Doktorarbeit / Dissertation, 2017
189 Seiten, Note: cum laude
1. Einleitung
2. Was bedeutet Work-Life-Balance?
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Die Entwicklung des Work-Life-Balance Terminus
2.2.1 Das Konzept der Salutogenese von Antonovsky
2.2.2 Auswirkungen des Konzepts der Salutogenese
2.3 Das heutige WLB-Konzept
2.3.1 Die gesellschaftliche Entwicklung
2.3.2 Die betriebliche Entwicklung
2.3.3 Die individuelle Perspektive
2.3.4 Geschlechtsspezifische Unterschiede von WLB
2.4 Belastungs- und Schutzfaktoren
2.4.1 Stress
2.4.2 Gesundheit
2.5 Umsetzung von Work-Life-Balance
2.5.1 Betriebliche Work-Life-Balance Maßnahmen
2.5.2 Individuelle Work-Life-Balance Maßnahmen
3. Charakteristika der Psychotherapie
3.1 Anerkannte psychotherapeutische Richtlinienverfahren
3.1.1 Die Psychoanalyse
3.1.2 Die tiefenpsychologisch fundierte Therapie
3.1.3 Die Verhaltenstherapie
3.2 Das Berufsbild der PsychotherapeutInnen
3.2.1 Psychologische PsychotherapeutInnen
3.2.2 Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen
3.2.3 Ärztliche PsychotherapeutInnen
3.3 Besonderheiten der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
4. Spezifische berufliche Belastung von PsychotherapeutInnen
4.1 Aktuelle Situation der PsychotherapeutInnen in Ausbildung
4.2 Folgen der hohen Belastung von PsychotherapeutInnen
4.3 Bewältigungsmöglichkeiten
4.3.1 Copingstrategien
4.3.2 Copingstrategien von PsychotherapeutInnen
4.3.2.1 Selbsterfahrung und Supervision
4.3.2.2 Psychohygiene
4.3.2.3 Entspannungstechniken
4.3.2.4 Persönliche Lebensführung
4.4 Work-Life-Balance bei PsychotherapeutInnen in Ausbildung
4.5 Ausbildungsbedingungen als Untersuchungsgegenstand
5. Work-Life-Balance und psychisches Wohlbefinden
5.1 Psychisches Wohlbefinden
5.2 Relevante Variablen
6. Empirischer Teil
6.1 Methodik
6.1.1 Quantitative und qualitative Forschung
6.1.2 Auswahl des Messinstruments
6.1.2.1 Measure of Work-Life-Balance
6.1.2.2 Der Psychological General Well-Being Index (PGWBI)
6.1.3 Gütekriterien
6.1.4 Überprüfung des Fragebogens
6.2 Untersuchungsdurchführung
6.2.1 Ziel der Untersuchung
6.2.2 Datenanalyse
6.2.3 Fragestellungen und Postulate
6.2.4 Teilnehmer
6.3 Ergebnisse
6.3.1 Einflussfaktoren auf Arbeitswochenstunden und Berufstätigkeit
6.3.2. Ergebnisse der Fragen zur Work-Life-Balance
6.3.3 Ergebnisse der Fragen zum psychischen Wohlbefinden
6.3.4 Auswertung der offenen Fragen
6.3.3.1 Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen in Ausbildung
6.3.3.2 Approbierte Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen
6.3.6 Vergleich der Ergebnisse beider Stichproben
6.3.5 Korrelationen
6.3.5.1 PsychotherapeutInnen in Ausbildung
6.3.5.2 Approbierte PsychotherapeutInnen
7. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
7.1 Zusammenfassung der deskriptiven Daten
7.1.1 Abhängigkeiten und Einflussfaktoren
7.2 Ergebnisse des Fragebogens
7.2.1 Fragen zur Work-Life-Balance
7.2.2 Fragen zum psychischen Wohlbefinden
7.3 Korrelationen
7.4 Zusammenfassende Ergebnisse der offenen Fragen
7.4.1 Ergebnisse der offenen Fragen N1
7.4.2 Ergebnisse der offenen Fragen N2
7.4.3 Vergleich der Antworten beider Stichproben miteinander
7.5 Beantwortung der zugrundeliegenden Fragestellungen
8. Abschließende Diskussion
Diese Dissertation untersucht den Einfluss ausbildungsspezifischer Belastungsfaktoren auf die psychische und physische Gesundheit von Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen in verhaltenstherapeutischer Ausbildung. Ziel ist es, durch den Vergleich mit bereits approbierten Therapeuten herauszufinden, ob die hohe Belastungssituation signifikant mit den aktuellen Ausbildungsbedingungen zusammenhängt und welche Faktoren zur individuellen Resilienz beitragen.
