Magisterarbeit, 2013
147 Seiten
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. EINLEITUNG
1.1 Ziele der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Stand der Forschung
2. Ein Überblick über den abstrakten Begriff des Prozesses „DaF“
2.1 Deutsch-Türkische Interferenzfehler
2.1.1 Einfluss der Muttersprache oder Fremdsprache
2.1.2 Einfluss von Elementen der Fremdsprache selbst
2.1.2.1 Übergeneralisierung
2.1.2.2 Regularisierung
2.1.2.3 Simplifizierung
2.1.3 Einfluss von Kommunikationsstrategien
2.1.4 Einfluss von Lernstrategien
2.1.5 Einfluss von Elementen des Fremdsprachenunterrichts-Übungstransfer
2.1.6 Einfluss durch persönliche Faktoren
2.1.7 Einfluss durch soziokulturelle Faktoren
2.2 Eine Klassifikation der Interferenzfehler nach Sprachebenen
2.2.1 Die Art der Fehler und Ihre Kennzeichnung
2.3 Ein Überblick über den Begriff „Kultur“ und die kulturbezogenen Elemente im DaF Unterricht
2.3.1 Die Bedeutung der Sprache im Transfer der kulturellen Eigenschaften
2.3.2 Kommunikation
2.3.3 Interkulturalität
2.3.4 Landeskunde im DaF Unterricht
2.3.4.1 Landeskundliche Ansätze im Fremdsprachenunterricht
2.3.4.1.1 Der faktische Ansatz in der Landeskunde
2.3.4.1.2 Der kommunikative Ansatz in der Landeskunde
2.3.4.1.3 Der interkulturelle Ansatz in der Landeskunde
2.3.5 Authentizität
2.3.6 Wahrnehmungen
2.3.7 Stereotype und Vorurteile
3. Kulturspezifische Varianten und situative Gesprächsformeln in Kommunikationssituationen
3.1 Im Restaurant
3.2 Auf gut Deutsch
4. Eine kontrastive Untersuchung des Wortschatzes
4.1 Bezüglich der Substantive
4.2 Bezüglich der Adjektive
4.3 Bezüglich der Verwandtschaftsbegriffe
4.4 Bezüglich der Possessivpronomen
5. Phraseologismen
5.1 Phraseologismen mit der Konstituente „Tier“
5.2 Phraseologismen mit der Konstituente „Nationalität“
6. Routineformeln als Kulturspezifika
6.1 Höflichkeitsformel
6.1.1 Formel der Kontaktaufnahme
6.1.2 Ergehensfragen
6.2 Formeln des Wünschens und des Gratulierens
6.3 Formel der Danksagung
6.4 Formel der Tröstung
7. Die Bewertung der verbalen und nonverbalen Äußerungen
7.1 Verbale Äußerungen
7.2 Non-verbale Äußerungen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Bedeutung kulturspezifischer und kommunikativer Merkmale für einen erfolgreichen Fremdsprachenunterricht (Deutsch als Fremdsprache) herauszuarbeiten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie sprachliche und kulturelle Interferenzfehler zwischen dem Deutschen und Türkischen entstehen und wie diese durch kontrastive Analysen, den Einsatz authentischer Materialien und ein Bewusstsein für interkulturelle Kommunikationsstile minimiert werden können, um Missverständnisse im alltäglichen Austausch zu vermeiden.
2.1 Deutsch-Türkische Interferenzfehler
Bei der Sprachproduktion machen viele türkische Muttersprachler einige sprachliche Fehler; z.B. Die Positionierung des Verbs in den Sätzen oder die Wendung der Artikelwörter (Nomenbegleiter) können zu diesen Fehlern gezählt werden. Wie bekannt gibt es viele Unterschiede zwischen den syntaktischen Strukturen des Deutschen und des Türkischen. Beim Erlernen einer fremden Sprache spielen die erste Sprache und die zweite Sprache eine bestimmende Rolle. Die Fremdsprachenlernenden tragen die syntaktisch- semantische Strukturen von ihrer eigenen Sprache auf andere über. Sie benutzen die vorher erlernten Sprachkenntnisse zum Erwerben neuer Sprachen. Aber es verursacht manchmal einen negativen Fall, der die Lernenden zu Interferenzfehlern führt.
