Masterarbeit, 2017
99 Seiten
1. Einleitung
1.1 Hinführung zum Thema
1.2 Zielsetzung und Eingrenzung der Arbeit
1.3 Methodisches Vorgehen
1.4 Formalitäten
2. Standortbasiertes Marketing
2.1 Standortbasiertes Marketing als Teil des Mobilen Marketings und Location Based Services
2.1.1 Relevanz und Definition von Mobile Marketing
2.1.2 Definition Location Based Services
2.1.3 Einordnung, Formate und Anwendungen
2.2 Standortbasiertes Marketing – Instrumente
2.2.1 Beacon Technologie
2.2.2 GPS und Bluetooth
2.3 Markt und Entwicklung in Deutschland
3. Grundlagen der Akzeptanzforschung und kognitives Vergnügen
3.1 Psychologische Modelle für standortbasiertes Marketing
3.1.1 Technology Acceptance Model
3.1.2 Theory of Reasoned Action und Theory of Planned Behavior
3.1.3 Advertising Value Model
3.1.4 Social Cognitive Theory
3.1.5 Flow Theorie
3.2 Akzeptanz und Nutzungserlebnis von standortbasiertem Marketing
3.2.1 Kognitives Vergnügen und weitere akzeptanzfördernde Faktoren
3.2.2 Relevanz der Mobile User Experience
3.3 Aktueller Forschungsstand und Herausforderungen
3.3.1 Übersicht internationaler Studien
3.3.2 Übersicht nationaler Studien
4. Empirische Studie – Durchführung der qualitativen Forschung
4.1 Herleitung der Hypothesen und Forschungsfrage
4.2 Datenerhebung
4.2.1 Wahl der Erhebungsmethode und Erhebungsinstrument
4.2.2 Pretest, Erklärung des Leitfadens und Interviewdurchführung
4.2.3 Begründung der Stichprobenauswahl
4.3 Datenaufbereitung und -auswertung
5. Ergebnisse und Hypothesenprüfung
5.1 Wahrgenommener Nutzen
5.2 Kognitives Vergnügen
5.3 Irritationen
5.4 Selbstwirksamkeit
5.5 Situative Faktoren und soziales Umfeld
5.6 Privatsphäre-Bedenken
6. Diskussion und Interpretation
6.1 Kritische Reflektion
6.2 Theoretische und praktische Implikationen
7. Fazit und Ausblick
Die Master-Thesis untersucht den Einfluss des kognitiven Vergnügens auf die Akzeptanz und den Nutzungsgrad von standortbasiertem Marketing (SbM). Das zentrale Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der unternehmerischen Gestaltung von SbM und der tatsächlichen Reaktion der Konsumenten zu analysieren, um Faktoren zu identifizieren, die eine positive Einstellung gegenüber dieser Marketingform fördern.
1.1 Hinführung zum Thema
Innovationen und die Verbesserung von Informations- und Kommunikationstechnologien wie Internet, E-Mail, GPS und mobile Endgeräte tragen dazu bei, dass neue und verschiedene Service-Anwendungen entstehen und wachsen (Li & Chen, 2010; Chen, Ross & Huang, 2008). Eine dieser Anwendungen ist das standortbasierte Marketing (SbM), welches seit Jahren im Hinblick seiner Funktionalität im Fokus der Unternehmen und Forscher steht (Gana & Thomas 2016). Konsumenten tendieren dazu, das zu kaufen, was sie mögen, aber ihre Präferenzen hinsichtlich einer Kaufentscheidung hängen davon ab, in welcher Situation sie sich im Moment befinden (Banerjee & Dholakia, 2008). Das Medium Internet nahm in den letzten Jahrzehnten hierbei eine signifikante Rolle ein, um die Lücke zwischen dem Informationsfluss, Konsumenten und den Angeboten am Markt zu schließen. Mit dem drahtlosen Internet und einer Fülle an mobilen Endgeräten hat sich die Reichweite entscheidend verändert, sodass den Möglichkeiten im mobilen Marketing, den Kunden/Konsumenten zu erreichen, keine Grenzen gelegt sind.
Die Grundlage aller Entscheidungen der Konsumenten beruht auf situativen Variablen (Uhrzeit, Wochentag, Jahreszeit, lokales Wetter und dem Ort, an dem sie sich befinden) und wird letztendlich durch diese bestimmt. Die Digitalisierungsprozesse in den Unternehmen ermöglichen es, die elementaren Präferenzen kennenzulernen und zu erforschen (Spann, Molitor, & Daurer, 2016). Vor allem Smartphones liefern unzählige, wertvolle Daten, nicht nur was der Nutzer damit macht, sondern auch wie er sich in Einkaufsläden oder in der Stadt bewegt. Aus den erhobenen Daten können Verhaltensmuster abgelesen und Inhalte spezifisch für den Konsumenten konstruiert werden. Dies führt dazu, dass Konsumenten an verschiedenen Standorten mit Inhalten angesprochen werden, die sie im Moment als wichtig erachten (Banerjee & Dholakia, 2008).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema des standortbasierten Marketings ein, erläutert die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt das methodische Vorgehen sowie die formalen Rahmenbedingungen der Untersuchung.