1. Einleitung
Manchmal, wenn ich mit einem Patienten darüber spreche, wie wichtig es ist, im Hinblick auf die alltäglichen Belastungen eigenen Bedürfnisse zu beachten, fällt mir auf, wie widersprüchlich dieser Ratschlag ist, da ich als Psychotherapeutin in Ausbildung ja selbst hoch belastet bin und meine eigenen Bedürfnisse oft zurückstelle um sowohl meiner Familie als auch meinen Patienten gerecht zu werden.
Stress und depressionsbedingte Krankheiten gelten in der heutigen Gesellschaft als Problem mit einer großen Tragweite. Sie geben in allen Altersgruppen Anlass zur Besorgnis, da sie weit verbreitet sind und sich in vielfältiger Weise auswirken. Stress und Depressionen führen zu einem erheblichen Verlust der Lebensqualität, indem sie zu sozialer Ausgrenzung und erhöhter Mortalität beitragen. Zu berücksichtigen sind neben den individuellen gesundheitlichen Aspekten auch die volkswirtschaftlichen Auswirkungen. Strategien zum Erhalt der psychischen Gesundheit sind daher in allen Politik- und Tätigkeitsbereichen von zunehmender Bedeutung (Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen). Mit dem Ziel Work-Life-Balance als gesellschaftlich relevantes Thema und als betriebliche Aufgabe zu etablieren, hat die Bundesregierung 2003 in Kooperation mit der Bertelsmannstiftung eine „Allianz für die Familie“ gegründet. Insbesondere im internationalen Vergleich niedrige Geburtenrate in Deutschland hat zu einer verstärkten Auseinandersetzung mit dem Thema Work-Life-Balance auf politischer und wirtschaftlicher Ebene geführt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die eigene Betroffenheit der Autorin im Kontext der hohen psychischen Belastungen innerhalb der Psychotherapeutenausbildung.
2. Was bedeutet Work-Life-Balance?: Dieses Kapitel definiert den Work-Life-Balance-Begriff theoretisch und beleuchtet dessen Entwicklung sowie Belastungs- und Schutzfaktoren im beruflichen und privaten Kontext.
3. Charakteristika der Psychotherapie: Es werden die verschiedenen Richtlinienverfahren der Psychotherapie sowie das spezifische Berufsbild der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erläutert.
4. Spezifische berufliche Belastung von PsychotherapeutInnen: Das Kapitel analysiert die besonderen Stressoren in der Ausbildung, insbesondere die finanzielle Situation und die Doppelbelastung.
5. Work-Life-Balance und psychisches Wohlbefinden: Theoretische Herleitung des Zusammenhangs zwischen Work-Life-Balance und der psychischen Gesundheit, einschließlich relevanter Variablen.
6. Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung der quantitativen und qualitativen Forschungsdesign-Methodik sowie der durchgeführten Datenauswertung.
7. Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse: Synthese der empirischen Befunde, die den negativen Einfluss der Ausbildungsbedingungen auf die Work-Life-Balance der PIA verdeutlicht.
8. Abschließende Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse und Ausblick auf notwendige Reformen der Ausbildungssituation.
Work-Life-Balance, Psychotherapeutenausbildung, Psychische Gesundheit, Stress, Belastungsfaktoren, Schutzfaktoren, Resilienz, Verhaltenstherapie, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Burnout, Selbstfürsorge, Supervision, Selbsterfahrung, Berufliche Belastung, Psychohygiene
Die Arbeit untersucht die Work-Life-Balance und die psychische Gesundheit von Psychotherapeuten, die sich noch in der Ausbildung befinden, im Vergleich zu bereits approbierten Therapeuten.
Zentrale Themen sind die Belastungssituation durch die Ausbildung, der Zusammenhang von Stress und Gesundheit sowie Bewältigungsstrategien wie Supervision und Selbsterfahrung.
Das Ziel ist die Identifikation der Faktoren, die eine Work-Life-Balance in der Ausbildung erschweren, und die Überprüfung, ob eine signifikante Verbesserung nach der Approbation eintritt.
Es wurde ein kombiniertes Verfahren aus einer quantitativen Fragebogenerhebung (Measure of Work-Life-Balance und PGWBI) und einem qualitativen Teil mit offenen Fragen angewandt.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Stress und Gesundheit, spezifische Ausbildungsbedingungen für Psychotherapeuten und die empirische Analyse der erhobenen Daten dargelegt.
Wichtige Begriffe sind Work-Life-Balance, Psychotherapeutenausbildung, psychische Gesundheit, Stressbewältigung, Supervision und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.
Viele PIA absolvieren 1800 Stunden unbezahlte oder schlecht bezahlte Praktika in Kliniken, während sie gleichzeitig hohe Kosten für ihre theoretische Ausbildung tragen müssen.
Supervision dient der Qualitätssicherung, der Fallreflexion sowie der emotionalen Unterstützung, um Burnout vorzubeugen und professionelles Handeln zu sichern.
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