Bachelorarbeit, 2017
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Inhaltliche Angaben
2.1 Anatomische Strukturen im Kniegelenk
2.1.1 Knöcherne und knorpelige Gelenkstrukturen
2.1.1 Menisken
2.1.2 Bandapparat
2.1.3 Gelenkkapsel
2.1.4 Muskulärer Halteapparat des Kniegelenks
2.2 Der vordere Kreuzbandriss
2.2.1 Diagnostik
2.2.1.1 Zeitpunkt der Diagnosestellung
2.2.1.2 Klinische Untersuchungsprinzipien
2.2.2 Die Wahl der Therapie: operativ oder konservativ?
2.2.3 Entwicklungen der Rehabilitationsmaßnahmen
2.2.3.1 Rehabilitation vor 1990
2.2.3.2 Rehabilitation nach 1990
2.2.3.3 Erkenntnisse der heutigen orthopädischen Sportmedizin
2.2.4 Präventive Maßnahmen für das vordere Kreuzband im Fußballsport
2.3 Herleitung der Fragestellung
3. Entwicklung der empirischen Untersuchung
3.1 Ansätze der quantitativen Sozialforschung
3.2 Das Grundkonzept der vorliegenden empirischen Studie
3.2.1 Darstellung der gewählten Methode
3.2.2 Überblick über die entwickelten Datenerhebungsinstrumente
3.2.3 Beschreibung der Stichproben
3.2.4 Durchführung der empirischen Studie
3.2.5 Methode der Datenauswertung
4. Ergebnisse
4.1 Fußballspieler
4.2 Fußballtrainer
4.3 Ärzte und Physiotherapeuten
5. Diskussion
5.1 Ergebnisdiskussion
5.2 Kritische Betrachtung der gewählten Methode
6. Fazit und Ausblick
7. Literaturverzeichnis
8. Anhang
Die Arbeit untersucht den Entwicklungsprozess der medizinischen und physiotherapeutischen Behandlung nach einer Ruptur des vorderen Kreuzbandes im Fußballsport, mit einem besonderen Fokus auf Rehabilitation und Prävention. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob die Tendenz zu einer immer schnelleren Rückkehr in den Spielbetrieb im Amateurfußball medizinisch vertretbar ist und welche Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten zwischen Profi- und Amateursport in diesem Kontext bestehen.
2.1 Anatomische Strukturen im Kniegelenk
Das Kniegelenk ist als Verbindung zwischen Ober- und Unterschenkel ein Scharniergelenk, das neben einer geringen Rotationsbewegung bei gebeugtem Knie seine Hauptbewegungsrichtungen hauptsächlich in Flexion und Extension hat. Es wird in der Literatur als ein „zusammengesetztes Gelenk“ (Aus der Fünten, Faude, Hecksteden, Such, Hornberger & Meyer, 2013a, S.113) bezeichnet, weil der Gelenkkopf durch das distale Ende des Oberschenkelknochens (Femur) gebildet wird und der Tibiakopf als Gelenkpfanne dient. Darüber hinaus besteht ein weiteres Gelenk zwischen dem distalen Oberschenkel und der Rückfläche der Kniescheibe (Patella) (vgl. ebd., S. 113). Laut Ehrich und Gebel (2000) ist das Kniegelenk das am stärksten belastete Gelenk des menschlichen Körpers und wird hauptsächlich durch die ischiocruralen Muskelgruppen und den Musculus1 quadriceps femoris bewegt und stabilisiert (vgl. S. 114).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Relevanz von Kreuzbandverletzungen im Fußballsport und begründet die Relevanz der Arbeit, die den Behandlungsprozess im Amateur- und Profibereich vergleicht.
2. Inhaltliche Angaben: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament, indem es die Anatomie des Knies, die Diagnostik und die historische Entwicklung der Rehabilitationsmaßnahmen darstellt.
3. Entwicklung der empirischen Untersuchung: Hier werden die wissenschaftlichen Methoden der quantitativen Sozialforschung erläutert, die zur Erhebung der Daten durch Fragebögen angewandt wurden.
4. Ergebnisse: Die erhobenen Daten von Fußballspielern, Trainern sowie Ärzten und Physiotherapeuten werden präsentiert, um einen Einblick in die Praxis der Behandlung und Prävention zu geben.
5. Diskussion: In der Diskussion werden die empirischen Ergebnisse vor dem Hintergrund der Fachliteratur kritisch interpretiert und die angewandte Forschungsmethode reflektiert.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer langsameren Wiedereingliederung und verstärkter präventiver Maßnahmen.
Vorderes Kreuzband, Kreuzbandruptur, Rehabilitation, Prävention, Fußballsport, operative Therapie, konservative Therapie, Kniegelenk, Trainingssteuerung, Sporttraumatologie, Sportmedizin, empirische Studie, Rückkehr zum Sport, Amateursport, Profifußball.
Die Arbeit thematisiert die medizinische und physiotherapeutische Versorgung bei vorderen Kreuzbandrissen im Fußballsport und untersucht den Wandel dieser Maßnahmen über die letzten Jahrzehnte.
Die Arbeit verknüpft anatomisches Wissen mit der Diskussion über operative versus konservative Therapiemethoden sowie den Stellenwert von speziellen Rehabilitations- und Präventionsprogrammen im Fußball.
Das Hauptziel ist es, die Diskrepanz zwischen der immer schnelleren Rückkehr von Amateursportlern in den Trainingsbetrieb und der damit verbundenen potenziellen Gesundheitsgefährdung wissenschaftlich zu hinterfragen.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz mittels einer schriftlichen Befragung gewählt, wobei drei zielgruppenspezifische Fragebögen für Spieler, Trainer sowie medizinisches Fachpersonal entwickelt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil über Anatomie und Behandlungsgeschichte sowie einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Befragungen von Akteuren aus der Region Osnabrück analysiert werden.
Die zentralen Begriffe umfassen das vordere Kreuzband, die operative Rekonstruktion, die physiotherapeutische Rehabilitation sowie die Verletzungsprävention und deren Implementierung im Mannschaftstraining.
Der Autor zeigt auf, dass trotz theoretischer Gleichwertigkeit in der Fachwelt eine starke Tendenz zur Operation existiert, die teilweise durch ökonomische Anreize oder den hohen Leistungsdruck im Fußball beeinflusst wird.
Viele befragte Spieler sehen in der modernen Stollenform und auf stumpfen Kunstrasenplätzen signifikante Risikofaktoren, da diese bei Drehbewegungen zu einer erhöhten Belastung des Kniegelenks führen.
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