedenen Disziplinen ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, Schnittstellen zwischen den Fachbereichen aufzuzeigen.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert den Begriff Resilienz, beleuchtet seine Herkunft aus den Ingenieurwissenschaften und skizziert die historische Entwicklung der Resilienzforschung in drei Wellen.
3 RESILIENZ IN STÄDTEN ALS SOZIOÖKOLOGISCHE SYSTEME: Hier wird Resilienz im Kontext urbaner Räume analysiert, wobei Konzepte wie Gleichgewichtszustände, der Adaptive Cycle und die Bedeutung von Urban Governance für Transformationsprozesse behandelt werden.
4 RESILIENZ IN DER PSYCHOLOGIE: Dieses Kapitel befasst sich mit der psychologischen Perspektive, diskutiert verschiedene Resilienztypen sowie Faktoren und Prozesse auf individueller, familiärer und gemeinschaftlicher Ebene.
5 RESILIENZ IN ORGANISATIONEN: Die organisationalen Perspektiven auf Resilienz werden hier durch die Analyse von Definitionen, Dimensionen und spezifischen Prozessfähigkeiten wie Antizipation, Coping und Anpassung detailliert dargestellt.
6 ANALYSE DES DISZIPLINVERGLEICHES: Dieses Kapitel führt den interdisziplinären Vergleich durch, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Definitionen, Dimensionen, Faktoren und Prozessen zwischen den drei behandelten Disziplinen herauszuarbeiten.
7 IMPLIKATIONEN AUF ORGANISATIONSFORSCHUNG: Basierend auf dem Vergleich werden hier Implikationen abgeleitet, wie die Erkenntnisse aus der urbanen und psychologischen Resilienzforschung die zukünftige Organisationsforschung bereichern können.
8 FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit zusammen und hebt den Mehrwert des interdisziplinären Vergleichs für das Verständnis organisationaler Resilienz hervor.
Resilienz, interdisziplinärer Vergleich, organisationale Resilienz, urbane Resilienz, psychologische Resilienz, sozioökologische Systeme, Anpassungsfähigkeit, Antizipation, Krisenbewältigung, Transformationsfähigkeit, systemische Resilienz, berufliche Resilienz, resiliente Führung, Risikomanagement, Governance.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem interdisziplinären Vergleich von Resilienzkonzepten und untersucht, wie Erkenntnisse aus der urbanen und psychologischen Forschung zu einem besseren Verständnis von Resilienz in Organisationen beitragen können.
Zentrale Felder sind die Konzeptualisierung von Resilienz in sozioökologischen urbanen Systemen, die psychologische Resilienzforschung (auf Individual- und Gruppenebene) sowie organisationale Ansätze zur Resilienz und resilienter Führung.
Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Disziplinen aufzudecken, um Schnittstellen für die Organisationsforschung zu identifizieren und Möglichkeiten für künftige Untersuchungen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse und einem vergleichenden, interdisziplinären Ansatz, der bestehende Definitionen, Prozesse und Faktoren der drei Disziplinen gegenüberstellt.
Im Hauptteil werden zunächst die drei Disziplinen (urbane Resilienz, psychologische Resilienz, organisationale Resilienz) einzeln analysiert, bevor diese in einer vergleichenden Analyse zueinander in Bezug gesetzt werden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Resilienz, Anpassungsfähigkeit, Transformationsprozesse, Antizipation, systemische Resilienz und organisationale Kapazitäten charakterisiert.
Die Arbeit zeigt, dass die Art und Weise der Regierung (Governance) durch das Schützen von Bürgern, das Fördern von Heterogenität und das Etablieren von Multi-Risk-Ansätzen maßgeblich die Fähigkeit einer Stadt bestimmt, auf unerwartete Krisen zu reagieren.
Die Arbeit stellt fest, dass psychologische Forschung zwischen "emergent resilience" (nach chronischen Belastungen) und "minimal-impact resilience" (nach akuten Ereignissen) unterscheidet, da diese unterschiedliche Muster und Verläufe im Umgang mit Stressoren nach sich ziehen.
Die Arbeit legt dar, dass transformationale Führung durch das Schaffen von Innovationskulturen, die Förderung von Beziehungen und die intellektuelle Stimulation der Mitarbeiter Organisationen befähigt, Krisen proaktiv zu bewältigen und sich anzupassen.
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