Die türkischen Sprachlerner haben die Probleme in der Ordnung der Satzglieder von Deutschen, weil die türkische Sprache unter den „V2“ Sprachen ist. Das heißt, die Wortfolge des Türkischen ist wie in der Form „Subjekt, Objekt und Verb“ d.h. „Ben (S) okula (O) gidiyorum (V).“ Diese Folge ist dennoch im Deutschen wie „Subjekt, Verb und Objekt“ d.h. „Ich (S) gehe (V) zur Schule (O)“ (vgl.: Cedden und Aydın, 2007: 1). Mit dem Einfluss der Ausgangssprache bestimmen die türkischen Lernenden die grammatischen Regeln nach ihrer eigenen Sprache, sie achten nicht auf die sprachlichen Regeln der deutschen Sprache. Aus diesem Grund machen die türkischen Lernenden Fehler, wenn sie die Fremdsprache Deutsch versuchen zu erlernen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz interkultureller Kompetenz beim Sprachenlernen und stellt das Ziel der Arbeit vor, kulturspezifische Unterschiede kontrastiv zu beleuchten.
2. Ein Überblick über den abstrakten Begriff des Prozesses „DaF“: Dieses Kapitel analysiert theoretische Grundlagen wie Interferenzfehler, den Kulturbegriff sowie landeskundliche Ansätze im Fremdsprachenunterricht.
3. Kulturspezifische Varianten und situative Gesprächsformeln in Kommunikationssituationen: Hier werden praktische Anwendungsbeispiele wie Restaurantbesuche diskutiert, um den Einfluss von Kulturspezifika auf konkrete Gesprächssituationen zu verdeutlichen.
4. Eine kontrastive Untersuchung des Wortschatzes: Dieses Kapitel widmet sich dem Vergleich von Substantiven, Adjektiven und Possessivpronomen, um die Fallstricke bei der wörtlichen Übersetzung zu identifizieren.
5. Phraseologismen: Der Fokus liegt auf der Analyse von Idiomen, die tierische Bezeichnungen oder Nationalitätsnamen enthalten, und deren funktionaler Entsprechung im Türkischen.
6. Routineformeln als Kulturspezifika: Dieses Kapitel behandelt Formeln der Begrüßung, des Dankes und der Tröstung, die ohne kulturspezifisches Wissen zu Missverständnissen führen können.
7. Die Bewertung der verbalen und nonverbalen Äußerungen: Hier wird untersucht, wie Gestik, Mimik und andere paraverbale Signale die Kommunikation beeinflussen und warum nonverbale Codes kulturabhängig sind.
Deutsch als Fremdsprache (DaF), Interkulturalität, Interferenzfehler, Landeskunde, Kultur, Kommunikation, Routineformeln, Phraseologismen, Kontrastive Analyse, Sprachvermittlung, Kommunikationsabbrüche, Wortschatz, Zielkultur, Muttersprache, Interkulturelle Kompetenz
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen beim Erlernen der deutschen Sprache durch türkische Muttersprachler, wobei insbesondere der Einfluss kultureller Unterschiede und sprachlicher Interferenz auf die Kommunikation beleuchtet wird.
Zentrale Felder sind die Fehleranalyse (grammatisch und pragmatisch), die Bedeutung der Landeskunde, interkulturelle Kommunikationsstile sowie der Vergleich von Phraseologismen und Routineformeln in beiden Sprachen.
Das Ziel ist es, Lehrenden und Lernenden zu verdeutlichen, dass Sprachbeherrschung über Grammatik hinausgeht und ein Verständnis für die kulturelle Prägung der Zielsprache für eine gelungene Kommunikation essenziell ist.
Die Arbeit nutzt ein deskriptives Verfahren und führt eine kontrastive Analyse durch, um sprachliche und kulturelle Divergenzen zwischen dem Deutschen und dem Türkischen systematisch gegenüberzustellen.
Der Hauptteil analysiert spezifische Interferenzfehler, vergleicht idiomatische Wendungen (z.B. mit Tieren) und untersucht, wie situative Gesprächsformeln in verschiedenen Kontexten zu Missverständnissen führen können.
Wichtige Begriffe sind Deutsch als Fremdsprache (DaF), Interkulturalität, Interferenzfehler, Landeskunde, Kulturspezifika und kontrastive Sprachanalyse.
Wie das Beispiel des "Frohen Schaffens" zeigt, sind Routineformeln oft stark in der eigenen Kultur verwurzelt; eine wörtliche Übersetzung in die Zielsprache wirkt oft befremdlich oder wird falsch interpretiert.
Die Arbeit betont, dass Gestik und Mimik oft unbewusst eingesetzt werden und daher bei interkulturellen Begegnungen besonders fehleranfällig sind, wenn die kulturellen Codes nicht bekannt sind.
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