2. Standortbasiertes Marketing: Dieses Kapitel definiert standortbasiertes Marketing, ordnet es in den Kontext von Mobile Marketing und Location Based Services ein und stellt technische Instrumente sowie die Marktentwicklung in Deutschland dar.
3. Grundlagen der Akzeptanzforschung und kognitives Vergnügen: Der theoretische Rahmen wird durch die Vorstellung psychologischer Akzeptanzmodelle und die Analyse des Konstrukts des kognitiven Vergnügens sowie weiterer einflussnehmender Faktoren gebildet.
4. Empirische Studie – Durchführung der qualitativen Forschung: Hier wird der methodische Ansatz der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring erläutert, die Hypothesen hergeleitet und das Design der Experteninterviews sowie die Auswahl der Stichprobe beschrieben.
5. Ergebnisse und Hypothesenprüfung: Dieses Kapitel präsentiert die durch die qualitativen Interviews gewonnenen Daten, visualisiert die Einflussfaktoren und überprüft die aufgestellten Hypothesen auf ihre Gültigkeit.
6. Diskussion und Interpretation: Die Ergebnisse werden im Kontext der untersuchten Fachliteratur interpretiert, kritisch reflektiert und in theoretische sowie praktische Implikationen für die Unternehmensführung überführt.
7. Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung schließt die Arbeit ab, indem sie die Kernergebnisse bündelt und einen Ausblick auf notwendige weiterführende Forschungen gibt.
Standortbasiertes Marketing, SbM, Mobile Marketing, Kognitives Vergnügen, Konsumentenakzeptanz, Qualitative Inhaltsanalyse, Location Based Services, Selbstwirksamkeit, Privatsphäre, Nutzererlebnis, Mobile User Experience, Marketingkommunikation, Kundenengagement, Verhaltensforschung, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Unterhaltungswerts, auch als kognitives Vergnügen bezeichnet, auf die Akzeptanz und den Nutzungsgrad von standortbasiertem Marketing (SbM) aus der Sicht der Konsumenten in Deutschland.
Zu den zentralen Feldern gehören die Akzeptanzforschung (z. B. Technology Acceptance Model), die psychologischen Wirkmechanismen von Werbebotschaften, der Einfluss von Privatsphäre-Bedenken sowie die Relevanz der persönlichen Relevanz und des Nutzens bei mobilen Diensten.
Ziel ist es, eine Lücke in der deutschsprachigen Forschung zu schließen, indem untersucht wird, warum Konsumenten standortbezogene Werbung annehmen oder ablehnen und welche qualitativen Faktoren hierbei entscheidend sind.
Die Autorin wählt einen qualitativen Forschungsansatz und führt themenzentrierte, halbstandardisierte Experteninterviews durch, deren Ergebnisse anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring strukturiert und interpretiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Marketing-Instrumente und psychologischer Modelle sowie in eine umfassende empirische Untersuchung, die Hypothesen über Einflussfaktoren wie Nutzen, Vergnügen, Irritation und Selbstwirksamkeit prüft.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie standortbasiertes Marketing, kognitives Vergnügen, Akzeptanz, qualitative Forschung, Selbstwirksamkeit und Mobile User Experience bestimmt.
Entgegen der Erwartungen spielen Privatsphäre-Bedenken bei den befragten Konsumenten eine untergeordnete Rolle, sofern sie einen klaren Nutzen durch die SbM-Anwendungen erkennen und sich in ihrer Selbstwirksamkeit, also der Kontrolle über die Anwendung, bestätigt fühlen.
Das Angebot ist der stärkste Einflussfaktor für den wahrgenommenen Nutzen. Konsumenten reagieren besonders positiv auf attraktive, klare Rabatte (z. B. zweistellige Prozentzahlen oder „Zwei für Eins“-Aktionen), während zu geringe Anreize oft ignoriert werden.
Es fungiert als entscheidender emotionaler Akzeptanzfaktor. Werbeinhalte, die als unterhaltsam, kreativ oder interessant gestaltet sind, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer in der App verweilt und mit der Marke interagiert.
Unternehmen sollten SbM-Inhalte personalisiert und ansprechend gestalten, eine zu hohe Frequenz an Nachrichten vermeiden, um Irritationen zu verhindern, und dem Nutzer stets die volle Kontrolle über die Standortfreigabe und Einstellungen gewähren.
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