Examensarbeit, 2005
34 Seiten, Note: 1,7
1 Zum Themenverständnis
2 Zielsetzung
2. 1 Kinder
2. 2 Alte Menschen
2. 3 Beide Generationen
3 Planung des Projektes
3. 1 Projektspezifisches Bedingungsfeld
3. 2 Zur Vorbereitung der Kinder
3. 2. 1 Vorerfahrungen
3. 2. 2 Möglichkeiten der Vorbereitung
3. 3 Regeln für den Umgang zwischen den Kindern und den alten Menschen
3. 4 Unsere Besucher
3. 4. 1 Großeltern
3. 4. 2 Seniorengruppen
3. 4. 3 Altenheimbewohner
3. 5 Einladung
3. 6 Projektfragen
3. 7 Interviews
3. 8 Ergebnissicherung
4 Durchführung des Projektes
4. 1 Begegnung
4. 2 Interviews
4. 3 Ergebnissicherung
5 Auswertung
5. 1 Kinderperspektive
5. 2 Perspektive der alten Menschen
5. 3 Familienperspektive
5. 4 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Entwicklung und Erprobung eines Begegnungskonzeptes, das durch die gezielte Zusammenführung von Kindern und Senioren das gegenseitige Lernen fördert und die Entfremdung der Generationen verringert. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch schulische Projektarbeit soziale Kompetenzen bei Schülern gestärkt und das Erfahrungswissen älterer Menschen für die nachfolgende Generation zugänglich gemacht werden kann.
3. 3 Regeln für den Umgang zwischen den Kindern und den alten Menschen
Die oben angeführten Beobachtungen, sowie Bilder und Geschichten brachten einige Kinder auf die Idee, dass es notwendig ist, sich vorher Gedanken über Regeln zu machen, die man im Umgang mit den alten Menschen einhalten müsse. Dies fing mit der Äußerung eines Kindes an, das man „laut und deutlich sprechen muss, weil die ja nicht mehr so gut hören können.“ Weil andere Kinder darauf eingingen und sich darin bestärkten, wie wichtig solche Regeln sind, um Probleme bei der Begegnung zu vermeiden und eine positive Atmosphäre zu schaffen und zu erhalten, habe ich in der folgenden Stunde die Kinder gebeten, Regeln, die ihnen wichtig erscheinen, zu notieren.
Die Antworten der Kinder lassen sich zu folgenden Regeln zusammenfassen: Ich muss mich unseren Besuchern gegenüber höflich verhalten! Ich darf keine Schimpfwörter benutzen! Ich muss hilfsbereit sein! Falls notwendig muss ich langsam und deutlich sprechen! Den anderen muss ich immer aussprechen lassen!
Diese Regeln wurden anschließend auf einem Regelplakat festgehalten. Indem sie neue, von den normalen Klassenregeln abweichende, also situationsbezogene Regeln finden, machen die Kinder deutlich, wie sehr sie sich bereits auf das Projekt eingelassen haben und sich für eine erfolgreiche Planung und Durchführung einsetzen. Dennoch können trotz dieser Regeln Spannungen zwischen Alt und Jung auftreten. Falls dies so ist, ist es Aufgabe des Lehramtsanwärters, zwischen den Generationen zu vermitteln und die Kommunikation zu unterstützen.
1 Zum Themenverständnis: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Entfremdung der Generationen und begründet die pädagogische Notwendigkeit, Kinder und Senioren wieder miteinander in Kontakt zu bringen.
2 Zielsetzung: Hier werden die Lernziele für die Kinder, die Vorteile für die Senioren sowie die gemeinsamen Potenziale einer intergenerativen Begegnung differenziert dargelegt.
3 Planung des Projektes: Dieses Kapitel beschreibt die schrittweise Vorbereitung des Projekts, von der Analyse des Bedingungsfeldes über die Etablierung von Verhaltensregeln bis hin zur Auswahl der Besuchergruppe.
4 Durchführung des Projektes: Die praktische Umsetzung der Begegnung und die durchgeführten Interviews werden hier detailliert dokumentiert und die unmittelbaren Erfahrungen der Beteiligten geschildert.
5 Auswertung: Das Kapitel evaluiert die Projektergebnisse aus der Perspektive der Kinder, der Senioren und der Familien und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung intergenerativer Pädagogik.
Generationsübergreifendes Lernen, Intergenerative Pädagogik, Sozialkompetenz, Projektunterricht, Begegnungskonzept, Seniorenarbeit, Grundschule, Zeitzeugenarbeit, Soziales Engagement, Lebenswelt, Schulentwicklung, Intergenerationeller Austausch.
Die Arbeit untersucht die Planung, Durchführung und Auswertung eines Projekts, in dem Schüler der GGS XXXstraße in Kontakt mit Senioren treten, um die Kluft zwischen den Generationen zu verringern.
Zu den Schwerpunkten zählen die soziale Erziehung, die Projektmethode im Unterricht, intergenerationelle Begegnungen und die Förderung von gegenseitigem Verständnis durch authentischen Erfahrungsaustausch.
Ziel ist es, den Schülern durch den direkten Kontakt mit älteren Menschen soziale Schlüsselkompetenzen zu vermitteln und das Wissen der Senioren als gesellschaftliche Ressource nutzbar zu machen.
Die Arbeit folgt dem Ansatz des projektorientierten Unterrichts, kombiniert mit einer prozessorientierten Dokumentation der Begegnung und der Auswertung von Schüleräußerungen sowie Experteninterviews.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung, die akribische Vorbereitung (Regelfindung, Auswahl der Senioren, Interviewvorbereitung) und die Auswertung der Begegnungserfahrungen.
Die zentralen Schlagworte sind Generationenübergreifendes Lernen, Soziale Kompetenz, Projektarbeit und Intergenerative Pädagogik.
Aufgrund der Ungeeignetheit von Altenheimbewohnern für den ersten Kontakt und der besseren organisatorischen Umsetzbarkeit fiel die Wahl auf Großeltern, die bereits vertraute Bezugspersonen sind.
Die Zeitzeugenarbeit wird als immer wichtigeres Bildungsinstrument identifiziert, das historischen Fakten durch die Schilderungen der Senioren eine lebendige, persönliche Perspektive verleiht.
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