Masterarbeit, 2017
75 Seiten, Note: 12,5
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Einleitung
2. Wortschatzlernen in der Fremdsprache
2.1Wortschatzlernen — ein den gesamten Fremdsprachenlernprozess begleitendes Verfahren
2.1.1 Wörter lernen und behalten
2.2 Vorstellung der Lernstrategien für Wörter
2.2.1 Lernstrategien und Lerntechniken
2.2.2 Verfahren der Wortschatzarbeit
2.2.3 Selbstgesteuertes Lernen mit Lernstrategien
2.2.3.1 Klassifizierung der Lernstrategien
2.2.3.2 Weitere Kategorisierung der kognitiven bzw. direkten Strategien
3. Das mentale Lexikon mit Vokabellernstrategien
3.1 Repräsentation des lexikalischen Wissens im mentalen Lexikon
3.2 Speichern und Strukturieren lexikalischer Einheiten im mentalen Lexikon
3.2.1 Modelle zum Aufbau des mentalen Lexikons
4. Auseinandersetzungen mit den häufig im DaF-Unterricht eingesetzten Vokabellernstrategien
4.1 Auswendiglernen mit Wörterliste
4.2 Vokabeln aus den Texten lernen
4.3 Vokabellernen mit visueller Bedeutungserklärung
4.4 Wörterlernen mit Wörternetzen
5. Wörterlernen mit Wörternetzen
5.1Theoretische Grundlagen
5.2 Auseinandersetzung sieben kognitiver Teilnetze
6. Forschungsbericht
6.1 Abstract
6.2 Einleitung
6.3 Fragestellung und Hypothesen
6.4 Forschungsdesign
6.4.1 Beschreibung der Teilnehmenden
6.4.2 Untersuchungsmaterial
6.4.3 Untersuchungsablauf
6.5 Darlegung der Ergebnisse
6.5.1 Präsentation der Ergebnisse
6.5.2 Besprechung der Ergebnisse
6.5.3 Analyse der Fragebögen und Schlussfolgerungen
7. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Effizienz der Wörternetz-Strategie beim Wortschatzlernen im DaF-Unterricht zu untersuchen und mit der traditionellen Methode des Wörterlisten-Lernens zu vergleichen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob Lernende durch die Anwendung von Wörternetzen Vokabeln langfristig effizienter speichern können als durch reines Auswendiglernen.
4.4 Wörterlernen mit Wörternetzen
Basierend auf dem Netzwerkmodell wurde diese Wörternetz-Strategie in den letzten Jahren immer mehr beachtet. Das Grundprinzip dieser Strategie stellt eine leicht verständliche Idee dar, dass eine nicht festgelegte Anzahl von Begriffen durch zahlreiche Linien in Form eines Netzes auf Papier gezeichnet wird, wobei die spezifischen Relationen im mentalen Netzwerk wahrscheinlich auch auf diese Weise expliziert werden können (vgl. Neveling 2004, S.79). Die Ordnungskriterien bestehen aus den lexikalisch-semantischen Beziehungen zwischen Wörtern und gehen von sieben verschiedenen Teilnetzen aus: Sachnetz, Begriffsnetz, Merkmalsnetz, syntagmatisches Netz, Wortfamiliennetz, Klangnetz und affektives Netz.
Beim Einsatz dieser Strategie ist die Ordnung der zu lernenden fremdsprachigen Wörter der erste Schritt, das heißt, dass alle Wörter zuerst den sieben Kategorien nach dem jeweiligem Teilnetz zugeordnet werden sollen. Nach der groben Zuordnung soll man die Teilnetze auf Papier zeichnen und alle Informationen durch Linien mehrfach miteinander verbinden, sodass auch die Relationen zwischen den Elementen in Teilnetzten markiert werden können.
Im dritten Schritt wird das vorliegende Netz noch weiter bearbeitet und elaboriert, indem man mit Hilfe von verschiedenartigen Zeichnungen oder Farben die zu unterscheidenden Elementen und Beziehungen nochmal kennzeichnet. Es soll darauf hingewiesen werden, dass die existierenden individuellen vernetzten Darstellungen der Einzelnen einen relativ starken Einfluss auf die erstellten Netze ausüben könnten, so erscheint es daher sehr schwierig, die Wörternetze mit „richtig“ oder „falsch“ zu bewerten.
In Analogie zu den Netzwerkmodellen dient diese Lernstrategie auch dazu, die vernetzten Repräsentationen im mentalen Lexikon darzustellen. Die Informationen werden durch die Wörternetz-Strategie vollständig kodiert und danach ohne große Anstrengung in das Langzeitgedächtnis übertragen, welches mit dem Stufen-Modell in Einklang steht. Außerdem betrifft diese Strategie auch das Modell der Verarbeitungsebenen, in dem die Wörter durch die hohe kognitive Aktivität und auch die affektive Verarbeitung besser und tiefer von Lernern behalten werden können. Strategisch gesehen kann ein Wörternetz die Speicher- und Abrufprozesse gleich gut unterstützen und aufgrund der dynamischen und offenen Struktur darf das originale Wörternetz nach Bedarf mehr oder weniger umgebaut werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung des Wortschatzlernens und führt in die Problemstellung ein, warum Wörternetze als effiziente Strategie untersucht werden müssen.
2. Wortschatzlernen in der Fremdsprache: Dieses Kapitel definiert wesentliche Begriffe der Wortschatzarbeit und stellt Lernstrategien sowie Konzepte des selbstgesteuerten Lernens vor.
3. Das mentale Lexikon mit Vokabellernstrategien: Es wird der theoretische Hintergrund zur mentalen Repräsentation von Wissen und der Aufbau des Speichers im Gehirn diskutiert.
4. Auseinandersetzungen mit den häufig im DaF-Unterricht eingesetzten Vokabellernstrategien: Hier werden bekannte Methoden wie Listenlernen oder Lernen aus Texten kritisch analysiert und mit der Wörternetz-Strategie in Bezug gesetzt.
5. Wörterlernen mit Wörternetzen: Das Kapitel widmet sich detailliert den theoretischen Grundlagen der Wörternetze und den sieben kognitiven Teilnetzen als Ordnungskriterien.
6. Forschungsbericht: Dieser Abschnitt beschreibt das durchgeführte Experiment, die Hypothesen, das Forschungsdesign sowie die Ergebnisse der Tests und Befragungen.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Effizienz der Wörternetze zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung für zukünftiges Lernen.
Wortschatzlernen, DaF-Unterricht, Wörternetze, Mentales Lexikon, Lernstrategien, Gedächtnis, Speichereffizienz, Netzwerkmodell, Wortfamiliennetz, Begriffsnetz, Kognition, Affektive Netze, Fremdsprachenerwerb, Wortarten, Langzeitgedächtnis.
Die Arbeit untersucht die Effizienz von Wörternetzen als Vokabellernstrategie im Unterricht Deutsch als Fremdsprache (DaF), um herauszufinden, ob sie gegenüber klassischen Methoden wie dem Lernen mit Wörterlisten vorteilhafter ist.
Die zentralen Felder umfassen die Theorie des Wortschatzlernens, die psycholinguistische Betrachtung des mentalen Lexikons, die Analyse verschiedener Lernstrategien und eine empirische Überprüfung der Speichereffektivität von Wörternetzen.
Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass Wörternetze zwar beim kurzfristigen Auswendiglernen nicht unbedingt überlegen sind, jedoch eine höhere Effizienz für die mittelfristige und langfristige Speicherung von Vokabeln aufweisen.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und ein empirisches Experiment mit 20 DaF-Studierenden (Testgruppen-Vergleich) durchgeführt, ergänzt durch Fragebögen zur Evaluation.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Diskussion des mentalen Lexikons, die detaillierte Darstellung der sieben kognitiven Teilnetze und den ausführlichen Bericht über das durchgeführte Experiment inklusive Ergebnisanalyse.
Wichtige Begriffe sind Wörternetze, mentale Repräsentation, Vokabellernstrategien, Langzeitgedächtnis, Wortschatzlernen und Speichereffizienz.
Die Studie deutet darauf hin, dass die gewählten Nomen stärker in den als effizient bewerteten Netzstrukturen wie dem Begriffsnetz verankert waren, während die verwendeten Verben überwiegend im Merkmalsnetz und Klangnetz zu finden waren, welche eine geringere Behaltensleistung zeigten.
Die Autorin empfiehlt, Lernende bereits früh stufenweise mit der Wörternetz-Strategie vertraut zu machen, wobei die Komplexität der Methode durch vereinfachte Einstiegsformen (wie Teilnetze) schrittweise an das Sprachniveau angepasst werden sollte.
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